HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Entmachtung der Stadtverordneten

 

Auszug aus dem Entwurf einer neuen Geschäftsordnung für die Stadtverordnetenversammlung. Die roten Textstellen sind im Orgiginal und heben die Änderungen hervor.
Quelle:

Entmachtung der Stadtverordneten

Der Magistrat hat Änderungen der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung zur Zustimmung vorgelegt. Sie sollen in der Sitzung  am  7. 10. 2021 beschlossen werden. Brisant sind die Änderungen zum Ältestenrat. Die Neuregelungen stellen eine Verlagerung der Entscheidung in den Ältestenrat dar, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit hinter verschlossenen Türen entscheidet.

Die Aufgabe des Ältestenrats besteht darin, die Geschäftsordnung des parlamentarischen Gremiums festzulegen: Zum Beispiel: Wie oft und wann sollen Sitzungen stattfinden?. Der Ältestenrat hat keine Befügnis über die Sachthemen zu beraten und entscheiden.

Der Ältestenrat setzt sich aus den Fraktionsvorsitzenden zusammen. Zur Zeit aus sechs Mitgliedern.

In Homberg soll es geändert werden. Diese sechs Fraktionsvorsitzenden sollen zusammen mit dem Stadtverordnetenvorsteher auch über die Tagesordnungspunkte beraten und Empfehlungen zu den Tagesordnungspunkten abgeben dürfen. Es reicht aus, dass die Mehrheit der Mitglieder anwesend sind, also vier Personen.
Diese kleine Gruppe soll auch bindende Entscheidungen treffen können, wenn die Stadtverordnetenversammlung sie dazu beauftragt. Eine solche Beauttragung ist eine Selbstentmachtung des parlamentarischen Gremiums.
Entscheidungen finden dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, nur über die Entscheidung wird nachträglich informiert. 

In der letzten Zeit war diese Praxis schon zu beobachten. Entscheidungen waren in irgendwelchen Hinterzimmern schon vorentschieden und wurden ohne Diskussion in der Stadtverordnetenversammlung durchgewunken. Die Stadtverordneten haben vergessen, dass sie persönlich an keine Weisungen gebunden sind, trotzdem funktioniert der Fraktionszwang.

Die Stadtverordneten billigten in der letzten Zeit, dass öffentliche Grundstücke und Gebäude ohne Ausschreibung weit unter dem Marktwert zu Lasten der Stadt an Private verkauft wurden. Sie verzichteten sogar darauf, sich den Kaufvertrag vorlegen zu lassen. Eine leichtfertige Entscheidung. Gerade im Kaufvertrag können weitere Regelungen zu Lasten der Stadt formuliert sein. Doch die Stadtverordneten interessierte das nicht, sie gaben dem Magistrat mit dem Bürgermeister an der Spitze freie Hand, obwohl sie die gesetzliche Aufgabe haben, zu kontrollieren.

Wer über den Verfall der Demokratie klagt, sollte auch auf die Praxis auf der kommunalen Ebene schauen, gerade auch auf diese Änderung der Geschäftsordnung. Die kommunale Ebene wird gern als Schule der Demokratie bezeichnet. Diese geplante Änderung der Geschäftsordnung zeigt, wie demokratisch Kultur zerstört wird. Und alle machen mit in Homberg, oder?  Morgen, am Donnerstag dem 7. Oktober 2021 werden wir es beobachten können.
  

 

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Es bleibt die Frage, warum gerade jetzt diese einschneidende Veränderung erfolgt. Es könnte sein, dass die vielen in der Stadt angefangenen Projekte der Stadt über den Kopf wachsen. Die Aufklärung der Kostenentwicklung des Ärztehauses wurde vom Bürgermeister mit Hilfe einer Hamburger Kanzlei abgebogen. Allein für die Kanzlei wurden mehr als 30.000 Euro bezahlt. Diesen Betrag hatte der Bürgermeister auf Befragung bereits eingeräumt.
Von dem Millionenumbau des Ärztehauses ist nichts mehr zu hören. Auch das Rathaus sollte umgebaut werden, damit alles unter einem Dach zusammen kommt. Tatsächlich sind die städtischen Büros jetzt weit auseinander verteilt.
All die Entscheidungen haben die Stadtverordneten mitgetragen und sind mitverantwortlich. Sie haben also auch ein persönliches Eigeninteresse, dass nicht zu viel in die Öffentlichkeit gelangt. Eine Notgemeinschaft der Verantwortungslosen.

Vielleicht ist die Konzentration auf den nicht öffentlichen Ältestenrat eine Maßnahme, die helfen soll, die Misere der Stadt vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

 


Begegnung mit Touristen in der Stadt

Touristen suchen eine Übernachtung in Homberg

– Tourismusbüro am Markt geschlossen –

Cittaslow Gastlichkeit?

