HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Kommunen sind pleite – Homberg nicht?

Die Medien waren in den letzten Wochen voll von Berichten über die desaströse Finanzlage in den Kommunen. Hier nur einige Überschriften.

         Öffentliches Finanzierungsdefizit auf 96,9 Milliarden Euro gestiegen
Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009
Statistisches Bundeamt

         Gemeinden sind pleite: Es drohen Einschnitte
Finanznot wächst – Warnung vor immer höheren Gebühren
HNA 16. 12. 2009

         Einwohner zahlen Zeche
Die Defizite bei den Kommunen wachsen – Gebührenerhöhungen drohen
HNA 16. 12. 2009

         Wieder ein Deal zulasten der Kommunen?
Eine neue Verteilung der Mehrwertsteuer? Weniger beim Bund, mehr bei den Ländern.
Tagesspiegel

         Der Rotstift hat ein erstes Opfer
Bad Zwesten verzichtet auf Neujahrsempfang
HNA 9.1. 2010

         Kommunen in Finanznot
Höhere Gebühren helfen wenig
Hessischer Rundfunk 8.1.2010

Auch die Spitzenverbände der Städte und Gemeinden warnen eindringlich:

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund spricht von „dramatischen Einkommensverlusten“. „Deshalb machten die endlosen Debatten über Steuersenkungen auch keinen Sinn, da sie realitätsfern seien, «weil jeder weiß, dass die Einnahmen weiter einbrechen werden», wird Landsberg zitiert.“

Ein Deutschen Städtetag heißt es in einer Pressemitteilung:
“Kommunen droht der Kollaps, Finanzmisere der Kommunen beispiellos – Saldo stürzt um über 10 Milliarden Euro ab – laufende Ausgaben auf Pump finanziert“

Nur in Homberg ist die Welt nicht so düster, hier spricht man nur von einer „angespannten Haushaltslage“

Stimmt das wirklich?.

Natürlich nicht. Seit 2003 wurden jährlich die Schulden erhöht, das Rechnungsprüfungsamt verlangte Konzepte zum Schuldenabbau und gab sich mit Papieren zufrieden, die viel Luft enthielten. Trotz Mahnung wurde weiter auf Pump gewirtschaftet. Während vor Wagner die Verschuldung um 15-16 Mill. Euro pendelte, ist sie seitdem in 7 Jahren auf das über 3-fache angewachen auf rund 50 Mill. Euro.

In diesem Jahr kommen noch die Einnahmeneinbrüche bei der Gewerbesteuer und bei dem Anteil aus der Einkommenssteuer hinzu. Aus dem Topf des Finanzausgleichs wird es auch weniger geben, denn das Land kürzt auch da zu Lasten der Kommunen. Außerdem wird aus dem Topf auch der Zinsanteil für den städtischen Teil des Konjunkturprogramms bezahlt.

Angesichts solcher dramatischer Entwicklung heißt es aus dem Rathaus nur „angespannte Haushaltslage“. Ansätze zum Sparen sind nicht zu erkennen, weder im Großen noch im Kleinen. Da vor ein paar Monaten noch ein Haus gekauft, das die Stadt nicht benötigt, da werden Reisen nach England zur Partnerstadt gemacht, natürlich mit Ehefrau auf Kosten der Stadt. So wie Bad Zwesten hätte man auch in Homberg ein erstes Zeichen setzen können und auf die Selbstdarstellungsveranstaltung am Freitag, 15. 1., den „Neujahrsempfang“ verzichten können.

Wir werden alle noch böse Überraschungen erleben, wenn der Entwurf des Haushaltsplans vorgelegt wird.

Nachtrag
Die Ersten machen die Lichter aus: Die Kommunen und die Koalition
hr2-Kultur „Der Tag“ (Audio-Podcast, mp3, ca. 53 Minuten, ca. 25 MB)

"Es wird dunkel und kalt in Deutschland. Und das nicht wegen der Jahreszeit, sondern wegen der Löcher in den Kassen der Kommunen. Die werden von der schwarz-gelben Koalition in Berlin durch Steuergeschenke leer gemacht. Das wird Folgen haben, drohte der Deutsche Städtebund."

