HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Warnungen bleiben ungehört – seit Jahrzehnten

 
Nach der Flutkatastrophe der letzten Woche wird in den Medien diskutiert, ob nicht rechtzeitig gewarnt wurde. Was nützen Warnungen, wenn sie ignoriert werden – auch in Homberg seit Jahrzehnten.

 

Titelseite des Spiegel von 11. August 1986
Ozon-Loch, Pol-Schmelze, Treibhaus-Effekt: Forscher warnen DIE KLIMA-KATASTROPHE
   

Überschwemmungen

Die Efzeaue ist im Flächennutzungsplan als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen.Dort kann es zu Überschwemmungen kommen, wenn es stark regnet.
In Überschwemmungsgebieten darf nicht gebaut werden. In diesem Überschwemmungsgebiet wird seit Jahren gebaut. Leichtbauten, die schnell weggespült werden und sich hinter der Hohlebachmühle zu einem mächtigen Damm zusammenschieben können, der das Überschwemmungsgebiet weiter ausbreiten kann.

Foto: Grabeland im Überschwemmungsgebiet zwischen Bahnhofsstraße und Hohlebachmühle bei Hochwasse, stark überbaut.

Den Behörden und dem Bürgermeister, ist das bekannt. Sie bleiben untätig. Im Hingucker wurde wiederholt darauf hingewiesen. Bisher hat Homberg Glück gehabt, das kann schnell anders sein.

 

Erdrutsche

Foto: Straßen am Burgberg mit den Straßenschäden, die 2018 in einer Studie von Unger-Ingenieure thematisiert wurde.

Die Straße zur Burg ist gefährdet, sie kann bei einem Starkregen abrutschen. Teilweise hat sie sich schon gesenkt, die Leitplanken neigen sich zur Talseite.  Bereits 2018 hat das Büro Unger Ingenieure in einer Studie darauf hingewiesen. Die Stadt hat die Studie bezahlt, doch sie tut nichts, um diese Gefährdung zu beseitigen. Auch am Hausbrunenweg sind schon Erdbewegungen zu beobachten. In den letzten Wochen sind in Nordhessen schon Straßen abgerutscht und unpassierbar geworden. Die Stadt kümmert sich lieber darum, kaum genutzte Nebenstraßen zu versiegeln.

   
Dürre

Foto: Waldschaden an der Straßen von Großropperhausen nach Hülsa.

Die Dürre der  letzten drei Jahre haben vor allem den Wald geschädigt. Diese Schäden und die nachfolgenden weiteren Schäden sind noch nicht gänzlich zu überblicken. Neuanpflanzungen sind noch kein Wald. Wenn das Wasser fehlt, vertrocknen die jungen Pflanzen. In diesem Jahr mit den starken Regenfällen schießen die Brennnesseln ins Kraut und verschatten die kleinen Baumsetzlinge. 

Trotz des aktuellen Regens wirken die Folgen der Dürreperiode fort. Im Untergrund ist es immer noch viel zu trocken. Dort wo die großen Bäume ihr Wasser beziehen, herrscht weiterhin Dürre. Auch der Homberger Stadtwald hat Verluste, auch wirtschaftliche Verluste.

Die heute angekündigten Fördermittel von 1.000 Euro je Hektar sind eine Vermarktungshilfe für das Holz, aber noch keine Sicherung des Waldes.
   

Hitze

Foto: Großer Parkplatz in der Stadt. Eine Hitzeinsel, die negativen Auswirkungen wurden sogar im Planverfahren formuliert und dennoch gebaut. Die großen Bäume an der Stelle wurden vorab gefällt.

In den Städten mit ihrer Bebauung staut sich die Hitze besonders. Überall dort, wo Bäume fehlen, die durch ihre Verdunstung für Abkühlung sorgen, steigert sich die Hitze. Die Hitzetoten der letzten Jahre ging in die Tausende. In Homberg kümmert das die Politik nicht, sie ließ13.000 qm Fläche versiegeln und große, alte Bäume fällen. Konsum geht vor Klimaschutz, das ist das Credo der Homberger Parteien. Sie nennen es Belebung der Innenstadt. Wie viele Hitzetote sind hinnehmbar für den Konsum?
  

Versiegelung

Foto: Straßenschaden – davon gibt  es viele. Straßen sollten unterhalten werden, statt immer neue Flächen zu versiegeln.

Je mehr Flächen wasserundurchlässig werden, desto mehr Wasser kann nicht in den Untergrund versickern und langfristig das Grundwasser auffüllen, das täglich entnommen wird. Geschotterte Wege, in denen Wasser versickern kann, scheinen den Homberger Politikern ein Graus zu sein, auch kleine, kaum genutzte Nebenstraßen sollen versiegelt werden. Dafür werden andere Straßen und Brücken nicht instand gehalten.

Die Warnungen sind schon lange bekannt. Jungen Klimaaktivisten werden als Terroristen bezeichnet. Die Kommunalpolitik schmückt sich mit symbolischen Klimaschutzprojekten.
Die  Natur richtet sich nicht nach den Klimaschutzplänen der Politik. Die Physik läuft nach eigenen Gesetzen ab. Sie können beachtet – oder wie in der Politik – negiert werden.

Es soll alles so weitergehen wie bisher.
Es wird nicht so weitergehen.

Die Menschen, die in den Flutwellen alles verloren haben, sind ein mahnendes Zeichen.