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Naturpark Knüll von der Autobahn zerschnitten

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Wir müssen nicht das Klima retten – sondern uns

Unter diesem Satz „Wir müssen nicht das Klima retten – sondern uns“ fand auf der Utopie-Konferenz in Lüneburg ein Gespräch mit Eckard von Hirschhausen statt, der diesen Satz geprägt hat.

Hoffentlich wird dieser Satz einmal im Homberger Rathaus gehört und alle Entscheidungen danach ausgerichtet.

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Verkauf des Schwesternwohnhauses ohne negative Auswirkung ?

Foto: Ehemaliges Schwesternwohnheim des Homberger Krankenhauses an der Mörshausener Straße Appartementhaus 1 In diesem Gebäude gibt es rund 30 Appartements. Sie stehen leer. Im vorderen Teil des Gebäude war lange Zeit die Arbeitsagentur untergebracht, bis diese zum Busbahnhof umzog. Diese Vorhaben wurde von Bürgermeister Dr. Nico Ritz eingefädelt. Der jetzige Verkauf trägt wieder dieselbe Handschrift. […]

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_______VERBOTENES_______

 | Intoleranz | Zensur | Verfolgung |    Szenische Lesung   Sonntag 19. Sept. 17:00 Uhr Eintritt 15 Euro   in Anlehnung an das Projekt   „The Parthenon of Books“ von  Marta Minujín  Der Büchertempel mit den verbotenen Büchern war ein Highlight der documenta 14. Die argentinische Künstlerin Marta Minujin erzählt mit dieser Installation von […]

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Schwesternwohnheim forciert verkaufen?

Ausschnitt aus der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 2. 9. 2021, Tagesordnungspunkt 5 Der Magistrat mit Bürgermeister Dr. Nico Ritz an der Spitze legen einen Beschlussvorschlag vor, danach sollen die Stadtverordneten den Magistrat beauftragen "binnen der nächsten zwei Monate einen konkreten Vorschlag zur Veräußerung des Objektes zu unterbreiten." Das Objekt ist das ehemalige Schwesternwohnheim auf dem […]

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Beschlossen und liegen gelassen

Bildschirmfoto: Homepage der Stadt   Viele Projekte sind in den letzten 20 Jahren angefangen worden und danach in der Versenkung verschwunden. Viel Arbeitskraft, viel Geld und viel guter Wille wurde verschwendet – letztlich aber das Vertrauen in die Homberger Kommunalpolitik zerstört.   Aufträge? Einfach liegen lassen Die Stadtverordneten fassen Beschlüsse, das sind Arbeitsaufträge an den […]

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Hessenschau-Sommertour in Homberg

Der Hessische Rundfunk war am Marktag 26.08.2021 mit dem Kamerateam life in Homberg.
Was tut Homberg, um die Innenstadt zu beleben?
Von Mobile Küche und Pioneers.

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Es gibt Geld, irgendetwas muss man bauen


Die Stadtverordneten sollen am 2. September beschließen, am Burgberg oberhalb der Stadt einen Waldspielplatz „Aufbruch der Held*innen in den Wald“ zu bauen.
Die Kosten liegen zwischen 287.846,72 Euro und 339.540,32 Euro. Können aber auch erheblich davon abweichen schreibt das Ingenieurbüro.

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Brücken Unterhaltung: Homberg schlampt

Von einer Pumpstation des Klärwerkes kann kein Schlamm mehr abgefahren werden. Ein Landwirt kann nicht mehr die Ernte von seinem Feld holen. Der Grund liegt in einer maroden Brücke, die so geschädigt ist, dass die Belastung auf 6 Tonnen und die Fahrbreite eingeschränkt werden muss. Ganz schnell muss gehandelt werden.

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Heizzentrale in der „Engen Gasse“

Eine seltsam zusammen gewürfelte „Studie“, die nicht geprüft, nicht diskutiert und nicht beschlossen wurde, ist Grundlage für die Beheizung zweier städtischer Bauprojekte. Das Multifunktionshaus ist bisher ohne Heizung geplant worden. Jetzt soll es von einem entfernten Heizwerk versorgt werden, so wurde es im Schnellverfahren beschlossen.

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Pflegeheime, ein gutes Geschäft – Homberg unterstützt

Homberg verkauft freihändig -ohne Ausschreibung- Grundstück an Europas größte Pflegeheim-Aktiengesellschaft Kovian. Die Stadt fördert Unternehmen, das bereits Milliarden-Umsatz und Renditen von über 14 Prozent erzielt, mehr als viele Indurstriebetriebe. Mittelständische Plegeheime und die der freien Träger werden durch Monopolbetriebe bedrängt.

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