HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Vertragsbruch soll belohnt werden

Solaranlage Hülsa

Der Bebauungsplan der Hülsaer Solaranlage muss geändert werden. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde am 23. 3. nachgefragt, wie es dazu gekommen ist. Es stellt sich heraus, dass der Anlagenbetreiber falsche Angaben gemacht hatte. Die Grünpflanzungen, die als Ausgleich für die überbaute Fläche gesetzlich notwendig sind, hat er auf einem fremden Grundstück „nachgewiesen“, das ihm gar nicht gehört. Ob damit die Stadt getäuscht worden sei und der Anlass für die neue Planung der Bauherr zu verantworten habe, wollte Dirk Pfalz wissen, Bürgermeister Martin Wagner musste das zugeben. Neben der Täuschung in den Plänen ist damit auch der städtebauliche Vertrag des Erbauers mit der Stadt nicht erfüllt worden: Vertragsbruch also.

Für die SPD fragte Dirk Pfalz im Ausschuss, ob es Aufgabe der Stadt sei, dieses rechtswidrige Verhalten dadurch zu belohnen, dass man ein neues Planverfahren einleitet, das die Fehler nachträglich „heilt“.
Hätte dort jemand rechtswidrig eine Gartenhütte errichtet, er hätte sie wieder abbauen müssen.

Die Anlage ist von Anfang an umstritten gewesen, weil der Bauherr von Anfang an getäuscht hat.

1. Täuschung beim Grundstückskauf
Beim Grundstückskauf gab er an, er wolle das Grundstück als Weide für das Pferd seiner Tochter mit einen Weideunterstand für das Pferd. Nur unter dieser Voraussetzung hatte die Vorbesitzerin das Grundstück abgegeben. Wenn sie gewusst hätte, dass eine solche große Anlage dort gebaut werden sollte, hätte sie dem Verkauf niemals zugestimmt, berichtet ein Anlieger.

2. Bauen im Außenbereich
In den Plänen zur Änderung des Flächennutzungsplans gab der Bauherr an, die Fläche solle als Sondergebiet für Fotovoltaik ausgewiesen werden. Da es im Außenbereich liegt, wäre damit eine sogenannte Freiflächenanlage möglich geworden. Solarpanele, die auf der Fläche aufgeständert wären.
Tatsächlich waren bereits vor der Genehmigung der Planung massive Fundamente errichtet worden, die für ein Scheunengebäude vorgesehen waren. Das war der Hinweis, dass hier etwas anderes gebaut werden sollte, als das, was genehmigungsfähig war. Im Außenbereich darf kein Nicht-Landwirt Gebäude errichten.
Im Text des Bebauungsplans steht ausdrücklich, dass der Bauherr als Nicht-Landwirt im Außenbereich kein Recht hat ein Gebäude zu errichten. Die Stadt hat durch zweifelhafte Umdeutungen geholfen, dies zu umgehen, sie hat aktiv dazu beigetragen.

3. Betrugsverdacht
Es sollte aber im geschützten Außenbereich ein scheunengroßes Gebäude errichtet werden, um damit höhere Preise für den erzeugten Strom zu bekommen. Genau das hat der Gesetzgeber mit dem Erneuerbaren Energiegesetz nicht gewollt. Vorteile für die Nutzung vorhandener Dächer sollten begünstigt werden, nicht aber die Errichtung neuer Gebäude, noch dazu im Außenbereich. Die höheren Preise für den Strom zahlen alle Stromverbraucher, diese werden geschädigt, der Tatbestand des Betrugs ist damit gegeben.
In der Stadtverordnetenversammlung im September 2009 beantragte ich deshalb den Tagesordnungspunkt zur Planaufstellung abzusetzen. Die Parlamentsmehrheit setzte sich darüber hinweg. Die Stadtverwaltung wusste von der Unzulässigkeit, half aber diese zu umgehen.

4. Falsche Planvorlagen
In den Plänen war das Nachbargrundstück für die Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen, das dem Anlagenerbauer aber nicht gehört. Das verschwieg er. Erst nach der Plangenehmigung und während der Bauphase frug der Anlagenbauer den Besitzer des Grundstücks, ob er das Grundstück erwerben könne. Dazu war dieser nicht bereit. Die Auflagen zum Ausgleich konnten somit nicht umgesetzt werden, die Pflichten aus dem Bebauungsplan und aus dem städtebaulichen Vertrag nicht erfüllt werden.

In Hülsa kann man nicht verstehen, warum der ortsansässige Anlagenerbauer nicht eines der zahlreich vorhandenen Scheunendächer benutzt hat und stattdessen im Außenberiche in einer landschaftlich schönen Lage, dieses Gebäude errichtet, wo er jetzt auch noch Hühnerhaltung betreibt.
Verstehen kann man auch nicht, warum der Bürgermeister und die CDU/FDP Stadtverordneten einen Hülsaer Bürger auf zweifelhafte Weise begünstigt und die Verärgerung so vieler Anlieger der Anlage in Kauf nimmt.

