HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Informationen über die Bilanz der Stadt 2012

Am 11. Juni geht es in der Stadtverordnetenversammlung auch um die
"Unterrichtung über wesentliche Ergebnisse des Jahresabschlusses für das Rechnungsjahr 2012"
Auf den 1,5 Seiten heißt es unter anderem:

"Das dritte wesentliche Ergebnis bezieht sich auf die Vermögensaufstellung (Bilanz). Hierzu sind der Vermögens- und Schuldenstand und das Eigenkapital der Kreisstadt Homberg (Efze) zum 31. 12. 2012 abgebildet."

Die Bilanzsumme habe sich um 5,2 Millionen Euro auf rund 108 Millionen Euro erhöht.

"Die Gründe dafür liegen größtenteils in der Erhöhung der Bilanzposition "Sachanlagevermögen" um rund 2 Millionen Euro, die sich vor allem aus dem Abwasserbereich ergeben."

Soweit ist das nachvollziehbar. Aus den Investitionen sind Sachwerte geworden.

Doch es geht weiter:

"… und der Bilanzpolisition "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" von 2,1 Millionen Euro, die in Verbindung mit der Bilanzposition "Eigenkapital" zu sehen ist."

Das habe ich nicht verstanden.

Durch "größtenteils" wird angegeben, dass damit der größte Teil der Summe bezeichnet ist.
Ich rechne aber: 2 Millionen plus 2,1 Millionen sind 4,1 Millionen Euro.
Zu 5,2 Millionen Euro gibt es eine nicht erklärte Differenz von 1,1 Millionen Euro, das ist kein kleiner Teil.

Die Erklärung geht weiter, wird aber mit nicht klarer.

"Das Eigenkapital weist deshalb weiterhin einen Betrag mit 0,00 € aus, da die Netto-Position nicht mehr zur Deckung der Fehlbeträge ausreicht und der Differenzbetrag der Fehlbeträge auf der Aktivseite unter der Bilanzposition "Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag" ausgewiesen ist."

Gibt es unter den Lesern Fachleute, die das so erklären können, das es auch fachfremde Menschen verstehen können?

"Die Verbindlichkeiten aus Kreditaufnahmen gegenüber Kreditinstituten sind von rund 57,6 Millionen Euro auf rund 63 Millionen Euro gestiegen, was insbesondere an der Neuaufnahme von Kassenkrediten liegt."

 

Im Haushaltsplan 2012 wurden Verbindlichkeiten von 51,647 Millionen Euro genannt. Die Kassenkredite wurden nicht mit eingerechnet.

Hinzu kommen die nur nachrichtlich genannten Anteiligen Schulden im Rahmen von Mitgliedschaften in Zweckverbänden von 6,940 Millionen Euro.

Zu den 63 Millionen Euro sind noch die 7 Millionen Euro hinzu zu rechnen. Bei 70 Millionen Euro ist allerdings auch noch nicht Schluss.

 

Verbindlichkeiten gegenüber HLG

Ein wesentliches Ergebnis fehlt im Jahresabschluss, dass nach dem Handelsgesetzbuch und den Regelungen der Doppik ausgewiesen werden muss.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Hessische Landgesellschaft (HLG). Solange diese Schulden nicht nachgewiesen werden, ist der Jahresabschluss unvollständig und dürfte von der Aufsichtsbehörde nicht akzeptiert werden.

Zum Vergleich: Die Erträge wurden mit 20,456 Millionen Euro im Ergebnishaushalt ausgewiesen. Der Schuldenstand lag damals bereit bei über drei Jahreserträge.

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