Abbruch an der Klinik: Staub, Wasser und Kosten

Bildschirmfoto von der Webseite der Stadt. Sie wurde eingerichtet, damit alle den Abriss verfolgen können.
Link: https://www.youtube.com/watch?v=trfFdxnakGU
In dem Live-Video kann man genau sehen, wie der Bagger den Bauschutt mit seiner Baggerschaufel zusammen kratzt, auflädt und auf der anderen Seite ablädt. Dabei ist deutlich die Staubwolke über und neben dem Bagger zu sehen.
Solche Staubbelastung, die sich auch auf das angrenzende Gebiet verteilt, darf es eigentlich bei Abrissarbeiten gar nicht geben. Um die Staubbildung zu verhindern, muss der aktive Einsatzort bewässert werden.
Auch auf der Baustelle wird gewässert, allerdings nicht dort, wo Staub gebunden werden sollte. Das Wasser benässt nur die Baustellenstraße, ohne das damit der notwendige Effekt entsteht.
Teures Trinkwasser wird so vergeudet. Macht ja nichts, die Bürger bezahlen es ja mit ihren Steuern. Wo ist eigentlich die Überwachung der Abbruchmaßnahme durch den Auftraggeber, die Stadt?
Das Abbruchunternehmen muss für den Auftrag bezahlt werden. Danach wird wohl nichts weiter passieren, es wird nichts gebaut werden. Bis jetzt ist das Gebiet immer noch als Krankenhaus im Flächennutzungsplan enthalten. Es gibt nur einen Beschluss, den Plan einmal zu ändern. Erfolgt ist es bisher nicht. Der Beschluss liegt schon Jahre zurück.
Warum übernahm die Stadt die Altlast und die Abbruchkosten? Warum erfolgt der Abriss jetzt, wo alle Kommunen in Deutschland über die fehlenden Finanzen klagen?
Eine beispiellose Finanzkrise bedroht die Kommunen in Deutschland. Die Städte rutschen immer tiefer in ein Rekorddefizit, das sie nicht selbst zu verantworten haben. Investitionen in die Zukunft müssen vertagt, wichtige Leistungen gestrichen werden. Das ist gefährlich für Deutschland und unser Miteinander insgesamt.
Deutscher Städtetag
Für Homberg trifft diese Aussage nicht zu, Homberg hat sein Rekorddefizit selbst zu verantworten. Die Stadt hätte das Klinikareal nicht kaufen und erst recht nicht abreißen müssen. Es gab keine Notwendigkeit, so zu handeln.
Bisher ist nur ersichtlich, dass Bürgermeister Dr. Ritz mit Frau Dr. Federwisch von Asklepios eine Vereinbarung getroffen hat. Wohl eine sehr verbindliche Vereinbarung, so dass Frau Dr. Federwisch keinen Zweifel hatte, dass der Plan auch umgesetzt wird. Und wir sehen, er wird umgesetzt, koste es der Stadt, was es wolle.
Bildschirmfoto: Aus dem defekten Schlauch sprüht das Trinkwasser auf den Zufahrtsweg.
Keiner stellt das Wasser ab, wozu auch? Es wird der Stadt in Rechnung gestellt oder aber die Stadt liefert es kostenfrei, denn am Ende muss die Stadt die Kosten tragen.



