Für wen arbeitet der Bürgermeister?
Für Hombergs Bürger oder für fremde Kapitalanleger?
Bürgermeister Martin Wagner setzt sich intensiv dafür ein, auf den Freiflächen des ehemaligen Bundeswehrgeländes oberhalb des Bahndamms einen 18 ha großen Solarpark zu ermöglichen.
Freiflächenanlagen problematisch
Photovoltaikanlagen (PV-Anlage) sind eine sichere und lukrative Geldanlage, so wirbt die Branche. Auf Abraumhalden, alten Industrie-
brachen und Kiesgruben können ohne Schaden für das Land auch Freiflächenanlagen errichtet werden. Wagner will aber auf einer Vorrangfläche für Landwirtschaft – so steht es im Regionalplan – eine PV-Anlage ermöglichen. Dazu hat er einen Bebauungsplan in Auftrag gegeben.
Lukratives Geschäft für andere
PV-Anlagen werden von den Banken nahezu voll finanziert, den Banken reicht die Abtretung der Stromerträge als Sicherheit. Die Einspeisevergütung ist auf 20 Jahre garantiert. Wo sonst findet eine Geldanlage so gute und sichere Bedingungen. Kein Wunder, dass Investoren entsprechende Freiflächen suchen.
Warum macht Homberg zusammen mit der Kraftstrom-Bezugsgenossenschaft (KBG) nicht selbst dieses Geschäft? Es hätte den Vorteil, dass die Gewinne in Homberg und in der Region blieben und hier die Wertschöpfung fördern. Eine solche Konstruktion ist auch nach der aktuellen Hessischen Gemeindeordnung (HGO) möglich.
Alternative verschwiegen
Eine solche Alternative ist vom Bürgermeister nie ernsthaft in die Planung gebracht worden. Er setzt sich nur dafür ein, dass ein Investor auf diesen Flächen bauen können soll, dessen Gewinne dann aus der Region abfließen. Das ist das Gegenteil einer regionalen Wirtschaftsförderung. Von einem Bürgermeister, der von der Stadt mit monatlich über 6.000 Euro bezahlt wird, kann man erwarten, dass er sich für die Interessen der Stadt einsetzt und die Stadt nicht nur mit Pachteinnahmen abspeist. Gewerbesteuer würde auch die KBG zahlen. Welche Interessen verfolgt der Bürgemeister, wenn er solche Einnahmemöglichkeiten ausblendet und sich mit etwas Pacht zufrieden geben will?
Kommunales Energiekonzept
In einer der letzten Stadtverordnetenversammlungen ist der Magistrat parteiübergreifend beauftragt worden, ein kommunales Energiekonzept zu erstellen. Wieso wird das nicht vom Bürgermeister respektiert?
Sollten die Parteien der PV-Anlage eines fremden Investors zustimmen, würden sie sich gegen ihren eigenen Beschluss für ein kommunales Energiekonzept entscheiden, damit würden sie jegliche Glaubwürdigkeit verlieren.
Karte: Zum Vergrößern anklicken.
siehe auch Agentur für erneuerbare Energie:
Junge-stromproduzenten-verteidigen-das-eeg
siehe auch Berichte im Homberger Hingucker:
Solaranlagen gehören nicht in die Natur
Schafe sollen Investoren weichen
Ackerland zu Solarflächen: Das geht nicht!
Solaranlagen: Auf Kosten der Bürger
Freiflächensolaranlagen: Wenig Nutzen für die Region
Ackerland oder Solarpark
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Die Flächen, auf denen Bürgermeister Wagner das Planungsrecht für 40 ha Solar-Freiflächenanlagen schaffen will, erfüllen nicht die notwendigen Voraussetzungen.
Am 25. Februar 2012 war Tag der offenen Baustelle im ehemaligen Amtsgericht, das zum Ärztehaus umgebaut wurde.
Wichtige und richtige Impulse für die Homberger Innenstadt.
HNA gibt die Presseerklärung aus dem Rathaus als eigenen Beitrag aus. Die Fakten prüft sie nicht, die Arbeitsgruppe zu den Kasernen wird nicht befragt.
Vor einem Jahr hat die Staatsanwaltschaft Kassel Anklage gegen Bürgermeister Martin Wagner erhoben. Bis heute hat das Gericht nicht darüber entschieden. Die SPD fragte im Landtag nach. Die Antwort müsste in den nächsten Tagen kommen.
In der letzten Woche haben im Ärztehaus (ehemaliges Amtsgericht) die Bauarbeiten begonnen. Sichtbares Zeichen der Kran und der Klang der Presslufthämmer. Durch das Loch in der Kellerwand wird der Bauschutt nach außen gebracht und gleich für die Aufschüttung des Parkdecks eingesetzt.
Der Homberger Künstler Klaus Bölling nähert sich dem alten Gaswerk mit Aquarell und Gedicht an.