Ideen für ein neues Homberg…
…gibt es genug, es mangelt an der Umsetzung.
"Ihre Ideen für ein neues Homberg"
das klingt nach Aufbruch, nach Bürgerbeteiligung, nach einem neuen Miteinander in der Stadt.
In manch anderer Stadt würden sich damit Hoffnungen verbinden. In Homberg weckt es Erinnerungen an bisherige Arbeitsgruppen, Bürgerbeteiligungsansätze und an das, was dabei herausgekommen war.
Zur Erinnerung:
Agenda 21. Der Bericht der Arbeitsgruppen wurde sogar im Stadtparlament beschlossen und sollte damit eine Leitlinie für die weiteren Entscheidungen sein:
Erfassung von leeren Gebäuden und Baugrundstücken innerhalb der Bebauung. Erfolgte trotz Aufforderung bisher nicht. Stattdessen weitere Ausweisung von neuen Bauflächen am Stadtrand, weitere Zersiedelung, trotz Beschluss zu Agenda 21
Arbeitsgruppe zur Marktplatzgestaltung
Als 2003 die Neugestaltung des Marktplatzes langsam ins Blickfeld kam, wurde auf überparteilichen Beschluss eine Arbeitsgruppe mit Bürgern eingerichtet, die erste Entscheidungsvorschläge für das Stadtparlament ausarbeiten und nach einem halben Jahr dort vorstellen sollte.
Die Arbeitsgruppe arbeitete unter Leitung des Bürgermeisters, Vorschläge wurden dem Stadtparlament nach Ablauf der Frist nicht vorgelegt, sondern es wurde eigenmächtig weiter geplant. Die Anzahl der beteiligten Bürger reduzierte sich da diejenigen, die andere Ideen hatten, nicht mehr eingeladen wurden. Es bedurfte erst eines erneuten Antrags in der Stadtverordnetenversammlung, damit die bis dahin bereits fertiggestellte Planung wenigsten im Parlament vorgestellt wurde.
Aufruf zu Gestaltungsvorschlägen des Brunnens am Besenmarkt
Einige Bürger haben den Aufruf befolgt und Brunnenentwürfe im Rathaus eingereicht und danach nie wieder etwas erfahren. Plötzlich saß die ‚Besenfrau‘ auf dem Brunnenrand. Nach dem Hessentag wurde dann eine Brunnenanlage in die Zisterne eingebaut. Ob das ein Entwurf eines Homberger Bürgers war, wer darüber letzlich entschieden hat. Alles liegt im Dunkeln.
Stadtumbau West – Bürgerbeteiligung
Im Rahmen der Entwicklung eines Handlungskonzeptes für den Stadtumbau verlangt das Förderprogramm auch die Beteiligung von Bürgern . Und wie sah die aus?
Die Planer erhielten von den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden handverlesene Namenslisten von Bürgern, die dafür eingeladen werden sollten. Alles sollte in den Sommerferien stattfinden. Die Planer beklagten die überaus mangelhafte Beteiligung. Das war Bürgerbeteiligung nach Homberger Art.
Nachlese Hessentag
Noch getragen von der Hessentagsstimmung fand bald danach in der Stadthalle eine Nachlese statt, in der Vorschläge der Bürger gesammelt wurden, was alles aus dem Hessentag in Zukunft weitergeführt werden sollte. Von Weinfest war die Rede, von der Hessentagsarena in der ehemaligen Ostpreußenkaserne und vieles mehr. Seitdem ist nicht zu hören, welche Ideen realisiert werden sollen.
Ideen für Homberg beim Herbstmarkt
Aufgrund der "gelenkten Bürgerbeteiligung" zum Stadtumbau arbeitet seit einem Jahr eine Altstadt-Initiative. Sie veranstaltete auf dem Herbstmarkt das "Ideen Café". Die Ergebnisse wurden aufgeschrieben und in dem Schaufenster eines leerstehenden Geschäft am Markt ausgestellt, um so die weitere Diskussion in Homberg, vor allem bei den Verantwortlichen, zu beflügeln. Einige Geschäftsleute erregten sich über die "Unverschämtheiten" die die Initiative aufgeschrieben haben soll. Sie erkannten nicht, dass es die Meinung ihrer Kunden war.
Anregungen vom Stadtmarketing-Guru Christian Klotz
Herr Klotz schüttete ein Füllhorn von Anregungen und Vorschlägen über Homberg aus. So manches hätte sehr schnell umgesetzt werden können und nicht einmal viel Geld gekostet. Zum Beispiel mehr Licht an den wichtigen Punkten der Stadt oder eine gute Wegweisung zum Burgberg für Fußgänger und für Autofahrer. Verstanden hatte man nur "Weg mit der Fußgängerzone". Es ist bis heute noch kein Arbeitsplan bekannt, welche der Vorschläge in welcher Zeit umgesetzt werden sollen.
Woher soll nach diesen Erfahrungen die Zuversicht zu einem "neuen Homberg" kommen?
Warum jetzt überhaupt von einem "neuen Homberg" sprechen? Warum stellt sich Homberg neu auf? Es hieß doch gerade erst, dass Homberg durch den Hessentag einen großen Imagegewinn und ein neues Wir-Gefühl gewonnen hat.
Oder gilt der Spruch: "Wenn man nicht mehr weiter weiß gründet man einen Arbeitskreis."
Druckansicht
…oder Auftakt zur
Am 1. Februar 2008 erschien der erste Beitrag im Homberger Hingucker.
Alle reden von den gravierenden Folgen der Klimaveränderung, doch die Windkraft wird von der CDU verhindert. Die ehemals beschlossene Vorrangfläche für die Windenergienutzung ist nicht mehr im Regionalplan-Entwurf.
Obwohl Windkraft wesentlich effizienter ist, wird es in Hessen behindert.
Ein Geschäft eröffnet, in einem anderen sind die Schaufenster verhängt.
Ein Beispiel wie in Homberg mit geltendem Recht umgegangen wird.
Homberg nimmt gegen die Steinbruchplanung im Regionalplan Stellung. Das ist ein erster Erfolg. Allerdings gilt es wachsam zu bleiben, bis der Regionalplan rechtskräftig geändert ist.
Wieder Licht am Neuen Tor, einem wichtigen Zugang von den Parkplätzen zur Stadt.
Samstag Vormittag im Januar: Musik und Stimmung in der Stadt
Zu dem Bericht über die Ergebnisse der Akteneinsicht zu dem Basaltsteinbruch in Dickershausen scheint eine heute veröffentlichte Rede von Horst-Eberhard Richter fast wie ein Kommentar.