Der Trend, Einkaufszentren auf der grünen Wiese vor den Städten zu bauen, dreht sich um. Die Investoren drängt es in die Städte zurück, auch in die historischen Stadtkerne. Das ist keine stadtplanerische Idee, sondern wirtschaftliches Kalkül der Investoren. Dem sollen sich die Städte anschließen.
Jede Stadt muss darauf bedacht sein, ihre baulichen Besonder- heiten und kulturellen Schätze zu erhalten, denn das ist ihr Kapital. Die Einkaufszentren sind aus- tauschbar und schaffen keine Identität für die Stadt.
In NRW erhielten die Kommunen eine Arbeitshilfe durch die Landesregierung, die im Internet heruntergeladen werden kann.
Die Einkaufszentren werden oftmals als Instrument zur Belebung der Innenstadt angeboten. Das es auch andere Wege zur Belebung der Innenstadt gibt, zeigt zum Beispiel das nordhessische Wanfried. Dort ist es gelungen, neue Interessenten für alte Fachwerkgebäude zu finden und damit auch Neubürger. Das zeigte der Fernsehbeitrag Fachwerk im nördlichen Hessen.
Siehe auch:
Gute Beispiele finden sich hier
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Bei großflächige Projekte wie ein Einkaufszentrum, kaufen die Projektentwickler vorher alle Grundstücke auf, bevor sie mit ihrer Planung an die Öffentlichkeit gehen. In Homberg ist das nicht erfolgt. Aus den Erfahrungen in Treysa mit dem Bau eines EKZs im Wieragrund sollte Homberg lernen.
Aufwand-Rechtfertigugns-Effekt: „Menschen halten häufig irrational an aussichtslosen Zielen fest, weil sie bereits ein hohes Maß an Mühe, Zeit und Geld aufgewendet haben.“
Alle Fakten sprechen gegen ein Einkaufszentrum am Markt. doch der Bürgermesiter will weiter machen.Er läd zu einer Informationsfahrt ein.
Auch eine Busfahrt bringt nicht mehr Kaufkraft in die Stadt.
Das irrationales Verhalten wird für die Stadt gefährlich.
Die Stadtverordneten haben auf Antrag der Grünen einstimmig beschlossen, dass keine weiten Gutachten für ein Einkaufszentrum in Auftrag gegeben werden dürfen und bestehende Aufträge zu stornieren sind. Die Diskussion soll in den Ausschüssen weitergeführt werden.
Da die wirtschaftlichen Voraussetzungen für ein Einkaufszentrum (EKZ) fehlen, ist dies ein gesichtswahrendes Ende in Etappen.
In der morgigen Stadtverordnetenversammlung wird das Thema Einkaufszentrum in der Altstadt zur Debatte stehen, denn die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen haben dazu einen umfassenden Antrag gestellt.
Während der letzten Stadtverordnetenversammlung am 18. August 2011 stellte Frau Birgit Wachs von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) das Einzelhandelskonzept für Homberg vor.
Im Anschluss daran beantwortete sie Fragen der Zuhörer und der Stadtverordneten, die recht ausführlich im Protokoll der Stadtverordnetenversammlung aufgeschrieben wurden. Der Auszug aus dem Protokoll ist hier dokumentiert.
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