Wo ist der „breit angelegte Diskussionsprozess“ zum dem Text auf der Stele der Toleranz?
Gestern, am 26. März 2026 traf das E-mail des Antisemitismusbeauftragten aus der hessischen Staatskanzlei ein.
für Ihre Nachricht zur „Stele der Toleranz“ in Homberg (Efze) an Herrn Becker, zu der sie bereits korrespondiert haben, danke ich Ihnen in seinem Auftrag.
In dieser Angelegenheit darf ich auf die von der Stadt veröffentlichte Pressemitteilung verweisen. Darin wird ausgeführt, dass die textliche Gestaltung der „Stele der Toleranz“ in Homberg einen breit angelegten Diskussionsprozess ausgelöst hat, der insbesondere vor dem Hintergrund der entstandenen Irritationen als bedeutsam angesehen wird. Gegenstand dieses Diskurses sind sowohl die bisherige als auch die künftige inhaltliche Ausgestaltung der Stele. Darüber hinaus wird erörtert, in welcher Weise die von den Initiatoren verfolgte Botschaft der Toleranz im öffentlichen Raum verankert werden kann und welche Rolle der Stadt hierbei zukommt.
Der Austausch zwischen den politischen Gremien, den beteiligten Akteuren sowie weiteren Stakeholdern ist zwischenzeitlich weit fortgeschritten. Es ist beabsichtigt, innerhalb der kommenden Wochen einen Vorschlag für die zukünftige Ausgestaltung der Stele vorzulegen.
Für Ihr Engagement im Umgang mit Antisemitismus danke ich Ihnen.
Wo ist die Pressemitteilung der Stadt?
Wo ist der breit angelegte Diskussionsprozess,
der ausgelöst worden sei?
Wer ist in dem Diskussionsprozess beteiligt?
Auf der Webseite der Stadt sucht man in den Pressemitteilungen vergeblich nach der zitierten Aussage.
Der Diskussionsprozess wird sogar als "bedeutsam" angesehen.
Die Diskussion soll sogar schon weit fortgeschritten sein. Warum berichten die Stadt oder die HNA nicht darüber?
Innerhalb der kommenden Wochen soll ein Vorschlag vorgelegt werden.
Woher hat die Staatskanzlei diese aktuelle Information?
Am 15. Februar 2026 fasste der hessische Rundfunk mit einem Bericht nach, um zu sehen, was inzwischen mit dem Text auf der "Stele der Toleranz" geschehen ist. In diesem Zusammenhang hat der Sender auch bei der Stadt nachgefragt und erhielt einen Text, den sie in die Sendung einblendete.

Bildschirmfoto aus der Sendung vom 15. Februar 2026, des hr, mit dem Statement der Stadt Homberg
Bisher ist von dem behaupteten Diskussionsprozess in Homberg nichts zu bemerken.
Das Statement der Stadt ist ein Beispiel, wie Bürgermeister Dr. Nico Ritz versucht, sich mit falschen Informationen herauszureden.
Das ist nicht das erste Mal. In den über 5.500 Beträgen des Homberger Hinguckers gibt es eine Vielzahl von Ausreden des Bürgermeisters, die keiner sachlichen Prüfung standhielten.
So wird Vertrauen in das Amt des Bürgermeisters zerstört, das zerstört aber auch das Vertrauen in eine demokratische Kultur in der Stadt.
Die Politiker, die wie Dr. Ritz immer wieder Falschinformationen verbreiten und keine Verantwortung übernehmen, zerstören die Demokratie.
