Am Eingang der Stadthalle zur der Veranstaltung "Innenstadt-Vitalisierung – Planung im Dialog mit dem Bürger" am 13. März mussten sich die Bürger mit Fotos und Tonaufnahmen einverstanden erklären. Die mussten das informationelle Selbstbestimmungsrecht aufgeben oder draußen bleiben.
Die Stadtverordneten haben sich mehrheitlich gegen Tonaufnahmen für die Protokollführung in der Stadtverordnetenversammlung gesperrt – vom Bürger wird erwartet, dass er es hinnimmt, ansonsten kann er am "Dialog" nicht teilnehmen.
Dialog nach dem Homberger Modell?
Eine Stunde mussten sich die Bürger gedulden bis sie fragen konnten.
Eine Struktur der Diskussion gab es von Seiten der Moderation durch Bürgermeister Martin Wagner nicht, folglich sprangen die Beiträge von Thema zu Thema.
Ein Dialog mit den Verantwortlichen der Stadt kam nicht zustande. Der Bürgermeister führte Rednerliste, Architekt Gontermann zog sich zurück und der Stadtmarketingmanager, der sich früher über Öffentlichkeitsarbeit ausließ, blieb gleich unter den Bürgern im Saal. Von Dialog konnte somit keine Rede sein. Von der Stadt war kein Dialogpartner vorhanden. Die Bürger konnten nur von den Podiumsteilnehmern eine Antwort erwarten. Die Homberger Akteure standen für den Dialog nicht bereit. Das ist also "Planung im Dialog mit den Bürgern" nach Homberger Art.
Zähe Antwort
Vor einem Jahr wurde das Projekt Marktplatz Ost von den Akteuren im Rathaus als "Homberger Modell" herausgestellt und den Bürgern erzählt, dass bereits ein großer Teil des Gebietes der Stadt gehöre. Bei den Hombergern ist die Zahl von 35 Häusern in Erinnerung. Frau Beutelhoff fragte deshalb, wie viele Häuser die Stadt oder die Hessische Landgesellschaft (HLG) gekauft habe. Es gab erst einmal keine Antwort. "Lauter" kam ein Zwischenruf aus dem Publikum. Der Bürgermeister schwieg. Erst als der Leiter des Bauamtes ihm einen Zettel brachte, sagte der Bürgermeister : "Zwei, die Engelapothek und das alte Amtsgericht". Dabei gehört das alte Amtsgericht nicht zu dem Planungsbereich Marktplatz Ost. Dies war ein eindrückliches Erlebnis für die Bürger, was im Rathaus unter Dialog verstanden wurde.
Einzelhandel und Parkplätze
Da es vorab keine neuen Aspekte von Seiten der städtischen Planer für die Veranstaltung gab, bewegte sich ein Teil der Diskussion in den altbekannten Bahnen. Mehr Parkplätze würden mehr Umsatz im Einzelhandel bringen und damit wäre die Innenstadt belebt. Diese Diskussion ist schon 40 Jahre alt, trotz neuer Parkplätze ist der Ruf nach weitern Parkplätzen nicht verstummt.
Den Bürgern, die über zu wenige Parkplätze klagten, hielt Dipl.-Ing. Hennicken entgegen, dass auch im Kassel DEZ bis zu 400 Meter zwischen Parkplatz und Laden liegen können. Bei einem Weg von 400 Meter ist man in Homberg einmal durch die Altstadt gelaufen.
Als der Stadtverordnete Althaus (CDU) den Poller beklagte, der Ende März wieder die Durchfahrt über den Markt versperren würde, wurde es laut im Saal. Laute Rufe und Trillerpfeifen waren zu hören. Unklar war, ob diese Unmutsäußerungen dem Käufer der billigen Grundstücke im Kasernengelände galten oder der Tatsache, dass es ja sein Parteifreund Wagner war, der den Poller ohne Abstimmung gekauft und eingebaut hat.
