HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

8. Mai vor 81 Jahren

Am 8. Mai 1945, vor 81. Jahren endete der
2. Weltkrieg in Deutschland.

Aus diesem Anlass wurde in einem Text an die Schrecken des Krieges erinnert:

 

„…wie es war, als der Himmel über Kassel glutrot war, weil die Stadt zerbombt wurde;

wie es war, als der Brief mit der Todesnachricht des an der Front gefallenen Vaters zu Hause ankam;

wie es war, als auf der Flucht bei Eiseskälte vor der Roten Armee die Toten links und rechts in den Gräben lagen, entkräftet, verhungert, erfroren.“

 

Von dieser Beschreibung aus ging es im Text der HNA weiter zur Friedenserhaltung und die dafür notwendige Bewaffnung und zur „neuen Wehrpflicht“, die notwendig sei.  
Quelle: HNA, 08.05. 2026, Standpunkt – Frieden ist nicht selbstverständlich


Foto: Esther Bejarano, die als Jüdin das Vernichtungslager Auschwitz überlebte, wo sie mit Anita Lasker-Wallfisch im Mädchenorchester war. Esther Bejarano starb 2021 im Alter von 98 Jahren.
Foto vom Konzert der Gedenkstätte Trutzhain 2018.

 

In dieser Darstellung wird der Blick allein auf deutsche Opfer gelenkt, der geschichtliche Zusammenhang ausgeblendet, so entsteht Falschinformation, Desinformation über die Geschichte, die dazu benutzt wird, aktuelle Politik zu rechtfertigen.
 

Es war die hochgerüstete deutsche Wehrmacht, die erst den Überfall auf Polen inszenierte und ihn dann als Auftakt für ihre Eroberung des neuen „Lebensraum im Osten“ nahm.

Es brauchte nur 6 Jahre, um die Ideologie vom unwerten Leben und zur Vorherrschaft der germanischen Herrenrasse zu festigen, die ihre Aufgabe darin sah, jüdische und bolschewistische Untermenschen in ganz Europa zu vernichten.
In Eiseskälte starb zuerst die Bevölkerung von Leningrad, dem heutigen Sankt Petersburg, die von der deutschen Wehrmacht über ein Jahr eingekesselt war, damit sie verhungerten.
Mit deutschen Waffen wurden Menschen in Griechenland und Spanien getötet, in Frankreich und den Niederlanden, in allen Ländern Europas. 

Von diesem deutschen Krieg waren am stärksten vor allem Menschen in Russland betroffen, damals Sowjetunion. Auch dort erhielten die Familien die Todesnachricht des gefallenen Vaters, auch dort zerbombte Häuser, auch dort lagen die Toten in den Gräben "entkräftet, verhungert, erfroren".

Die Schätzungen gehen für den 2. Weltkrieg allein für dieses Land von 24 Millionen Toten aus, Soldaten und Zivilisten. 

Das hinterlässt in Familien Erinnerungen über Generationen: Von den napoleonischen Feldzug 1812 und den deutschen Überfällen ab1914 und 1939.

  
Es waren junge Männer aus russischen Familien, die als Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz befreiten. Die westlichen Alliierten machten vom Flugzeug aus nur Luftaufnahmen, zerstörten aber nicht die Gleise, über die die Menschen aus ganz Europa zur Vernichtung transportiert wurden.

Der Text mit dieser Geschichtsdarstellung stammt nicht von einer rechten Naziorganisation, auch nicht von der AfD, der Text wurde in einer Lokalzeitung veröffentlicht, die sich rühmt, mit ihrem Qualitätsjournalismus dazu beizutragen, dass keine Falschinformationen verbreitet werden. Sie verbreitet ihrer selbst geschaffenen Falschinformation.

Diesen Text kann ich nicht so hinnehmen. Meine Mutter erhielt die Todesnachricht meines Vaters im Januar 1945. Er war Wehrmachtssoldat in Ungarn und ist irgendwo auf einem Feld im Schnee tot liegen geblieben. Einer der vielen Opfer auf beiden Seiten des Krieges.

Wissen die Redakteure der Zeitung, die den Krieg nicht erlebt haben, wovon sie schreiben?
Mit ihrem Narrativ ziehen sie keine Lehre aus der Geschichte. Mehr Waffen und Soldaten bringen keinen Frieden, sondern Konfrontation und Krieg. Es braucht aber Kontakt und Kooperation.

Zum 81. Jahrestags des Ende des 2. Weltkrieges kann es nur heißen, was Esther Bejarano, eine Überlebende von Auschwitz, immer wieder gesagt hat: Nie wieder Krieg. So auch 2018, als sie ihre Lesung und das Konzert in Trutzhain damit beendete. Sie weiß, wovon sie spricht, sie hat es erlitten.