Bürgermeister setzt auf die Macht der einen Mehrheitsstimme von CDU/FDP
Auf die Frage von Dirk Pfalz ging der Bürgermeister nicht mehr inhaltlich ein. Das würde am Freitag in der Stadtverordnetenversammlung entschieden, da könne er ja abstimmen. Außerdem sei das alles so mit dem Regierungspräsidenten abgesprochen. Der Bürgermeister hat keine Argumente mehr, er ist – wie schon in früheren Situationen nicht zum Gespräch bereit – er setzt allein auf Macht.

Angesichts eines solchen Verhaltens kommt die Frage auf: Welche Vorgänge oder gegenseitigen Verpflichtungen gibt es im Hintergrund? Ist das noch mit rechtsmäßiger Verwaltung vereinbar?
Erschreckend ist die durchgängige Bereitschaft der CDU/FDP Stadtverordneten, diese zweifelhaften Manöver mitzumachen und dem kein Einhalt zu gebieten.

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Homepage der Stadt: Erste Verbesserungen

BildNach langem Anmahnen gibt es jetzt mehr Informationen über die Stadt. So kann Homberg auf diesem Gebiet langsam Anschluss an das Niveau der umliegenden Städte erreichen. Wesentliche Punkte fehlen noch, hoffen wir, dass auch diese bald ins Netz gestellt werden.

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Mehr Windenergie ist möglich

Bild…wenn es nicht nur wieder eine Propagandameldung der CDU ist. Homberg hat bereits ein Gebiet für Windkraftanlagen rechtsverbindlich ausgewiesen. Wenn sie es wirklich ernst meinen, dann kann es los gehen. Auch ein Investor ist vorhanden.

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Fehlerhafter Bebauungsplan muss geändert werden

BildIn der Planung wurden die Ausgleichspflanzungen einfach auf einem fremden Grundstück eingezeichnet, dessen Eigentümer darüber weder informiert, noch seine Einwilligung eingeholt wurde. Ohne den Nachweis der Ausgleichspflanzungen ist die Planung nicht gültig.

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Logistikbranche: Fluch oder Segen für Homberg?

Bauschild STaRSchwalm-Eder-Kreis sei eine der besten Adressen für Logistiker, heißt es. Für die Logistik-Unternehmen mag das stimmen, sie finden hier billiges Bauland in einer zentralen Lage. Die Menschen in der Region können dem sicherlich nicht zustimmen, sie werden mit niedrigen Löhnen abgespeist, wie der Warnstreik im letzten Sommer und die Demonstration der Beschäftigten der Bettenwelt zeigte. Der starke Lkw-Verkehr ruiniert zusätzlich die Straßen und die Nerven der Anwohner.

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70 Vertreter der Wirtschaft – nachgezählt

70 VertreterLeider sind es nur maximal 30 Vertreter auf dem Foto.

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IHK-Stadtbericht zu Touristik und Einzelhandel

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IHK-Stadtbericht Homberg vorgestellt

Stadtbericht Homberg

Am Montag, den 1. März 2010 wurde im Rathaus die IHK-Studie zu Homberg vorgestellt. Sie umfasst 36 Seiten. Viel Neues scheint nach den Presseberichten nicht enthalten zu sein, vor allem nichts was nicht schon lange in der Stadt bekannt ist.
Beim ersten schnellen Durchsehen, fallen die deutliche Kritikpunkte zu Homberg auf

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Gewerbestandort – a7.de

Bild

Der Zweckverband Schwalm-Eder-Mitte, an dem neben Homberg, Schwarzenborn und Knüllwald beteiligt sind, will Gewerbe in Remsfeld ansiedeln. Aber was tut man dafür? Zumindest nicht einmal die Homepage aktuell halten.

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Keine Chance für den Einzelhandel

… wenn die Menschen zu wenig verdienen.
Zum Beispiel in Homberg die Leiharbeiter
bei
Bettenwelt bei 7,00 €.

Der Mindestlohn liegt in:
Frankreich bei 8,86 €
Belgien bei 8,41 €
Niederlande bei 8,58 €
Irland bei 8,65 €
Luxemburg bei 9,73 €

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Bettenwelt: nicht sehr kuschlig

Bild …in dem Homberger Zentrallager der »Bettenwelt«

Homberg gerät wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit.

Diesmal berichtet »Publik« über die Arbeitsverhältnisse in der Logistikbranche in Homberg.

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Spielhallen: Ein Zeichen des Niedergangs

Casino bei NachtEinerseits wird eine Beratungsstelle gegen Spielsucht betrieben,andererseits nehmen die Spielhallen zu. Hier hat auch die Stadt eine Verantwortung, sowohl die Politik wie auch die Geschäftsleute, denn die negativen Folgen treffen alle.

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Beispiel Wolfhagen

Hans Staden WolfhagenDas kleinere Wolfhagen zeigt, wie man sich profilieren kann, bei Hans Staden ebenso wie bei der Übernahme der Energieversorgung in die eigenen Hände, zum Vorteil der Bürger.

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