HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Museumkonzept notwendig: Vom Karikaturenmuseum zur Engelapotheke

ehemalites AmtsgerichtVor sieben Jahren war man in Homberg euphorisch. Ein Karikaturenmuseum im Alten Amtsgericht beflügelte die Phantasie. Konkreter Hintergrund: Prof. Keim aus Relbehausen hatte sich in seinem Berufsleben im Bundespresseamt für politische Karikaturen interessiert und eine reichhaltige Sammlung zusammengetragen. Dies Karikaturen wollte er gern in Homberg in einem neu zu schaffenden Museum im alten Amtsgericht ausstellen.

Daraus wurde nichts. In Rotenburg an der Fulda wurde das Museum eingerichtet. Es ist längst wieder geschlossen. Das wäre auch so in Homberg passiert.

Finanzen
Jetzt soll das Burgberg-Museum in das Gebäude der Engelapotheke. Der Standort ist sicherlich ideal, doch bei einem Museum ist mehr zu bedenken.
Im September 2008 sagte man mir beim Museumsverband, die Stadt soll sich erst einmal um das vorhandene Museum, um die baulichen Verhältnisse des Heimatmuseum kümmern, bevor es sie neue Pläne schmiedet. Die Situation im Heimatmuseum der Stadt ist seit dem nicht besser geworden, dort besteht bei der baulichen Unterhaltung Nachholbedarf.
In der Engelapotheke müsste auch erst noch investiert werden. Mit halben Sachen lässt sich kein Staat machen.

Personal
Ein Museum ist keine Lagerhalle, die käme ohne Personal aus.
Der Leiter der Caricatura bezifferte schon 2008 den Personalbedarf auf mindestens zwei Hauptamtliche, die den laufenden Betrieb aktuell halten und neue Ausstellungen organisieren. Dazu kommt Aufsichtspersonal, Menschen die die Exponate erklären können. Das geht nur begrenzt mit Ehrenamtlichen, vor allem muss Nachwuchs vorhanden sein, die das in 5 und in 10 Jahren machen. Bei dem Altersdurchschnitt der Aktiven des Burgbergmuseums-Veriens ist das nicht auf Dauer gewährleistet, da heißt es bei allem Enthusiasmus realistisch bleiben.

Museumskonzept notwendig
Homberg hat längerfristig nur dann eine Chance seine Exponate zu zeigen, wenn ein Konzept gefunden wird, was mit wenig Personal auskommt, am Besten noch in Kombination mit anderen Aufgaben. Dazu muss auch eine räumliche Lösung gefunden werden, bei der die verschiedenen Ausstellungsprojekte oder Aufgaben zusammengeführt werden. In anderen Städten gibt es Lösungen, die den Eingang zum Museum zusammen mit der Touristinformation oder der städtischen Bücherei betreiben. Solche Beispiele aus anderen Städten sollten ermittelt und deren Erfahrungen genutzt werden.

Bei der Suche nach einem Konzept muss man das Archiv der Stadt, das Heimatmuseum und die Burgberg Exponate zusammen denken. Ob dann auch noch Kyfhäuser und Feuerwehr hineinpassen ist eine weitere Frage.

Ein Schnellschuss führt nur wieder zur Vergeudung von Ressourcen und liefert kein nachhaltiges Konzept.

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