Fachwerk vom Feinsten? M15: Ein Muster für Fehlplanung
Die Homberger Politiker sind stolz auf ihren Vorzeigebau, das Multifunktionshaus M15.
Wo ist das Fachwerk vom Feinsten, mit dem die Stadt meint, sich schmücken zu können?
Ist das ein Vorzeigebeispiel für den
Umgang mit historischen Stadtzentren?
Ist das Bäumchen ein Beispiel für die Klimaanpassungsmaßnahmen?
Das schwarze Dach im besten Sonnenlicht, aber ohne Solaranlage?
Das Multifunktionshaus M15 ist nicht nur vom Aussehen her Missgriff in der historischen Altstadt Hombergs, es ist auch ein Beispiel für schlechte Planung und Verschwendung, nicht nur der städtischen Mittel, sondern auch der Fördermittel, die in der maximalen Höhe gewährt wurden.
Als besonderer Gipfel: Die Architektenkammer wählte es auch noch als Besonderheit aus, zum Thema Einfach (um)bauen.
Überdimensionierte Raumhöhen
Das Multifunktionshaus M15 ist nicht nur von außen ein Missgriff in der historischen Altstadt Hombergs, auch in der inneren Planung ist es ein Musterhaus an Fehlplanung.
Raumhöhen von 5 und 8 Meter sind eine Verschwendung an Raum und haben bei den kleinen Raumflächen auch keine funktionale Bedeutung.
Da warme Luft nach oben steigt, muss mehr Heizungsenergie eingesetzt werden, um im Nutzungsbereich die benötigte Temparatur zu bekommen.
Zu viele Verkehrsfläche
Die Räume bieten im Verhältnis zu den Verkehrsflächen viel zu wenig Nutzflächen. Das Verhältnis ist unwirtschaftlich.
Fenster zur Wand des Nachbargebäudes
In der alten Zeichnung wären die beiden Büroräume und das WC mit Wickelplatz für die Kleinkinder ohne Tageslicht.
Das Nachbargrundstück mit Gebäuden wurde gekauft und die Nebengebäude abgerissen. So konnten die drei kleinen Räume natürlich belichtet werden.
Das gekaufte Gebäude, die ehemalige Löwenapotheke, steht leer.
Vielleicht hätte auch der Gang zum Nebengebäude hin geplant werden können, er benötigt nicht zwingend Tageslicht. Die drei Räume hätte von der anderen Seite her Tageslicht bekommen können.

