Umsonst gebaut: Wer trägt die Verantwortung und die Kosten?
Bürgermeisters Dr. Ritz beauftragte einen Statiker, die Bodenplatte für den geplanten Anbau an das Burgbergrestaurant zu prüfen: Der Statiker bestätigte: Auf der bisher gebauten Bodenplatte ohne sichere Gründung kann der Anbau an die Burgberggaststätte nicht errichtet werden.
Die bisherige Baumaßnahme war unsinnig, sie wurde trotz Warnung durchgeführt. Das Geld ist jetzt erst einmal verloren.
Pfusch mit Vorsatz
Damit hat sich erneut der Planungspfusch bestätigt, den der Architekt im Bauamt zu verantworten hat.
Der von Gontermann beauftragte Statiker, der die ursprüngliche Berechnung vorgenommen hatte, ist zur Verantwortung zu ziehen. Er hat eine elementare Angaben in seiner Statik ausgelassen, Die standardmäßige Angabe zur Tragfähigkeit des Bodens fehlt. Das ist kein Fehler, hier kann von Vorsatz ausgegangen werden.
Und wie reagierten die Stadtverordneten auf die Warnung?
Bauunternehmer Reinhard Fröde (CDU):
"Bei normalen Verhältnissen könne man 500 Tonnen auf die Bodenplatte stellen, man beanspruche aber nur 40 Tonne und gehe somit auf fünffache Sicherheit, sagte Reinhard Fröde (CDU). Er wisse nicht, woher die Angst komme, die bezüglich des Anbaus geschürt werde." (HNA 18.10.2014)
Klaus Bölling (Bündnis90/Die Grünen):
„Wir sind keine Architekten und keine Bauverwaltung“, sagte Klaus Bölling (Grüne). „Wir gehen davon aus, dass wir den Fachleuten vertrauen können und dass sie ihre Arbeit richtig machen. Wir können doch nicht in jede Baugrube gucken.“ (HNA 18.10.2014)
Angesichts der Verschuldung der Stadt muss die Verwaltung den Schadenersatz einfordern und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.
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Behinderung des Bürgerbegehrens war ein politischer Fehler.
Umfangreich Tischvorlagen kann niemand bei Sitzungbeginn lesen. Sollen sie vielleicht auch nicht, denn sonst würden unliebsame Entdeckungen gemacht, wie hier.
Sachliche Kritik wehrt der städtische Angestellte mit Beleidigungen und Diffamierungen ab.
Aus der Burgmauer ist bereits am Freitag ein großes Mauerstück ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Die Zufahrt zum Parkplatz ist gesperrt. Gaststätte ist weiterhin geöffnet.
Wie gehabt. Zeitdruck aufbauen, Zustimmung erzwingen.
Die Alternative zur städtischen Planung:
Nachdem die Büroräume im ehemaligen Amtsgericht für viel Geld unzweckmäßig umgebaut und bis heute noch nicht endgültig fertiggestellt sind, kommt das nächste Projekt auf den Tisch. Jetzt sollen Büroräume geschaffen werden, barrierefrei.
Kauf der Krone heißt Übenahme von Investitionskosten.
Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung