HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Stadträte haften für Schäden bei grober Fahrlässigkeit

Bei grobe Fahrlässigkeit oder bei Vorsatz sind die Mandatsträger persönlich für Schäden haftbar. 

Haftung kommunaler Mandatsträger

"wenn nach einem Grundstückskauf durch die Kommune beispielsweise hohe Sanierungskosten anfallen,"
Genau dieser Fall ist eingetreten. Im Zuge der Beratung des Ankaufs des Klinik-Areals  wurde sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Stadt auf Kosten von ca. 2 Millionen Euro sitzen bleiben wird.

 

Schadstoffe bedeuten hohe zusätzliche Kosten

Asklepios waren die Abrisskosten zu hoch, deshalb verschenkte sie lieber das ganze Krankenhaus-Areal. Damit gibt der Klinikkonzern zu erkennen, dass das Grundstück wegen der hohen Sanierungskosten wertlos ist.
Die Stadt übernimmt die Kosten, die notwendig sind, um das Gelände nutzbar zu machen.

2017 schrieb die HNA noch: 

Das ehemalige Homberger Krankenhaus steckt voller Schadstoffe, von Asbest bis PCB. Asbest, polychlorierte Biphenyle, künstliche  Mineralfasern, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe – die Liste der Schadstoffe liest sich wie ein Auszug aus dem Wörterbuch der Chemie.

Ein Gutachten im Auftrag des Klinikkonzerns hat nach Darstellung des Pressesprechers, Rune Hoffmann, zu Tage gefördert, dass die Immobilie nahezu überall mit Schadstoffen belastet ist. Das sei aufgrund der Baugeschichte nicht anders zu erwarten gewesen, denn das Gebäude wurde Mitte der 1960er-Jahre gebaut.

Schadstoff-Gutachten von 2017, das Asklepios in Auftrag gegeben hat.

 

Kosten, die die Stadt auch bei einem Verkauf des sanierten Geländes belasten.

Kommunale Mandatsträger treffen Entscheidungen, die finanzielle Folgen für die Kommune induzieren. Sind die Entscheidungen zum finanziellen Nachteil der Kommune, wenn beispielsweise Regressforderungen an die Kommune gestellt werden (Staatshaftungsrecht) oder wenn nach einem Grundstückskauf durch die Kommune beispielsweise hohe Sanierungskosten anfallen, dann ist zu prüfen, inwieweit die kommunalen Mandatsträger persönlich zur finanziellen Haftung mit ihrem Privatvermögen herangezogen werden können bzw. herangezogen werden müssen.

Wikipedia

Fachaufsatz:  Dr. Hanspeter Knirsch, Haftung kommunaler Mandatsträger

https://web.archive.org/web/20180102072756
/http://www.knirsch-consult.com/01_CoeV_print_
Grp04_HaftungkommunalerMandatst_
HI6789367.pdf

 

 

 

 

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

Obwohl der Schaden für die Stadt ganz offensichtlich ist, unternimmt weder die Kommunalaufsich noch die Staatsanwaltschaft etwas. Das war schon vor 10 Jahren so, als die asbestbelasteten Dächer der ehemaligen Dörnberg-Kaserne abgebaut worden waren. Landrat und Staatsanwaltschaft unternahmen nichts. Schlimmer noch, der Staatsanwalt ließ Proben mit einem falschen Untersuchungsauftrag an das Landeskriminalamt prüfen und fand – wie zu erwarten war – nichts. Keine Asbestbelastung.
Erst auf eigene Kosten erstellte Probenuntersuchung brachte den Landrat in Bewegung. Auch bei der darauf einsetzenden Reinigung der kontaminierten Räume tricksten sie wieder, der Landrat und der Eigentümer. Alles im Hingucker nachzulesen.

Auffälligstes Beispiel hier.

Offensichtlich gilt nicht das Recht, sondern der Satz: "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus."

 


Von Kompass bis Kiosk – der Eiertanz geht weiter

Zeichnung mit den "Ergebnissen" der Jugendbefragung   Von Kompass, über Familiencafé, Mensa, Veranstaltungsräume bis Kiosk erzählte Bürgermeister Dr. Nico Ritz den Hombergern schon was im Stadtpark "Alter Friedhof" geschehen soll.    In der Sicherheitsbefragung Kompass verweigert der Bürgermeister und auch das Innenministerium die Veröffentlichung der Ergebnisse. Der Bürgermeister legte nach wiederholten Nachfragen zwei DIN-A4 Seiten […]

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Aufzeichnung nicht erlaubt? Von wegen – es geht anders

Auszug aus dem Sitzungsprotokoll der Stadtverordnetenversammlung mit dem wiederkehrenden Beschluss "Aufzeichnung nicht erlaubt".   Zum Beginn jeder Stadtverordnetenversammlung ließ der Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Thurau (SPD) über diesen Passus abstimmen. Jedes Mal stimmten die Stadtverordneten zu. Keiner fragte nach der Rechtsgrundlage. In welcher Satzung sollte das verboten worden sein?   Ganz anders wird es im Kreistag gehandhabt. […]

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Neu als Stadtverordnete: Das sind die Rechte

