Ablauf eines Rückzugs: Dokumentation /13
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Freitag, 11. Juli 2008, 12:57;
Firma Beisheim schickt ein zweiseitiges Fax an die Stadt Homberg, zu Händen Herrn Bürgermeister Wagner:
„Sehr geehrter Herr Wagner,
aufgrund der Denunziationen und Drohungen im Zusammenhang mit den geplanten Basaltsteinbruch in Dickershausen geben wir den mit Ihnen am 30. 10. 2007 geschlossenen Pachtvertrag lastenfrei für die Stadt Homberg auf. Wir bedauern diesen Schritt sehr, bedanken uns bei der Stadt Homberg für die gute Zusammenarbeit und bitten darum von weiteren Rückfragen Abstand zu nehmen.
Für die gegen unsere Firma ausgesprochenen Drohungen und Denunziation behalten wir uns rechtliche Schritte vor.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Beisheim GmbH & Co. KG
Marcus Weber“[Seite 2 des Faxes ist nicht mit der Presseerklärung mitgeschickt worden.]
Freitag 11. Juli 2008, ohne Uhrzeit;
Pressemitteilung der Stadt Homberg, Auskunft erteilt Bürgermeister Martin Wagner.
Presseerklärung
Die Firma Beisheim aus Bebra hat den Pachtvertrag für den geplanten Basaltbruch in Homberg-Dickershausen gekündigt.
Eine Begründung könnten Sie aus dem beigefügten Schreiben der Firma Beisheim entnehmen.
„Ich bedauere es sehr, dass die Firma Beisheim, die ich als ein gut und familiär geführtes mittelständiges Unternehmen kennen gelernt habe, ihr Vorhaben nicht weiter verfolgt“, so Bürgermeister Martin Wagner.
Martin Wagner
Bürgermeister
Samstag 12. Juli 2008, nach ca. 16:00 Uhr,
HNA-online mit der Überschrift: „Drohung: Firma gibt auf“
Drohungen: Firma gibt auf
Bebraer Firma Beisheim erklärt ihren RückzugDickershausen. Der heftige Streit um den geplanten Steinbruch bei Dickershausen hat eine neue, spekatakuläre Wendung genommen. Die Bebraer Firma Beisheim, die am Schellenberg Basalt abbauen wollte, erklärte am Wochenende ihren Rückzug. Es soll im Zusammenhang mit dem geplanten Steinbruch Denunziationen und Drohungen gegeben haben.» Mehr |
Samstag 12. Juli 2008, 17:46;
Email an die Fraktionsvorsitzenden der in der Stadtverordnetensitzung vertretenen Parteien.
Betreff: Geplanter Basaltbruch Dickershausen
Sehr geehrte Herren,
im Auftrag von Herrn Bürgermeister Martin Wagner anbei die Presseerklärung zum geplanten Basaltbruch Dickershausen mit Schreiben der Firma Beisheim, die heute an die Redaktionen versandt wurde.
Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Im Auftrag
[Mitarbeiterin der Stadtverwaltung]
Mit bis zu 60.000 Euro pro Jahr versucht der Bürgermeister für den Abbau zu werben.
Mit McJob hat man auch in Homberg nicht genug Geld in der Tassche, um den Einzelhandel zu stärken. Da helfen auch keine Jubelmeldungen über sinkende Arbeitslosenzahlen. Sie sind Augenwischerei.
Für die kommunalaufsichtliche Prüfung der Vorgänge um die Planungskosten stellte der Magistrat Behauptungen auf, die sich als nicht stichhaltig erwiesen. Wer wird auf den Kosten sitzen bleiben der Bürgermeister oder die Bürger als Steuerzahler?
Hombergs pro Kopf-Schulden liegen höher als alle anderen Vergleichsgrößen in Hessen.
Eine Erneuerung der Brücke in Holz statt in Stahl, wie sie die Mehrheitsfraktion beschlossen hat, hätte neben den Kosten auch aktiv das Klima durch CO2 Verminderung entlastet.
Poller am Besenmarkt
“ Investitionsstau“ ein politischer Kampfbegriff, um die Verschuldungspolitik des Bürgermeisters zu kaschieren. Ein Begriff, der einer sachlichen Prüfung nicht standhält.
Frankfurter Rundschau blickt kritisch auf die Hessentagsstadt.
CDU und FDP haben Überziehungskredit der Stadt = Kassenkredit von 5 Mill. auf 10 Mill. Euro erhöht In welchem Umfang der Rahmen ausgeschöpft wird, entscheidet nur der Bürgermeister.