Die fünf Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters stellen sich auf den Plakaten mit Slogans und in Versammlungen und Gesprächen mit Worten vor. Ohne auf die Vorstellungen und Versprechungen einzugehen, ist die Art aufschlussreich, wie der Wahlkampf betrieben wird. Da zeigt sich, wie gehandelt wird, was von den Worten zu halten ist.
Plakatierung…
Es gibt einige Kandidaten, die sich um die Vorgaben den Ordnungsamtes nicht kümmern, so dürfen keine Plakate an Verkehrszeichen und an den historischen Lampen in der Innenstadt aufgehängt werden. Schilder an Bäume nageln sollte auch tabu sein. Schon jetzt zeigen zeigen einige Bewerber, was sievon Recht und Gesetz halten.
… und Aussagen
Da behauptet ein Bewerber, die Firma B.Braun bezahlt in Melsungen keine Gewerbesteuer. Sollte man von einem Kandidaten für das Amt nicht etwas mehr Kenntnisse erwarten?
Ein anderer bedauert, dass die Wernswiger Puppenbühne nicht in Homberg spielt. Hat er noch nicht gelernt, dass Wernswig als größter Ortsteil zu Homberg gehört? Hat er bei dem persönlichen Besuch in der Puppenbühne nicht gemerkt, dass eine Marionettenbühne eine spezielle Technik braucht und nicht einfach auf irgend einer Bühne auftreten kann?
Ein Bundestagsabgeordneter will den Kandidaten unterstützen und beklagt den Verlust des Krankenhauses in Homberg. Er vergisst, dass es seine Partei war, die die Privatisierung und damit die Schließung vorangetrieben und beschlossen hatte. Nur zwei Homberger Kreistagsabgeordnete seiner Partei stimmten dagegen.
Einer träumt von einem Hotel im Kasernengelände.
HNA-Lesertreff
Am heutigen Abend werden die Bewerber auf die Fragen der Lokalredaktion zu antworten haben. Es wird sich zeigen, wie gut sie informiert sind.
Wenn ein CDU-Stadtverordneter Grundstücke von der Stadt kaufen will und Aufträge erhält, dann setzt sich der Magistrat über die gesetzlichen Regeln hinweg.
Bei einem Mietvertrag, bei dem ein Stadtverordneter der Opposition im Aufsichtsrat der anmietenden Firma einen Sitz hat, sieht der Magistrat eine Rechtsverletzung. Selbst ein Polizeieinsatz wird in dem Fall in Erwägung gezogen.
In der Einladung zur Stadtverordnetenversammlung am 27. März 2014, 19:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Sondheim befinden sich zwei Unterschriften. Vom Stadtverordnetenvorsteher Heinz Marx und auf einer anderen Seite der Tagesordnung von Bürgermeister Martin Wagner. Wer ist verantwortlich?
Homberg finanziert hessenweit Werbung aus dem Förderprogramm zum Stadtumbau. Der Veranstaltungshinweis ist schon längst veraltet, trotzdem wird er weiterhin geschaltet.
Auf die lieblose knappe Vorstellung der Bauverwaltung über Homberg folgte höfliche aber klare Kritik von den Podiumsteilnehmern.
Zahlreiche Bürger wiesen auf die Mängel der bisherigen Planungsarbeit und den Umgang mit den Bürgern hin.
Viel Besucher würden den Bürgermeister erfreuen.
Darum scheint es in der Tat zu gehen.
Bürger als Kulisse für den Auftritt von Wagner und Gontermann.
Um später sagen zu können, die Bürger sind beteiligt gewesen.
Die Strategie ist zu durchsichtig.
Eine kleine Chronologie wie Bürgerbeteiligung in 12 Jahren blockiert und verhindert wurde.
Auf sachliche Kritik reagiert der Angestellte Jochen Gontermann nur mit Diffamierung, der Magistrat lässt ihn gewähren, er wird so zum Sprachrohr der Stadtverwaltung.
Dr. Richhardt steht für Kontinuität, er steht für ein weiter so.
Die Bürger erhoffen sich einen Neuanfang in Homberg, mit diesem Kandidaten ist er demnach nicht zu erreichen.
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