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Ein Loblied auf das Ehrenamt…

…stimmt der Bürgermeister auf der Homberger Homepage an. Was kümmert uns die "weltumspannende Wirtschaftskrise", wenn wir nur "positiv gestimmt" in die Zukunft blicken. Die große Zahl der ehrenamtlich tätigen Menschen in der Stadt "sind Anlass genug, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken", so der Tenor des Bürgermeisters. Merkwürdig, dass immer die das Loblied auf […]

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Eine prüfenswerter Idee

Steckdose

Stromversorgung durch kommunale Netzgesellschaft .Ob das ein realistisches Modell ist, kann erst gesagt werden, wenn alles durchdacht ist. Auf jeden Fall sollte der Vorschlag ernsthaft und gründlich geprüft werden, bevor ein neuer Konzessionsvertrag abgeschlossen wird, zumal es schon Erfahrungen in Gemeinden am Bodensee gibt.

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Freibrief zur Verschwendung

BingelbrückeDie „Bingelbrücke“ ist 2008 ohne Ausschreibung von der Stadt freihändig vergeben worden, obwohl es Wettbewerber gibt und bei der Höhe der Bausumme die Ausschreibung vorgeschrieben ist. Die öffentliche Verwaltung ist an die Verdingungsordnung für Bauwesen VOB gebunden.

Diese Vorschriften können offensichtlich bedenkenlos übertreten werden, denn Sanktionen sind kaum zu erwarten. Dies ist die Lehre aus der mehrmonatigen Recherche.
Fazit: Freibrief für Verschwendung

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„Schöne“ Bescherung im Krankenhaus

Erst kommt der Profit, erst danach die Bedürfnisse der Patienten und des Personals. Das ist Privatisierung, wie sie die Mehrheit der Kreispolitiker gewollt und beschlossen haben.

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Kommunalschulden-Beschleunigungsgesetz

Schwarzgelb rutschgefahrSchwarz-Gelb beschleunigt das Schuldenwachstum in den Kommunen.
Schwarz-Gelb in Bund und Land finden das richtig
Schwarz-Gelb in Homberg?

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Homberger Eisbahn fördert Weihnachtsgeschäft in Oberursel

BildEinst zur Unterstützung des Homberger Einzelhandels gekauft, fördert die Eisbahn jetzt das Weihnachtsgeschäft in Oberursel.
Oder war die Eisbahn 2007 nur zur Unterstützung der Bürgermeisterwahl beschafft worden?

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50.000 Euro Entschädigung für Ernteausfälle

HessentagsparkenHessentag 2008: Durch die Parkplätze auf den landwirtschaftlichen Flächen sind Folgeschäden und dadurch Ernteausfälle entstanden.

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3. Dezember Stadtverordneten-Versammlung

BildEs geht um
– die Einrichtung einer Stadtmarketingorganisation,
– den Nachtragshaushalt,
– den förmlichen Abschluss des
– Antrag und Anfrage zum Burgberg-Restaurant.

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Strafrechtliche Ermittlungen gegen den Bürgermeister

Wagner Anwalt will sich äußern…sind immer noch nicht abgeschlossen, obwohl die Staatsanwaltschaft schon hoffte, Anfang November zu einer Entscheidung zu kommen.
Offensichtlich spielt der Bürgermeister und die CDU auf Zeit und setzt auf Vergesslichkeit der Homberger.
Leider eine Strategie zu Lasten der Stadt.

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Wo soll gespart werden? Was darf teurer werden?

ein Lichtstrahl im HaushaltLeider kein Lichtstrahl. Im nächsten Jahr ist weniger Geld in der Stadtkasse.

Ihre Vorschläge?

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Parkleitsystem: peinlich

Bild

Seit über 6 Jahren geht mit dem Parkleitsystem nichts voran. Was jetzt produziert worden ist, ist hinsichtlich der Fehler und der langen Dauer nur peinlich.

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Parkleitsystem: eine unendliche Geschichte

Parkleitsystem 20032003, 2004, 2007, 2008, 2009 immer wieder ging es um das Parkleitsystem. Was jetzt errichtet wurde, ist so nicht beschlossen worden. Vor allem wird die Gestaltung kritisiert, die grob fehlerhaft ist. Wer zahlt den Schaden für das eigenmächtige Vorgehen?

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