HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Stirbt die Innenstadt aus? hr-Aufzeichnung 8. Mai


"Dabei wird es auch darum gehen, aufzuzeigen, welche Perspektiven und Aktionen Homberg macht, um die Innenstadt nachhaltig zu beleben. (di) "

Quelle

 

So informiert die Stadt auf der Homepage über die hr-Aufzeichung am 8. Mai auf dem Marktplatz und erweitert das Thema zugleich zu einer Eigenwerbung.


Was wird die Stadt aufzeigen, was zur Belebung der Innenstadt getan wurde?

 

In 15 Jahren vier Entwürfe für ein Einkaufszentrum – drei in der Altstadt, eines vor der Altstadt. 15 Jahre ist kein Einkaufszentrum und keine Belebung der Innenstadt gelungen. Doch es wird weiter daran festgehalten.

2012 sollte das Ärztehaus zur Belebung der Stadt beitragen. Bisher sind die Kosten für den Um- und Anbau auf ca. 5 Mio. Euro gestiegen. Selbst die für den Bau nachzuweisender Parkplätze hat es nicht gegeben. Zu einer Belebung der Altstadt hat es nicht beigetragen. Zahlreiche Dialysepatienten werden mit dem Krankenwagen liegend oder sitzend zum Ärztehaus gebracht. Wie sollen sie zur Belebung der Altstadt beitragen?

2014 wollte der neu gewählte Bürgermeister mit Büros für die Agentur für Arbeit am Busbahnhof die Innenstadt beleben. Dafür verschenkte er das Gebäude an ein Privatunternehmen, obwohl die Stadt hochverschuldet ist. Offensichtlich hat auch diese Maßnahme nichts zur Belebung beigetragen.

2014 kaufte die Stadt die historischen Schirnen am Marktplatz für rund 50.000 Euro – einschließlich eines Wasserschadens von 2008. Das Objekt wurde 2017 für 10.000 Euro wieder verkauft. Verlust 40.000 Euro.

2017 sollte ein Kindergarten in der Scheune der ehemaligen historischen Landesfeindschen Hofanlage in der Altstadt zur Belebung beitragen. Die Mütter sollen die Innenstadt beleben, nachdem sie die Kinder in die Kita gebracht haben.

Die Stadtbücherei am Marktplatz wurde geschlossen und in eine Schule am Stadtrand verlegt. Kein Beitrag zur Belebung der Innenstadt.

Die mit öffentlichen Mitteln geförderten Ferienwohnungen in den kleinen Häusern in der Pfarrstraße sind seit Jahren halb fertig und sollten schon ab 2013 vermietet werden.


Kein Anlass wurde ausgelassen, um ihn als Beitrag zur Belebung der Innenstadt zu deklarieren: Touristen,  Konfirmanden, Interessenten an der Reformation, Eventbesucher.
 

In all den Jahren ist die Zahl der leer stehenden Ladengeschäfte immer größer geworden.
 

Hoffnung erwecken allein die mutigen privaten Initiativen. Häuser werden saniert und bezahlbare Wohnungen entstehen.

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