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Von Delf Schnappauf am 21.03.2014 um 10:06 Uhr
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Homberg glänzt mit Aktionismus. Immer neue Projekte, die mit viel Tam tam verkündet werden und dann einschlafen.
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Von Delf Schnappauf
am 21.03.2014 um 09:46 Uhr
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Je höher die Schulden, desto mehr verlangt der Bürgermeister nach Fördermitteln.
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Von Delf Schnappauf
am 20.03.2014 um 10:58 Uhr
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Der Bürgermeister versprach „in den nächsten Tagen“ alles zur Zufriedenheit zu lösen.
Ein Monat später ist nichts davon getan.
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Von Delf Schnappauf
am 20.03.2014 um 10:09 Uhr
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In der Einladung zur Stadtverordnetenversammlung am 27. März 2014, 19:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Sondheim befinden sich zwei Unterschriften. Vom Stadtverordnetenvorsteher Heinz Marx und auf einer anderen Seite der Tagesordnung von Bürgermeister Martin Wagner. Wer ist verantwortlich?
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Von Delf Schnappauf
am 20.03.2014 um 09:22 Uhr
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Kleines genutztes Gebäude im Ortsteil verkaufen.
Großes leerstehendes Gebäude in der Innenstadt kaufen.
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Von Delf Schnappauf
am 20.03.2014 um 08:29 Uhr
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Homberg finanziert hessenweit Werbung aus dem Förderprogramm zum Stadtumbau. Der Veranstaltungshinweis ist schon längst veraltet, trotzdem wird er weiterhin geschaltet.
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Von Delf Schnappauf
am 19.03.2014 um 09:14 Uhr
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Grund- und Gewerbesteuer steigen in Homberg.
Gebühren werden ebenfalls angehoben.
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Von Delf Schnappauf
am 18.03.2014 um 23:05 Uhr
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Die Tagesordnung umfasst 26 Punkte. 1. Widerspruch gegen das Stadtverordnetenprotokoll vom 30. Januar 2014 2. Widerspruch gegen Beschlüsse zur Ostpreußen- und Dörnbergkaserne der Stadtverordnetensitzung vom 12. Dezember 2013 3. Vorlage des 4. Berichts nach § 28 GemHVO und des 2. Berichts zum Schutzschirm 4. Einbringung der Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr 2014 mit Haushaltssicherungskonzept und Liquiditätsplanung […]
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Von Delf Schnappauf
am 18.03.2014 um 15:44 Uhr
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Deutlich kritisierte Prof. Großmann die von Gontermann vorgelegte Planung und verwies auf die architekonischen Besonderheiten, die den Wert der Stadt, die die Stadt attrakiv machen.
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Von Delf Schnappauf
am 17.03.2014 um 10:05 Uhr
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Am Marktplatz wird ein 400 Jahre altes Fachwerkhaus restauriert.
Ab 22. März kann die Baustelle und die Wanderausstellung „25 Jahre Restaurator im Handwerk“ besichtigt werden.
Vorträge am 27. März und 3. April.
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Von Delf Schnappauf
am 16.03.2014 um 12:42 Uhr
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Auf die lieblose knappe Vorstellung der Bauverwaltung über Homberg folgte höfliche aber klare Kritik von den Podiumsteilnehmern.
Zahlreiche Bürger wiesen auf die Mängel der bisherigen Planungsarbeit und den Umgang mit den Bürgern hin.
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Von Delf Schnappauf
am 16.03.2014 um 09:52 Uhr
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Viel Besucher würden den Bürgermeister erfreuen.
Darum scheint es in der Tat zu gehen.
Bürger als Kulisse für den Auftritt von Wagner und Gontermann.
Um später sagen zu können, die Bürger sind beteiligt gewesen.
Die Strategie ist zu durchsichtig.
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Von Delf Schnappauf
am 13.03.2014 um 07:57 Uhr
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