  Überwachen – die Pflichtaufgabe für Stadtverordnete Die Stadtverordnetenversammlung (Gemeindevertretung) überwacht die gesamte Verwaltung der Gemeinde.   § 50 Aufgaben  (2) Die Gemeindevertretung überwacht die gesamte Verwaltung der Gemeinde, mit Ausnahme der Erfüllung der Auftragsangelegenheiten im Sinne des § 4 Abs. 2, und die Geschäftsführung des Gemeindevorstands, insbesondere die Verwendung der Gemeindeeinnahmen. Die von den Bürgerinnen und Bürgern gewählte Stadtverordnetenversammlung […]

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Homberg ist Spitze – tiefrote Spitze

  "Fritzlar rutscht nach 13 Jahren in die gelbe Zone" titelt die HNA. Im Komunalkompass des Rechnungshofes sind die letzten Zahlen von 2023. Danach hatte Fritzlar 1.616 Euro Schulden je Bürger. Zur gleichen Zeit lag Homberg bei 5.751 Euro je Einwohner. Damit war Homberg bereits 2023 dreieinhalbmal so hoch verschuldet. Wie müsste die Überschrift zu Homberg […]

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Kommunen am Limit – doch Homberg verjubelt die Fördermittel

   Kommunen sind hinsichtlich der Finanzierung am Limit, sagen die Kommunalverbände. Die HNA berichtet darüber am Beispiel Fritzlars. Verglichen mit Homberg, steht Fritzlar noch gut da.  Wenn aber Fritzlar schon am Limit ist, wo steht dann Homberg?    Ein Vergleich der Zahlen aus dem Kommunalmonitor des Rechnungshofs zeigt eine dramatische Situation für Homberg, was aber […]

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Statt solidem Haushalt eine Taschenspielerei

Kartenausschnitt: Städtisches Gewerbegrundstück Flur 171 an der Rudolf-Diesel-Straße, neben der Biogas-Anlage und dem Spedition-Umschlagplatz     Das Flurstück 171 In der nächsten Stadtverordnetenversammlung soll ein "Vorschlag zur weiteren Vorgehensweise" eingebracht werden, wie diese Fläche veräußert werden könnte. Im September 2026 könne man dann darüber beraten. Industriegebiet Homberg (West) – Vermarktung des Gewerbegrundstücks Flur 4, Flurstück […]

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Die Kosten steigen und steigen – sie „gehen baden“

Der Beachvolleyball-Spielplatz ist bereits fertig im Freibad Erleborn, ist "ertüchtigt" worden, sogar das Netz hat man schon aufgehängt, obwohl niemand auf das abgeschlossene Gelände gehen darf. Eine Schaugeste.   Die Kosten "gehen baden".  2022 wurden die Gesamtkosten mit 6,2 Millionen Euro angegeben. Damals betrugen die Planungskosten bereits 1,2 Millionen Euro. Es war der Stadtverordnete Günter […]

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Der lautlos schleichende Putsch

oder  Wie die kommunale Selbstverwaltung in Homberg abgebaut wurde    In den letzten Jahren wurden immer wieder von den Homberger Stadtverordneten aller fünf Parteien weitreichende und bedeutsame Beschlüsse nahezu einstimmig gefasst. Bei diesem wortlosen, geschlossenen Abstimmungsverhalten muss man stutzig werden.  Drei Beispiele Ohne Aussprache beschlossen die fünf Parteien eine Städtepartnerschaft mit der südamerikanischen Stadt Ubatuba. […]

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Zusammenfassender Bericht über den Krankenhaus-Deal

2006 hatte der Kreis seine Krankenhäuser für 1. Euro an Asklepios verkauft. 2010 schloss Asklepios die beiden Standorte in Melsungen und in der Kreisstadt Homberg und baute den Standort Ziegenhain aus. Die beiden geschlossenen Standorte sind für Asklepios Schwalmstadt GmbH wertlos geworden. Der Standort Homberg verursachte jährlich Kosten von 50.000 Euro und war für Asklepios […]

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Homberg hat’s im Überfluss

   Während der Städtetag vor einer "beispiellosen Finanzkrise" der Kommunen warnt, lebt Homberg offensichtlich im Überfluss und stattet die Altstadt mit neuem Blumenschmuck aus.   Eine beispiellose Finanzkrise bedroht die Kommunen in Deutschland. Die Städte rutschen immer tiefer in ein Rekorddefizit, das sie nicht selbst zu verantworten haben. Investitionen in die Zukunft müssen vertagt, wichtige […]

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Sondergebiet Krankenhaus immer noch gültig

Das Krankenhaus Areal ist kein Wohngebiet, es ist immer noch ein Sondergebiet Krankenhaus. Die Planungskosten für eine Wohnsiedlung sind Verschwendung von Steuergeldern. Mit ihnen soll nur der Deal von Dr. Nico Ritz mit Asklepios verdeckt werden.

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The Show Must Go On – Familiencafé und Krankenhaus

  Die Stadtverordneten sollten im Bebauungsplanverfahren zustimmen, dass ein Familiencafé im Stadtpark „Alter Friedhof“ gebaut werden soll. Es müsse nur dem Bebauungsplan zugestimmt werden, über die Gestaltung, die Kosten und den Betrieb kann später noch geredet werden – Salamitaktik. In der gleichen Sitzung stellte der Bürgermeister einen Erschließungsplan für das ehemalige Krankenhausgelände vor, für das […]

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