Auf dem Weg zur Schaffung einer Stadtmarketing-Organisation seit 2001
Der lange Marsch der CDU seit 2001, wo sie den Antrag auf ein Stadtmarketing gestellt hatte, bis endlich nach 8 Jahren ein erstes Konzept vom CDU-Bürgermeister in der Stadtverordnetenversammlung am 28. Mai 2009 vorgestellt wurde.
Bild: Titelseite des vorgelegten Konzeptes mit dem Zusatz: "Erarbeitet durch das Hauptamt, im Mai 2009"
Das Konzept besteht aus:
Allgemeine Erläuterungen zum Stadtmarketing die aus verschiedenen Quellen zusammengestellt worden sind, wie die unterschiedliche Textstruktur offenbart. Unter anderem aus Wikipedia und aus einer Veröffentlichung der Firma Egger und Partner GmbH.
Ab Seite 14 geht es unter der Überschrift "Ausgangsbetrachtungen" um Homberg.
Der sehr erfolgreiche Hessentag 2008 hat gezeigt, was eine Gemeinschaft leisten kann, wenn alle Akteure einer Stadt, miteinander ein Ziel verfolgen, darauf hin arbeiten und das Erarbeitete zusammen umsetzen.
Aus dieser Erfahrung folgern die Verfasser dieser Abhandlung, dass die beiden Fragen
– wie kann Homberg (Efze) im Wettbewerb mit anderen Städten und Gemeinden mithalten?
und
– welcher Visionen bedarf es, um mit guten Chancen das begonnene Jahrtausend für unsere Heimatstadt, erfolgreich werden zu lassen?
nur gemeinsam und mit einer starken Stadtmarketing-Organisation beantwortet werden können.
Die Akteure müssen ein Teil des Ganzen sein. Sie dürfen keine eigenen Interessen in den Vordergrund stellen, sondern müssen altruistisch (Selbstlosigkeit im Denken und Handeln) denken und handeln.
Im mündlichen Vortrag erläuterte Bürgermeister Wagner, dass er und der Hauptamtsleiter dieses Konzept erarbeitet haben. Wenn also von "wir" gesprochen wird, dann sind die beiden Verfasser gemeint.
Nach ein paar weiteren allgemeinen Sätzen, in der es um die Beiteiligung der Politik und um den notwendigen langen Atem geht, wird es noch einmal konkret auf Homberg bezogen:
"Da in Homberg (Efze) jedoch bereits seit vielen Jahren Privatpersonen, private Arbeitsgruppen, Behörden, Institutionen u. ä. im Interesse der Stadtentwicklung tätig sind, gehen wir davon aus, dass man über die Anlaufphase zum gemeinsamen Stadtmarketing hinaus ist.
Üblicherweise beginnen solche Prozesse mit einer Auftaktveranstaltung in der Stadthalle.
Unter Beteiligung der Bevölkerung, vieler gesellschaftlich relevanter Kräfte aus Handel, Wirtschaft, freien Berufen, Kirchen, Vereinen, Verbänden, Politik und Verwaltung, versucht man die Stärken und Schwächen einer Stadt zu analysieren,
Dies geschieht häufig unter der Moderation eines / einer externen Fachmannes / Fachfrau der Industrie- und Handelskammer.
Daran anschließend bilden sich "Runde Tische", Lenkungs-, Strategie- und Arbeitsgruppen, die Themenschwerpunkte, das sogenannte Leitbild, einer Stadt erarbeiten.
Danach wird nach einer geeigneten Organisationsform, deren möglicher Finanzierung, den Aufbau und den Umsetzungsalternativen gesucht.
Wir glauben, dass Homberg (Efze) bereits einen Schritt weiter ist, und ein jahrelanger Diskussionsprozess zum Thema hinter uns liegt.
Es wird deshalb vorgeschlagen, eine geeignete Stadtmarketing-Organisation aufzubauen und die darin Mitwirkenden sukzessive Aufgabengebiete erarbeiten und festlegen zu lassen.
Gedanken zur Organisationsform haben wir uns selbstverständlich auch gemacht."