 


Erste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung 2026: Verdunkeln statt Transparenz

Abbildungen: Die Stadtverordneten der ersten Sitzung von 2026 (links) und von der ersten Sitzung 2016 (rechts)   Statt Transparenz wird weiter verdunkelt Was auffällt: Die Parteizugehörigkeit wird nicht mehr genannt. Bürger können die Personen deshalb nicht mehr zu den Parteien zuordnen. Verdunklung statt Transparenz Es gibt kein Verzeichnis der Stadtverordneten mit Kontaktdaten, damit sich die […]

weiterlesen »


Vor 10 Jahren: 1. Sitzung der Stadtverordneten

   Vor 10 Jahren, 2016, durfte ich als ältester Stadtverordneter die erste, die konstituierende Sitzung der Homberger Stadtverordnetenversammlung eröffnen.  Ich hielt dazu die folgende Rede, sie ist heute noch gültig, und deswegen auch wert, noch einmal daran zu erinnern.  Quelle  Liebe Homberger Bürgerinnen und Bürger, heute beginnt eine neue Periode der kommunalen Selbstverwaltung in Homberg. […]

weiterlesen »


SPD und FWG wollen zusammen arbeiten

    Die FWG war einmal als Opposition angetretenen, hat aber in den letzten Jahren stillschweigend alles mit getragen. Sie habe nicht einmal für Aufklärung gesorgt.  Weder bei den Auslandsreisen in andere Kontinente, noch bei der Belastung der Stadt durch den "Kauf" des Krankenhaus-Geländes und der Gebäude, die die Stadt mit Millionen belastet, ihre Stimme […]

weiterlesen »


Badesaison 2026 in Homberg, das wird wohl nichts

Bürgermeister berichtet im Januar 2026:       Bürgermeister hofft auf Mai 2026, kann aber nichts versprechen            

weiterlesen »


5. Mai: Tag des Lokaljournalismus – „nah an den Menschen“?

Tag des Lokaljournalismus – Bürgerjournalismus Den 15. Mai erklärte der Ippen-Konzern erstmalig 2025 zum Tag des Lokaljournalismus.   In diesem Jahr wird der Tag des Lokaljournalismus auf den 5. Mai vorverlegt und gefeiert. Aus der Initiative des Ippen-Konzerns ist ein groß aufgezogenes Event vieler lokaler Medien unter der Schirmherrschaft der UNESCO geworden.   Der Ippen-Konzern […]

weiterlesen »


Klinik-Abriss: Hier verschwindet das Geld

Welche Homberger Partei wird gegen die geheime Vereinbarung von Dr. Nico Ritz mit Asklepios vorgehen?

Welche Homberger Partei wird sich für ein demokratisches und rechtsstaatliches Vorgehen einsetzen?

weiterlesen »


Erzählkunst 17. Mai 2026

weiterlesen »


Die Neuen: Was haben sie beschlossen?

    Am 29. April 2026 kamen die neu gewählten Stadtverordneten zu ihrer ersten Sitzung in der Stadthalle zusammen. Neben den Wahlen für die verschiedenen Aufgaben innerhalb der kommunalen Selbstverwaltung gab es auch zwei Änderungen   Es wurden neue Ausschüsse gegründet: Neu Bisher a) einen Haupt- und Finanzausschuss b) einen Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt […]

weiterlesen »


Viel Show und trostlose Realität

Fotos: Mit dem Foto mit den vielen Gästen wirbt die Stadt auf ihrer Webseite. In der Realität ist der Blick auf diese Stelle des Marktes nur trostlos. Die Homberger Wirklichkeit: Viel Show soll über die trostlose Wirklichkeit hinwegtäuschen. Nicht nur am Marktplatz, auch über die finanzielle Situation der hochverschuldeten Stadt.  Besonders bedrückend ist das gemeinsame […]

weiterlesen »


Kiosk am Schwimmbad zu verpachten – voraussichtlich

   Ein neues Eingangsgebäude soll am Schwimmbad entstehen und das vorherige, bereits abgerissene kleine Fachwerkgebäude ersetzen. Ab voraussichtlich Mitte August 2026 sollen die Räume für einen Kiosk im Schwimmbad fertiggestellt sein. Voraussichtlich noch rechtzeitig vor dem Ende der Badesaison Mitte September.      Also kurz vor dem Ende der Badesaison soll noch ein Kioskbetreiber für […]

weiterlesen »


Homberg im Städtevergleich hochverschuldet

weiterlesen »


Haushalt nur zum Teil genehmigt

    Der Haushaltsplan der Stadt für 2026 ist jetzt von der Kommunalaufsicht genehmigt worden – allerdings nur zu einem Teil. Die Stadt hat bisher die Bürger nicht darüber informiert. Das Schreiben des Landrats findet sich nur unter dem Tagesordnungspunkt 13  für die erste Stadtverordnetenversammlung in der neuen Periode:  Beitrittsbeschluss zur Genehmigungsverfügung der Haushaltssatzung 2026 […]

weiterlesen »


Druckansicht Druckansicht

Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA. Impressum Impressum