Fall 4: Algenzucht
18 Fälle aus 18 Jahren
Auswahl aus den Recherchen in einer deutschen Kleinstadt
Im Januar 2008 entstand aus einer spontanen Idee der "Homberger Hingucker".
Aus der Fülle der fast 6.000 Beitragen, die seitdem veröffentlicht wurden,
soll an 18 hervorstechende Fälle erinnert werden.
Keine kleinen Fälle, sondern schwere kriminelle Fälle,
aber auch politische Fälle,
mit denen die demokratische Grundordnung untergraben wird.
Fall 4: Algenzucht
Das Foto auf der Werbung ist das Schild vor einer leer stehenden Gärtnerei in Bassum
Mit der Zucht von Algen sollten große Gewinne zu machen sein, versprachen die Investoren und sammelten Geld bei Kleinanlegern ein.
Es entstand ein großes Netzwerk von Firmen, mit verteilten Rollen.
Um glaubwürdig zu erscheinen, musste es auch reale Projektvorhaben geben, so auch in unserer Stadt.
Die Homberger Kommunalpolitiker wurden beworben mit Versprechungen wie:
„Durch die Züchtung von Mikroalgen können viele weltweite Probleme gelöst werden: Umwelt, Ernährung, Gesundheit, Energie uvm.“
Der Bürgermeister und die Homberger Parteien glaubten an das Betrugsprojekt und setzten sich dafür ein, bis zum Regierungspräsidium machten alle mit.
Durch die Veröffentlichung der Rechercheergebnisse im Homberger Hingucker entstanden Kontakte zu Geschädigten und sogar zu einem fachlich versierten Insider, einem Kronzeugen.
Der Fall kam ins Rollen, die Staatsanwaltschaft Berlin-Charlottenburg übernahm den Betrugsfall.
Hier mehr:
Alle Berichte zur Algenzucht: https://homberger-hingucker.de/2-dossiers-ubersicht/_2013-algenzucht/
Europas größte Indoor-Mikroalgen-Produktionsanlage: ein leerstehendes Gewächshaus
https://homberger-hingucker.de/europas-groesste-indoor-mikroalgen-produktionsanlage/
Leere Versprechungen https://homberger-hingucker.de/das-maerchen-von-der-algenzucht/
Anlagebetrug https://homberger-hingucker.de/anlagebetrug-mit-algenzucht/