Es folgen Darstellungen zu möglichen rechtlichen Organisationsformen und zur Finanzierung.
Konkret auf Homberg bezogen heißt es dann:
Die Einrichtung und die Arbeit eines e.V. als Stadtmarketing-Organisation in Homberg (Efze) veranschlagen wir mit etwa 100.000,00 bis 120.000,00 € pro Jahr.
Darin enthalten sind ein(ne) Geschäftsführer(in), ein(e) weitere(r) Mitarbeiter(in), Büro- und Veranstaltungskosten, sowie der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tourismusbüros in Knüllwald und Homberg (Efze).
Es folgt eine längere Liste unter der Überschrift "Möglichkeiten der Finanzierung unserer Organisation" mit 16 Hauptpunkten.
Anschließend eine Liste: "Welche Aufgaben könnte der neue Stadtmarketing-Verein übernehmen?" Mit 13 Punkten, die alle sehr allgemein gehalten sind.
Unter der Überschrift "Wie könnte der eingetragene Verein geführt werden?" folgt eine Skizze mit einem Fünf-Personen-Vorstand. Unter anderen wird noch einmal ein konkreter Bezug zu Homberg hergestellt, in dem es heißt:
"Die Veranstaltung am 09. Februar 2009 in der Stadthalle hat gezeigt, dass in der Bevölkerung ein hohes Interesse an der Mitarbeit in solchen Beiräten/Arbeitsgruppen besteht. Dieses Potenzial wollen wir nutzen."
Im Weiteren wird auf den beigefügten Satzungsentwurf für einen Verein verwiesen.
Noch einmal in fetter Schrift:
"Abschließend erlauben sich die Verfasser dieser, wahrscheinlich nicht vollständig professionellen, aber gut gemeinten und fast kostenlosen Ausarbeitung, einen kleinen Ausblick in die Zukunft."
Auf diesen Ausblick wird hier verzichtet.
Die beigefügten Entwürfe für die Satzung und die Beitragsordnung des Vereins sind durch die notwendigen gesetzlichen Regelungen geprägt.
Bemerkenswert ist der Vorstand (§26 BGB), Absatz 2, wo es heißt:
"Der Bürgermeister der Kreisstadt Homberg (Efze) mit der Funktion des ersten stellvertretenden Vorsitzenden und zwei weiteren von der Stadtverordnetenversammlung der Stadt zu wählenden Vertretern mit der Funktion von Beisitzern sind geborene Mitglieder des Vorstandes."
"Geborene Mitglieder" heißt, sie gehören automatisch zum Vorstand und sind nicht von Wahlen abhängig.
Soweit zum Inhalt des vorgestellten Konzeptes.
Eine Kommentierung erfolgt in weiteren separaten Beiträgen.
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{rekonstruierter Beitrag}
… oder gut Ding will Weile haben.
Die meisten Wahlberechtigten entschieden sich für die Partei der „Nichtwähler“.
Ein Stadtverordneter steht nicht im Dienst des Bürgermeisters, auch wenn es zuweilen in Homberg diesen Anschein hat. Wo liegen die Grenzen für die Erstattungspflicht der Reisekosten? Wo fängt Einflussnahme an? Wie sieht es mit der Neutalitätspflicht im Amt aus?
Auf dem Mühlhäuser Feld ist ein neuer großer Spielplatz im Bau.
Magistrat hat keine weiteren Pläne für die Nutzung des Alten Amtsgerichts. Es war für 3 Jahre gemietet worden, dafür musste eine eingestürzte Mauer neu gebaut werden und die Unterhaltskosten bezahlt werden. Der Vertrag endet 2010.
Statt gleich zu sagen: Die gewünschten Verkehrsschilder sind heute aufgestellt worden, ließ der Bürgermeister erst eine Debatte aufkommen, die längst hinfällig geworden war.
Der Marktplatz ist noch nicht abgerechnet, es werden noch Bänke und Blumenkübel gekauft. Die Jahresrate für die Rückzahlung ist statt 470.000 auf 800.000 Euro im Haushalt 2009 ausgewiesen.
Wie lange wird dieses Haus noch stehen?