Rettet die Kanonenbahn
Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die Initiative ergriffen und zur Rettung der Kanonenbahn aufgerufen.
Seit Jahren schon geht der Blick wieder auf die stillgelegten Bahnstrecken, die wieder aktiviert werden könnten. Hessen war dabei sehr rückständig.
Seltsamerweise war es Hessen mobil, das eigentlich für die Straßen zuständig sind, das prüfte, wie weit stillgelegte Bahntrassen reaktivierbar sind.
Von 95 Strecken werden für 23 Strecken Chancen gesehen. Pro Bahn sieht 29 Strecken für geeignet an, um weitere Untersuchungen anzustellen.
Argumente für die Kanonenbahn zwischen Treysa und Malsfeld
# Die Teilstrecke Treysa-Homberg ist noch als Strecke für den Bahnverkehr vorgesehen, lediglich das Teilstück bis Malsfeld birgt einige Probleme, die lösbar sind.
# Homberg wird bald die letzte Kreisstadt in Hessen sein, die keinen Bahnanschluss hat.
# Die Region um Homberg ist neben dem Werra-Meisner-Kreis am stärksten durch Abwanderung bedroht, mit einer besseren Verkehrsanbindung könnte entgegengesteuert werden.
# Die Kriterien zur Beurteilung der Strecken hat sich gegenüber vor 20 Jahren geändert. Die Chancen stehen damit besser. In Mardorf-Biedenkopf setzt sich ein junger CDU-Politiker sogar dafür ein, eine Bahntrasse wieder zu aktivieren, trotz des Einkaufszentrums, das schon darauf gebaut worden ist.
Der Einladung des Fahrgastverbandes Pro Bahn folgten am 21.11.19 bereits 17 Interessierte, die dem Aufruf positiv zustimmten. Vorab hatte Pro Bahn schon die Landtagsabgeordneten informiert, die ebenfalls positiv eingestellt waren. In Homberg war es Otto Stiebeling der unermüdlich darauf hingearbeitet hat, die Kanonenbahn wieder zu aktivieren. Leider konnte er den Stimmungsumschwung nicht mehr erleben. Ihm ist es mit zu verdanken, dass die Teilstrecke Treysa-Homberg noch als Bahngelände erhalten wurde.
Pro Bahn wird Mitte Februar erneut einladen mit dem Ziel, eine Bürgerinitiative für die Kanonenbahn ins Leben zu rufen. Bis dahin sollen die Bürgermeister mit ins Boot geholt werden.
Als erster Schritt wäre eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Dafür liegen Gelder bereit. Der Landkreis muss nur aktiv werden.
Die Rettung der Kanonenbahn wäre ein großer Schritt, den CO2-Ausstoß im Verkehr zu reduzieren.
Der Hingucker hatte schon vor Jahren auf die Vorteile des Bahnverkehrs hingewiesen.
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