 


940.000 Euro Mehrkosten: Lügengebäude Multifunktionshaus

Zeitungsausschnitt: 535.000 Euro Mehrkosten Das Multifunktionshaus wird zum wiederholten Male teurer, nicht nur 535.000 Euro, wie in den Sitzungsunterlagen zu finden ist.   Dazu kommen noch die Kosten für die Heizung, die im Tagesordnungspunkt Quartiersentwicklung Altstadt versteckt sind. Weitere 330.000 Euro.  Zusammen 940.000 Euro plus die Grundstückskosten.   610.000 Euro Mehrkosten, nicht nur 535.000 Euro […]

weiterlesen »


Verkauf der Löwenapotheke an Architektin läuft wie geschmiert

Gebäude der Löwenapotheke, von der Stadt unter Vortäuschung des Vorkaufsrechts für 150.000 Euro und weiterer hoher Zusatzzahlungen gekauft. Jetzt soll es ohne öffentliche Ausschreibung freihändig an die Architektin des Multifunktionshauses weiter verkauft werden. Ist das die Belohnung für die Schadstoff-Story, die sie mitgetragen hat?

weiterlesen »


Die massive Klimaveränderung ist sichtbar angekommen

Die verheerenden Folgen der Klimakrise sind in NRW und Rheinland-Pfalz nicht zu übersehen. Gegen diese Krise schützen keine Impfaktionen und auch keine Panzer und Raketen. Schutz bietet nur eine einschneidende Änderung in Politik und Wirtschaft, in der die Kosten und Folgen nicht der Allgemeinheit angelastet werden, damit die Unternehmen höhere Gewinne ausweisen können.

weiterlesen »


Reformationsstadt Homberg – kein Ruhmesblatt

   Homberg schmückt sich mit dem Namen "Reformationsstadt" auf den Ortseingangsschildern und auf allen Veröffentlichungen bis hin zu den Beschlüssen der Stadtverordneten. Die Stadt unterhält auch ein "Haus der Reformation",  mit einer Bibelsammlung und einer nachgebauten Druckerpresse.    Zu entscheidenden Fakten zur Reformation gibt es keine Informationen: # Den Machtzuwachs der Landesfürsten durch den Sturz […]

weiterlesen »


Laster der Nacht: Wanderkino auf dem Marktplatz

Foto: Tobias Rank richtete den Film-Projektor mit den 16mm-Filmspule ein. Alles klappte. Es konnte los gehen. Vor über 20 Jahren wurde das alte Feuerwehrauto Magirus-Deutz, Baujahr 1969 zu einem "Wanderkinio" umgebaut. Jetzt machte es auf dem Homberger Marktplatz auf der Rückreise nach Leipzig Halt und verwandelte den Marktplatz in ein Freiluft-Kino. Die digitalen Kreativen, die […]

weiterlesen »


Stadt verschleudert das Vermögen der Bürger

oder wie die Stadt Unternehmen begünstigt   Stadt verkauft 460 qm Wohnfläche für 75.000 Euro an ein Privatunternehmen zur Umwandlung in Büros. Vergleichbare Gebäude werden am Markt zu einem fast 10 fach höheren Preis  gehandelt.     Die Stadtverordneten stimmten am 20. Mai 2021 geschlossen und ohne Diskussion dem vom Magistrat vorbereiteten Verkauf des Wallensteinschen […]

weiterlesen »


Zukunft auf dem Land: 5G bis zur Milchkanne

  "Wir brauchen 5 G an jeder Milchkanne! So entsteht Zukunft auf dem Lande." ( 5G = neuerer Mobilfunkstandard )   Diese Aussage findet sich auf einem Plakat, das im Fenster der ehemaligen Löwen-Apotheke am Marktplatz aushängt. Auf dem Plakat sollen "offene Fragen" zu dem Projekt "Summer of Pioneers" beantwortet werden. Gezeichnet ist der Text […]

weiterlesen »


Die Stadt will das Gebäude der Löwen-Apotheke am Markt weiterverkaufen

Die Stadt will das Gebäude der ehemaligen Löwenapotheke wieder verkaufen. Die Kaufinteressentin stellt heute (1.7. 2021) in der öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ihr Konzept vor. Die Sitzung beginnt um 18:30 Uhr in der Stadthalle. Die Hintergründe dieses beabsichtigten Deals finden sich hier: Korruption: Eine Hand wäscht die andere 10.6.2021 Der Bürgermeister informiert  24. […]

weiterlesen »


Malheur am Markt

Foto: 30.06.2021

weiterlesen »


Erst bauen, dann betteln

weiterlesen »


Unwetterwarnung: Überschwemmungs-gebiet

Der Deutsche Wetterdienst warnt vorab vor schwerem Gewitter und Starkregen in der Region. Dabei kann es auch in den Überschwemmungsgebieten an der Efze bei den mehrstündigen heftigen Starkregen zu Gefahrensituationen auf dem Gartengelände vor der Hohlebachmühle kommen. Die Stadt hatte das Gelände gekauft. Auf den als Grabeland ausgewiesenen Flächen sind viele Bauten entstanden, die einem […]

weiterlesen »


Homberg verfällt: Show statt Substanz

Über 300.000 Euro für die Burgberggaststätte ausgegeben, aber nicht einmal die Fenster an der Wetterseite vor dem Verfall mit einem neuen Anstrich geschützt.

weiterlesen »


Druckansicht Druckansicht

Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA. Impressum Impressum