Burgberg: Notwendige Arbeiten bleiben liegen

Für eine kleine Erweiterung der Burgbergstuben im Wirtschaftsteil sind 240.000 Euro ausgegeben worden. Die Höhe des Betrags ist zwar nicht nachvollziehbar, wird aber so verbreitet. Dafür werden entsprechen Fördermittel in Höhe von 155.000 Euro erwartet. Jetzt sollen noch einmal 85.000 Euro ausgegeben werden, um den Hof "aufzupflastern". Die neu gebaute Behindertentoilette ist nur über zwei Stufen zu erreichen. Für 85.000 Euro soll "das Provisorium" beseitigt werden.
Das hat Folgen. Die bisherigen Türen zum Hof müssen unten abgesägt werden, sonst gehen sie nicht mehr auf. Die Haupteingangstür ist dann mit ca. 1,75 m zu niedrig.
Keine Pläne, Kostenberechnungen, Alternativen
Es wurden keine Pläne vorgelegt, keine Kostenaufstellung, keine Alternativen. Lediglich im Haushaltsplan wurden 85.000 Euro eingetragen. Wenn der Regierungspräsident den Haushalt genehmigt, will Bürgermeister Dr. Ritz loslegen. So sagte er es im Bauausschuss. Er glaubt, dann hätte er freie Hand. Dass er wirtschaftlich mit dem Geld umzugehen hat, scheint ihn nicht zu interessieren. Dass er als Bürgermeister auf die Einhaltung der Gesetze zu achten hat, scheint ihn nicht zu interessieren.
Notwendige Arbeiten bleiben liegen
Dabei gäbe es an der Burgbergstube noch einiges zu tun.
Zwischen Küche und Gastraum klagen die Beschäftigten über eine Stufe, wo eigentlich ein barrierefreier Übergang sein müsste – so die Arbeitsstättenverordnung. Der Vorschlag der Beschäftigten, statt der Stufe eine schräge Ebene zu bauen, wurde abgelehnt, das würde 2.000 Euro kosten.
Arbeitsstättenverordnung scheint nicht zu interessieren.
Außen hinter der Küche ist seit dem missglückten Anbauversuch (Kosten 15.000 Euro) immer noch eine ungesicherte Absturzkante. In den Plänen für die Erweiterung hat der Architekt dort korrekt ein Geländer eingezeichnet, als Absturzsicherheit. Bis heute fehlt die Sicherung.
Die Sicherheitsvorschriften der Bauordnung scheinen nicht zu interessieren.
Den Fenster an der Süd- und Westseite der Burgbergstube fehlt seit langem ein Anstrich. Ohne neuen Schutzanstrich vergammeln sie. In dem ehemals offenen Bereich der Burgbergstuben zieht es durch Fenster- und Balkenritzen. Da schafft auch die Elektroheizung kein Behagen. Der Wirt hat sich schon mit einer Gasgebläseheizung beholfen.
Substanzerhalt, also Erhalt der Werte der Stadt, scheint nicht zu interessieren.
All die notwendigen Arbeiten scheinen den Bürgermeister nicht zu interessieren. Mit Argumenten ist er nicht zu erreichen. Er will seine "Aufpflasterung", er will sie so schnell wie möglich. Er will nicht erst auf die Stadtverordneten warten. Sie haben ihn schließlich mit dem Haushaltsplan den Freibrief gegeben, jetzt will er loslegen.
Ein Bürgermeister führt ein öffentliches Amt aus, er hat sich gegenüber den Bürgern zu verantworten. Hat er pflichtgemäß gewirtschaftet?

Stadt ist über die Rechtslage uninformiert
Keine Sitzung ohne Tonaufzeichnung für das Protokoll,
Ein kleiner Luftentfeuchter soll den Schaden offensichtlich trocknen.
Auch ich hatte einen Traum, Dr. Klaus Lambrecht
Die „Visitenkarte“ des Projektentwicklers Schoofs, die er seit einem Jahr den Hombergern zurückgelassen hat.
