HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Stadtentwicklung in Homberg: Zwei Welten

Im Bauausschuss berichtete am Montag, den 4. November 2013 Prof. Alexander Eichenlaub von seinen Erfahrungen wie er in historischen Altstädten eine Entwicklung in Gang setzte, die von den Bürgern ausgeht und von ihnen getragen wird. Hierbei bezog er sich hauptsächlich auf Battenberg, wo er im Auftrag der Staatskanzlei modellhaft arbeitete.

"Wir werden als Bevölkerung, weniger, älter, bunter – und ärmer."
So sieht er die Entwicklung, auf die sich die Stadtplanung einstellen muss.
Dass wir ärmer werden, das fügt er persönlich den ansonsten schon oft gehörten Slogen an. Damit meint er, der Ausgabenpegel wird in den westdeutschen Städten sinken. Auch die Mieten, die Abgaben und Wirtschaftskraft sinkt in den Mittelstädten, um die es hier vor allem geht. Was an Mitteln weniger wird, kann durch bürgerschaftliches und privates Engagement ausgeglichen werden, wenn dafür die Voraussetzungen geschaffen werden.

Battenberg: Bürger gestalten ihre Stadt

Angesichts einer solchen Entwicklung setzt er auf die langfristig angelegte Zusammenarbeit der Bürger in der Stadt.

In Battenberg ist das gelungen. Erfolgsfaktoren waren:

.  Die Bürgerschaft bestimmten die Probleme und die Prioritäten.

.  Statt Großprojekten überschaubare Vorhaben, die in kurzer Zeit erfolgreich sein können.

.  Erfolgserlebnisse ermutigt zu weiteren Projekten, so entsteht ein nachhaltiger Prozess.

.  Verwaltung und Politik traten in den Hintergrund.

.  Umsetzung der Bürgerprojekte wurde finanziell abgesichert.

Altstadt als Wohnort der kurzen Wege braucht Freiräume, um heutigen Wohnbedürfnissen gerecht zu werden. Abbruch von untergeordneten Anbauten im Blockinnenbereich, um Freiraum zu den Wohnungen zu schaffen.

Aber auch Platzgestaltung im öffentlichen Straßenraum, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Prof. Eichenlaub präsentierte ein ganzen bunten Strauß von Anregungen, die in seinen Projekten von den Bürgern entwickelt wurden. Ein solches vergleichbares Entwicklungsprojekt auch in Homberg zu starten und zu begleiten wollte er nicht ausschliießen. Er verwies auf sein Alter von bald 70 Jahren, aber mit Kollegen aus der Universität wäre das möglich.
Ein solcher Prozess braucht aber Zeit sich entwickeln zu können, das kann nicht über das Knie gebrochen werden.

Homberg: Bürgern muss erklärt werden was gut für sie ist

Dieser Sicht steht in Homberg eine ganz anderes Verständnis gegenüber, dass in einem Beitrag von Dr. Dirk Richhardt, dem Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins, zum Ausdruck gebracht wurde:

.  "für eine offene, konfliktfreie und lösungsorientierte Diskussion zur Stadtentwicklung"

.  "Stadtplanung ist heute eine vielfach undankbare und auch tragische Aufgabe"

.  "Selbst gut gemeinte und sicherlich auch gut gemachte Gestaltungsentwürfe stoßen nicht selten auf Widerstand"

Jede Planung bringt Vorteile und Nachteile. Zwischen denen, die von den Vorteilen profitieren und denen, die Nachteile in Kauf nehmen sollen, gibt es naturgemäß immer Konflikte. Konflikfreie Stadtentwicklung wie sie Dr. Richhardt erhofft, sind unrealistisch. Nur wenn über die Konflikte offen gesprochen und ein Ausgleich und eine gerechte Lastenverteilung gesucht wird, kann Zustimmung zur Planung erreicht werden.

Wer das als "tragischer Aufgabe" und "Widerstand" erlebt, hat ein anderes Verständnis von Planungsleitbild. Das was wir in Homberg bisher erlebt haben: Verwaltung oder Planer entwickeln Großprojekte und die Bürger können sich diese Modelle ansehen. Da diese Planung von oben "gut gemeint" und "gut gemacht" ist, verbietet sich ein "Widerstand" dagegen. Deshalb soll auch 30.000 Euro für eine "strukturierte Öffentlichkeitsarbeit" eingesetzt werden.

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Gontermanns Seite

Markt 2001Gontermann erhält regelmäßig seine Seite in „Homberg aktuell“ zur Selbstdarstellung, andere Mitarbeiter im Rathaus erhalten einen Maulkorb.

