HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Umweltbildungszentrum in der Gemeinde Ahlheim: Erfolgskontrolle fehlt

Gastbeitrag von Dr. Klaus Lambrecht
 

Der neueste Bericht in der HNA – Rotenurg über das Umweltbildungszentrum (UBZ) Licherode lässt einen nur noch mit dem Kopf schütteln:
Die Möbel und die Einrichtung sind marode, und die Gebäude und Anlagen  jahrelang nicht richtig gepflegt worden.
Und wer darf jetzt dafür geradestehen?

Die Stadt Homberg – denn die hat sich mit 90 Prozent die Hauptlast ans Bein gebunden.

 

Das Schlimmste daran: Dieses Wegsehen hat in Homberg leider System. Es werden mit großer Geste Beschlüsse gefasst und Geld verteilt, aber danach fragt im Rathaus und im Stadtparlament scheinbar jahrelang keiner mehr nach: „Wie läuft das Projekt eigentlich? Wie viele Leute nutzen die städtischen Einrichtungen überhaupt? Und ist da baulich noch alles in Ordnung?“ Licherode ist da doch nur die Spitze des Eisbergs.

 

Schauen wir uns doch mal in Homberg um:

Unterhaltungsarbeiten werden kaum durchgeführt. Aber neue Großprojekte werden seit vielen Jahren mit Fördermitteln gestemmt. Und dann?

Es gibt keine Berichte, wie die geförderten Projekte angenommen werden.
Keine Sachstandsberichte über die Anzahl der Besucher der städtischen Museen, Besucher der Fachwerkerei am Marktplatz, das Kochs und das Machwerk (ehemals Geschäft Schott).

Wie viele Kinder und Jugendliche besuchen im Jahr das Jugendzentrum? Es geht mir dabei nur darum: Ist die beabsichtigte Nutzung wirklich so ein großer Erfolg?

 

Letztendlich ist es ja auch die Frage, in welchem Verhältnis die Kosten zur wirklichen Auslastung stehen.
Wie viele Homberger haben z. B. in diesem Jahr im Homberger Stadtpark Boule gespielt oder Schach? Es ist ja noch nicht einmal bekannt, wo man den Schlüssel für das Schachspiel bekommt. Der Gemeinschaftsgarten wird vom städtischen Bauhof gepflegt. Eine Erfolgskontrolle der angebotenen Einrichtungen ist in Homberg bitter nötig.
 

Demnächst stehen die Haushaltsberatungen für 2027 an. Zur Eröffnung der Projekte wird geglänzt und geklatscht. Aber danach interessiert sich in der Politik kaum noch jemand für die harten Zahlen. Es gibt keine Berichte, keine ehrlichen Checklisten und kein Nachbohren. Unsere Politiker entscheiden völlig im Blindflug – und die Quittung bekommen am Ende wir Bürger serviert, wenn aus der Zeitung wieder mal herauskommt, dass Millionen in marode Bauten gesteckt werden müssen.

 

Bevor Homberg Licherode übernommen hat, hätte man einfach mal prüfen müssen, was man sich da einkauft. Dass ist offensichtlich nicht passiert. Obwohl diese Misstände vor Ort bekannt waren. Unsere Stadtverordneten müssen endlich ihren Job machen und nicht nur Geld abnicken. Wir brauchen endlich klare Berichte auf den Tisch – und zwar für alle Einrichtungen in Homberg. Es kann nicht sein, dass unser Steuergeld im Dunkeln versickert, nur weil keiner wagt, mal nach den echten Zahlen zu fragen!

 


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