Möbelhaus BOSS schließt in Homberg
In Homberg schließt das Möbelhaus Boss, meldet die HNA. (25.Juli 2025).
2019 waren die 4.000 qm großen Verkaufsräume für 1,5 Millionen Euro modernisiert worden. Nach 6 Jahren schließt das Möbelhaus seine Filiale in Homberg. Nachmieter waren bisher nicht gefunden worden. Boss hat deutschlandweit ca. 100 Filialen, die weiter laufen, eben nur die in Homberg nicht.
Verkaufsflächen-Überangebot
Verkaufsflächen stehen nicht nur in der Innenstadt leer, auch im Einkaufszentrum Drehscheibe gibt es schon länger erste Ausfälle. Jetzt kommt noch Boss hinzu.
Darüber hinaus ist die Stadt aus eigenem Antrieb dem Wunsch des Investors Schneider gefolgt, und hat am Stadtrand in der Kasseler Straße, Ecke Nordumgehung eine große Fläche für eine Fachmarktzentrum planerisch auf eigene Kosten ausgewiesen, obwohl es dagegen schon früh Bedenken und Einwände gab.
Auf dem Gelände wird nur noch ein Baumarkt und eine kleines Telefongeschäft betrieben. Die Bäckerei hatte schon vor Jahren aufgegeben. Es ist kein Tierfuttermarkt, kein Getränkemarkt, kein Elektromarkt, keine Tankstelle und kein mongolisches Restaurant auf der hergerichteten Fläche entstanden. Das Gebäude für den Getränkemarkt ist gebaut, steht aber seitdem leer. Ein Leerstands-Neubau.
Stefan Gerlach (SPD) verteidigte den Plan gegen die Kritik, laut Protokoll 2016 sagte er:
Er möchte allen Investoren Chancen geben. Die Stadt könne über jeden Investor froh sein, da man schon länger keine attraktiven Einkaufsmöglichkeiten mehr besitze.
Das Projekt in der Nordumgehung sei eine klare Verbesserung des Angebots Hombergs, auch weil eine neue Gastronomie geplant ist. Die SPD werde der Änderung zustimmen.
Gerlach ist heute Mitglied des Magistrats.
Der Bürgermeister ließ entlang der Kasseler Straße die vorhandenen großen Bäume fällen, nachdem der Eigentümer der Flächen des Fachmarkt-Centers der Stadt eine Spende von 5.000 Euro für die Kindergärten hatte zukommen lassen. Der Bürgermeister schilderte die Baumfällung in drei verschiedenen Varianten, ein Aktenvermerk, der nach 6 Monaten geschrieben wurde, eine Version für die Kommunalaufsicht und eine andere Version für die Staatsanwaltschaft.
