HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Asbestsanierung: „Sorgfältig gearbeitet“ – Sorgfältig gearbeitet?

GeoCheck Homepage

 

 

 

 

Die HNA veröffentlichte am 12. August 2010 ein Interview mit der Gutachterin Dr. Jacqueline Ebert von der Firma Geocheck aus Bad Emstal. Die Überschrift des Beitrags: "Asbest: Keine Faser in der Luft" Bis heute ist diese Interview weder korrigiert noch dementiert worden. Die Aussagen sind also als Beweisdokument zu werten.

Alles nach Vorschrift?

Die "zertifizierte Baubiologin" Dr. Jacqueline Ebert antwortet auf die Frage, ob "bei der Sanierung alles nach den Vorschriften abgelaufen ist?":

"Ich kann nur feststellen, dass sorgfältig gearbeitet wurde. Während der Ausführung war ich selbst nicht dabei."

Die Gutachterin bescheinigt eine Sorgfalt, obwohl sie eingesteht, dass sie selbst bei den Ausführungen der Asbestsanierung nicht dabei war.
Mit dieser Aussage will sie wohl ausdrücken, dass bei der Sanierung die Vorschriften eingehalten worden seien.

TRGS 519 Vorschriften mißachtet

Die maßgebliche Vorschrift ist die Technische Richtlinie Gefahrstoff 519 (TRGS 519).
Diese Vorschrift sei demnach sorgfältig bei der Asbestdachsanierung beachtet worden.

Weiter sagt Frau Dr. Ebert:

"Die Mieter waren informiert. Sie hätten ihre Bereiche mit Folien abdecken können. Von einer Totalabdeckung ist auch abgesehen worden, weil die Voruntersuchungen keine Asbestbelastung ergeben hatte."

Mit dieser Aussage zeigt die Baubiologin, dass sie die Vorschrift nicht kennt. Ausdrücklich heißt es in der TRGS 519:

(9) Bei Arbeiten an Außenwandbekleidungen aus Asbestzementprodukten sind geeignete Planen oder Folien zum Auffangen und Sammeln von etwa herabfallenden Bruchteilen auszulegen.

(10) Während der Arbeiten ist sicherzustellen, dass Bauwerksöffnungen von Räumen im unmittelbaren Arbeitsbereich geschlossen sind.

Ob bei einer Voruntersuchung Asbestfasern entdeckt worden sind oder nicht, hat keine Bedeutung für die notwendigen Schutzmaßnahmen bei Arbeiten mit Asbestprodukten.

Allein, dass es sich um die Demontage von Asbestzementprodukten handelt, macht es zwingend notwendig, Vorsorge zu treffen, damit die bei der Demontage frei werdenden Asbestfasern erstens aufgefangen werden und zweitens nicht in die das Bauwerk eindringen können.

Die Gutachterin weiß, dass entgegen der Vorschrift auf eine Totalabdeckung verzichtet wurde, damit wurde bei der Bauausführung wissentlich gegen die Vorschriften der TRGS 519 verstoßen.

Wenn die Gutachterin weiterhin sagt, die Mieter "hätten ihre Bereich mit Folien abdecken können." ist ihr bekannt, dass bei den Dacharbeiten Schmutz, aber vor allem auch Asbestfasern in die Räume eindringen konnten. Die Vorschrift zum Verschließen der Bauwerksöffnung wurde wissentlich missachtet.

Bereits diese beiden Punkte zeigen, dass die Gutachterin keine hinreichenden Kenntnise über die Vorschriften bei der Asbestsanierung verfügt.

Wer ist GeoCheck?

Die Homepage von GeoCheck besteht nur aus der Startseite mit der Adresse, Folgeseiten sind leer.
Allerdings findet sich im Seitenquellcode eine Tätigkeitsbeschreibung der Firma. Darin gibt es keinen Hinweis auf Erfahrungen mit Asbest.

Vorschriftsmäßige Asbestsanierung sieht so aus

Vorschriftsmäßige Asbestdachsanierung kann man in einem Film des WDR finden: "Asbest – ein Schadstoff kehrt zurück". (oder hier) Nach Vorspann und Titel sieht man Arbeiter mit entsprechender Schutzkleidung und P2-Atemmasken, Folienabdeckung der darunterliegenden Räume sowie eine sofortige Absaugung der Auflageflächen der Platten.

Vorschriftsmäßige Asbestdachsanierung

 

Arbeiter in Schutzkleidung, mit Atemmaske (P2) und Staubsauger

 

 

 

 

 

 

 

 

Abnehmen einer Wellasbestplatte. Links im Bild das Rohr des Staubsaugers.
Die darunterliegende Halle ist mit einer Folie abgesperrt, (rechts oben im Bild)

 

 

  

 

 

 

 

Nach dem Entfernen der Asbestplatte wird die Lagerfläche mit einem Staubsauger abgesaugt.

