HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Meilenstein der wirtschaftlichen Entwicklung oder Phantomprojekte?

Meilenstein der wirtschaftlichen Entwicklung

Ein kleiner Überblick über die "Meilensteine der wirtschaftlichen Entwicklung'" von denen Bürgermeister Martin Wagner auf dem Neujahrsempfang sprach.

Altreifen-Pyrolyse
Von der Altreifen-Pyrolyse ist nichts mehr zu hören, die euphorische Beschreibung des Projektes auf der Homepage der Stadt ist gelöscht.

Algenzucht
Die Algenzucht wurde zuletzt am 6. Dezember 2013 in Homberg vorgestellt. Dr. Lorenzo von der Ökologische Projekte AG (ÖPAG) und Herr Pannach von egt-projekt informierten über ihr Algenzuchtprojekt. Auf die Frage nachBassum Algen realisierten Projekten nannten sie die Anlage in Bassum bei Bremen nicht, die im Sommer 2012 mit viel Vorschusslorbeer bedacht wurde. Damals sagte der Bürgermeister von Bassum Für uns ist das ein echter Glücksfall. Wir sind stolz darauf, dass Sie Bassum als Standort gewählt haben". 10 Mio. Euro sollten dort investiert werden. Auch die ÖPAG vermeldete das auf ihrer Homepage.

Was verschwiegen wurde
Was die beiden Firmenvertreter am 6. 12. 2013 in Homberg nicht sagten, konnte man schon einen Monat vorher, am 6.11.2013 in der Kreiszeitung von Bassum lesen:

„Hier entsteht Europas größte Indoor-Mikroalgen-Produktionsanlage auf 32.000 Quadratmetern“, verspricht ein Werbeschild seit nunmehr anderthalb Jahren im Ortsteil Wiebusch in Bassum. Bautätigkeit sieht allerdings anders aus.

15 Monate nach einem furiosen Auftakt entpuppt sich das Vorhaben als Luftnummer.

Von einem Investitionsvolumen von mehr als zehn Millionen Euro war die Rede. Eine Tonne getrocknete Meerespflanzen sollten produziert werden – pro Tag – für die Nahrungsergänzung.

Alles nur heiße Luft? Bei der ÖPAG in Berlin läuft nur der Anrufbeantworter. „Alle Leitungen sind belegt… wir rufen zurück“, heißt es. " Quelle

Bauleitplanung hält an beiden Projekten fest

Bürgermeister verfolgt die beiden Projekte weiterhin ernsthaft
In einer Stellungnahme schreibt Bürgermeister Martin Wagner zu der Bauleitplanung die Ostpreußenkaserne:

"Die Bezeichnung der vom Magistrat ins Gespräch gebrachten Projekte Altreifen-Pyrolyse und Algenzucht als "Phantomprojekte" wird als polemisch zurückgewiesen, beide Projekte werden weiterhin ernsthaft verfolgt."

Battle Tank Dismantling GmbH Koch
Herr Kothe von der Hessische Landgesellschaft (HLG) drängte im letzten Jahr zum Verkauf an die BTD, denn nur wenn der Verkauf bis Ende 2013 abgeschlossen ist, würden die Panzerverschrotter nach Homberg kommen. Das Jahr 2013 ist zu Ende gegangen ohne dass es die angekündigte Besichtigungsfahrt nach Nordthüringen gab. Auch ein Verkauf erfolgte nicht. Somit ist auch dieses Projekt nicht realisiert.

Wiederbelebung des Krankenhausareals
Wo sind die Meilensteine der wirtschaftlichen Entwicklung? Im Kasernengelände sind sie nicht zu finden. Aber schon kommt das nächste Phantomprojekt aus dem Hause Wagner + Gontermann: Die Wiederbelebung des Krankenhausareals. Der Bürgermeister schafft es nicht einen Sparhaushalt vorzulegen und hofft mit neuen Millionenprojekten davon abzulenken. Der Ausgang dieses Vorhabens wird genau so ein "Erfolg" werden wie die bisherigen "Meilensteine der wirtschaftlichen Entwicklung". Für Homberg sind diese Spielereien teuer, alle Bürger haben die Folgen letztlich zu tragen.

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Flächennutzungsplan prüfen – die Frist läuft ab.

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Die Entwürfe liegen noch bis Ende des Monats aus, bis dahin können Einwände eingebracht werden. Wenn der Plan verabschiedet ist, bindet er 15 bis 20 Jahre. Nur wer Einwände geltend macht, ist auch weiter als am Verfahren beteiligt. Deshalb jetz die Chance nutzen.

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Anfrage zur Algenzuchtanlage

Reinhard Fröde warb in der letzten Stadtverordnetenversammlung für Zustimmung zum Bebauungsplan in der Ostpreußenkaserne, dabei rechnete er vor, dass durch den Verkauf der ehemaligen Schießanlage für die Algenzucht 200.000 Euro herein kämen. Aus diesem aktuellen Anlass soll der Magistrat die folgende Anfrage in der nächsten Stadtverordnetenversammlung, am 30.1. 2013 beantworten.

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200.000 Euro für die Schießanlage für Algenzucht

Algen in SchießanlageAlgenzucht mit 12 bis 15 % Rendite, schreibt Architekt Gontermann.

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