13 Jahre „Belebung der Altstadt“
2003 Januar
Bürgermeister Wagner stellt auf dem Neujahrsempfang seine Pläne für ein Einkaufszentrum Marktplatz Ost vor. Bald ging es nur noch um 28 neue Parkplätze an der Holzhäuser Straße, die auch nicht gebaut werden konnten, weil beim Förderantrag gemogelt wurde. Allein für die Parkdeck-Planung wurde über 100.000 Euro ausgegeben.
2003 Dezember
Stadtverordneten geben "Zustimmung zum Verkauf von Grundstücken 'für den Bereich des Herkules-Marktes […] zur Erhöhung der baulichen Ausnutzbarkeit"
2004 April
Stadtverordnetenmehrheit fasst den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans im Bereich Herkules-Markt mit dem Ziel die Verkaufsfläche um 1.300 qm zu erweitern.
2007
Ein Factory Outlet Center in Remsfeld soll auch zur Belebung Hombergs beitragen. Der Regierungspräsident verhindert dieses Projekt. Die HNA schreibt am 5.2.2007: "Richtig miese Stimmung, Factory Outlet Center: Der Zweckverband beklagt massiven Gegenwind"
2009
Am 28. Mai 2009 beschlossen die Stadtverordneten ein Sondergebiet Einzelhandel in der Hersfelder Straße für Lidl. Es gab 33 Ja-Stimmen und vier Nein-Stimmen.
2011
Marktplatz Ost wurde erneu – diesmal mit einer großen Lösung – vorgestellt. In der Obertorstraße sollten mehrere Gebäude für ein Parkdeck abgerissen werden. Von dern sogenannten Investoren war schon bald nichts mehr zu hören.
Die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) bescheinigte der Stadt eine überdurchschnittliche Ausstattung mit Verkaufsflächen und empfahl wunschgemäß ein Einkaufszentrum mit 7.000 qm Verkaufsfläche.
2012/2013
Erneuter Planungsvorschlag für Marktplatz Ost, diesmal wurde es unter dem Namen "Markpassage" von der Stadtverwaltung vorgelegt. Für dieses Projekt gab es weder technische noch finanzielle Voraussetzungen.
2012
Die Stadtverordneten beschlossen ein Sondergebiet Fachmarktcenter auf der grünen Wiese an der Kasseler Straße, das zur Zeit bebaut wird.
2015
Auftaktveranstaltung für ein Einkaufszentrum auf dem Ulirch-Areal. Die vorgelegte Planung hat schwerwiegende Mängel. Wegen des nicht berücksichtigten Schulwegs zum benachbarten Gymnasium musste neu geplant werden.
Die GMA stellt weiterhin eine bereits vorhandene überdurchschnittliche Ausstattung mit Verkaufsflächen in Homberg fest. Argumentiert aber für ein Einkaufszentrum mit 7.000 qm Verkaufsfläche. Mit einem solchen Einkaufszentrum Drehscheibe soll den bestehenden Geschäften Umsatz weggenommen werden. Im Klartext. Die noch bestehenden kleinen Einzelhändler müssen schließen, das betrifft vor allem die letzten Ladengeschäfte in der Altstadt.
13 verlorene Jahre und kein Konzept für die Zukunft
Für die Altstadt ist bis heute kein Konzept erstellt worden, wie sie in Zukunft genutzt werden kann. Vorschläge ein solches Konzept erarbeiten zu lassen wurden von den Vertretern der Mehrheitsparteien abgelehnt.
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Bürgerinteressen haben kein Gewicht in Homberg.
Der Pläme für den Umbau der alten Scheune und den Anbau zwischen Salz- und Webergasse werden heute öffentlich im Ausschuss vorgestellt. Ab 18:30 Uhr im Rathaussaal im 1. obergeschoss. Zuhörer sind eingeladen.
Als Bürger kann man nicht darauf vertrauen, dass die Stadtverwaltung die Grünanlagen der Stadt schützt und sich rechtmäßig verhält.
Ein echter Waldkindergarten sieht anders aus, als dass was jetzt als Billigversion eines Kindergartens hinter der Stadtmauer gebaut wird.
Das geschönte Geschichtsbild der Reformationszeit und der Rolle Luthers bedarf der historischen Aufarbeitung.
Pressemitteilung der FWG zur Baustelle des Waldkindergartens