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Investitionslücke wird größer, Infrastruktur verfällt

Nettoinvestionen sinkenDas kommunale Vermögen verfällt schneller als es erneuert wird.
Brücken und Straßen erfordern hohe Investionen in den nächsten Jahren.
Dabei ist schon jetzt Homberg hoch verschuldet.

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Prof. Eichenlaub zur Quartierentwicklung in Homberg

Prof. Alexander G. Eichenlaub von der Universiät Kassel wird am 4. November 2013, 18:00 Uhr im Bauausschuss Informationen und Anregungen zur Quartierentwicklung geben. Die Sitzung im Sitzungssaal des Rathauses ist öffentlich, Zuhörer sind eingeladen. Prof. Eichenlaub war als Hochschullehrer an der Universität Kassel tätig. Bereits zu seinem 60. Geburtstag wurde ihm zu Ehren ein Buch […]

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Gewerbeflächen: Angebot und Nachfrage

Flächenreserven

Trotz erheblicher Flächenreserven wird das Überangebot für Gewerbeflächen erweitert. Die Stadt verschuldet sich weiter. Die Vermarktungschancen sind gering, warnte bereits eine Studie aus dem Ministerium.

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Regionalplan wurde geändert, nicht der Bebauungsplan

RPlan DörnbergDie Parteien SPD, FWG und Grüne haben sich festgelegt. Ohne Rückabwicklung des Kaufvertrags Althaus/Hucke keine Beschlüsse zu den Bebauungsplänen.

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Lkw Parkplatz Remsfeld: Wohin fließt das Wasser?

Parkplatz mit ServiceIm gemeinsamen Gewerbegebiet Remsfeld (Homberg mit 30 Prozent beteiligt) befindet sich auf dem riesigen Parkplatz für 150 LkWs kein einziger Wassereinlauf. Alles Wasser fließt ins Gelände. Noch ist es nur Regenwasser. Welcher Cocktail fließt in die Felder, wenn dort Betrieb ist?

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Konzeptloser Umgang mit Fördermitteln

Im Bauausschusses sollen Fördermittel für die „Schirnen am Marktplatz“ und für das „Gasthaus Krone“ freigegeben werden.
Anfang September sollten damit noch ein „strukturiere Öffentlichkeitsarbeit“ für 30.000 Euro und
eine verformungsgerechte Vermessung des Quartiers Marktpplatz Ost für 70.000 Euro finanziert werden.
Die Stadt muss 30 Prozent selbst zahlen. Woher soll sie das Geld nehmen?

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Rechenbeispiel des Stadtverordeten Fröde (CDU)

40 cmAuf einen barrierefreien Zugang zur oberen Gehwegebene am Marktplatz muss weiter gewartet werden, trotz eines einstimmigen Auftrags an den Magistrat.
Auch das alte Gaswerk wird jetz barrierefrei. Der Aufzug kostet rund 50.000 Euro zusätzlich. Ein Velfaches mehr als die Rampe auf dem Marktplatz. Da geht es sofort.

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Nicht abgearbeitete Beschlüsse

WohnmobilplaltzUnliebsame Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung an den Magistrat werden verschoben und verschoben.

Beispiel der Beschluss eine barrierefreien Zugangs zur oberen Gehwegebene am Marktplatz.

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Besichtungsfahrt zur Algenproduktion und zur Panzerverschrottung fällt aus

Der Bürgermeister lud bereits im August die Mitglieder des Magistrats und die Stadtverordneten zu einer Besichtigung von Algenzucht und Panzerverschrottung ein. Am 27. September 2013 sollte die Fahrt stattfinden. Sie wurde ohne Gründe abgesagt und auf den 25. Oktober verschoben. Auch dieser Termin wurde wieder abgesagt. Aus dem Vorzimmer des Bürgermeisters wurden folgende Zeilen verschickt: […]

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Weiterer Bedeutungsverlust für Homberg

Wie die HNA meldet, wird der ärztliche Bereitsschaftsdienst eine Zentrale am Fritzlarer Krankenhaus einrichten, die auch für Homberg zuständig ist. Homberg hat das Amtsgericht verloren, das Krankenhaus steht leer und die Alten- und Krankenpflegestadion der Stadt wurde von Bürgermeister Martin Wagner ohne Grund geschlossen. Homberg rutscht immer mehr ab, wie der Bürgermeister schon 2009 richtig […]

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Städtebaulicher Denkmalschutz: Homberg ist weit zurück

Positionspapier DenkmalDas Positionspapier der Expertengruppe zeigt, wie weit die Gontermannpläne hinter dem aktuellen Stand der Diskussion zurück sind.

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