Druckansicht Druckansicht

Der Pfarrer und das achte Gebot

„Du sollst nicht falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten.“

Dieses Gebot hält der HNA-Mundart-Pfarrer Otto für kleinkarriert.

weiterlesen »


Gerichtsverhandlung am 15. September

BildDie Vorgänge um die Rückholung eines CDU-Abgeordneten im März 2009 werden am 15. September 2010, 13:00 Uhr vor dem Fritzlarer Amtsgericht verhandelt.

weiterlesen »


Viele Themen für die Stadtverordneten-Versammlung

In der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 26. August geht es unter anderem um:     Die Abwassergebühren, sie sollen gesplittet werden nach Schmutz- und nach Niederschlagswasser.     Soll die Bahntrasse der "Kanonenbahn" von Schwalmstadt über Homberg bis Malsfeld zum Radweg ausgebaut werden?     Wer soll in Zukunft das Netz für die Gasversorgung  in der Stadt […]

weiterlesen »


Kanalbauzahlen, die stutzig machen

Grabenbreite ZeichnungWo Rohrgräben von 0,90 m ausreichen, werden Straßendecken von 2,50 m wieder hergestellt. Wie paßt das zusammen?

weiterlesen »


Kanalbau: Wer erhält welchen Auftrag?

KanalbauStadt wollte Kanalbauauftrag an den CDU-Stadtverordneten Fröde vergeben obwohl ein anderer Anbieter ein günstigeres Angebot abgegeben hatte. Erst der Wiederspruch des Mitbewerbers beim Regierungspräsidenten stoppte diese rechtswidrige Vergabe.

weiterlesen »


Pensionsansprüche eines Bürgermeisters: Ein lange Belastung für die Stadt

„Warum Kommunalpolitiker trotz schwerer Verfehlungen an ihrem Stuhl kleben „REPORT MAINZ, 9.8.2010 | 5:56 min, Sendung ansehen hier.

weiterlesen »


Report-Beitrag über „Pattex-Bürgermeister“ ohne Homberg

Die Redaktion des Politmaganzins „Report“ wird in ihrem heutigen Beitrag den Teil über den Homberger Bürgermeister nicht senden. Die Hausjuristen des Senders hätte davon abgeraten, da noch ein Gerichtsverfahren aussteht.

weiterlesen »


Erinnerung an das Marktzentrum Ost

Anfahrt LaderampeDie große Überraschung 2003: Marktzentrum Ost. Der große Wurf!

Er funktionierte nur nicht, wie schon damals der Plan zeigt. Mittlerweile spricht niemand mehr davon, auch nicht vom Parkdeck. 100.000 Euro sind allein für die Planung des Parkdecks zum Fenster hinausgeschmissen worden.

weiterlesen »


Pattex-Bürgermeister …

Report Mainz online Ankündigung„Warum Kommunalpolitiker trotz schwerer Verfehlungen an ihrem Stuhl kleben.“
Montag, 9. August, 21:45 Uhr im Ersten.

weiterlesen »


Dicker abgelagerter Asbeststaub und die Luftmessung

LuftmessungAm 3. 8. 2010 wurde durch einen handgeschriebenen Zettel auf eine Luftmessung in Halle 3 der ehemaligen Dörnberg-Kasernen hingewiesen. Alle Hallen sind durch die Sanierung des Asbestdaches mit asbesthaltigen Staub belastet. Die Nutzer dieser Hallen sind nicht davor gewarnt worden, einige haben sogar die Hallen gefegt und erst recht den Asbeststaub aufgewirbelt gehabt. Warum wurde diese untaugliche Messung durchgeführt?

weiterlesen »


Weinfest: Erinnerung an den Hessentag

WeinfestErinnerungen an Momente eines weinseligen Sommerabends aber auch an eine langjährige finanzielle Durststrecke. Beides ist mit dem Hessentag verbunden.

Was andere Hessentagsstädte in einem halben Jahr leisteten, das hat Homberg nicht einmal in zwei Jahren geschafft: eine vollständige Schlussabrechung und eine ehrlich Aussage über die Kosten für jeden Bürger.

weiterlesen »


Wann liegt eine Asbestbelastung vor?

AsbestfaserWenn mehr als 100 Fasern/ m³ Luft vorhanden sind, ist von einer Asbestkontamination auszugehen.
Die allgemein vorhande Faserbelastung beträgt 1 Faser/m³ Luft.

Wird im Mikroskop Asbest festgestellt, liegt eine höher Konzentration als die allgemeingegenwärtige Belastung vor und es muss gehandelt werden.

Seit 18. Juni 2010 ist nichts zur Gefahrenabwehr unternommen worden.

weiterlesen »


Druckansicht Druckansicht

Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA. Impressum Impressum