HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Brücken Unterhaltung: Homberg schlampt

Foto: 2010 wurde die Brücke zur Batzenmühle wegen Bauschäden gesperrt. (Stahlträger verrostet)
Eine Behelfszufahrt mit vier Röhren musste bis zum Neubau die Zufahrt sichern.

Von einer Pumpstation des Klärwerkes kann kein Schlamm mehr abgefahren werden. Ein Landwirt kann nicht mehr die Ernte von seinem Feld holen. Der Grund liegt in einer maroden Brücke, die so geschädigt ist, dass die Belastung auf 6 Tonnen beschränkt ist und die Fahrbreite eingeschränkt werden muss. Schnell muss gehandelt werden.
   

Unterlassene Unterhaltung wird teuer

Es dürfte nicht die einzige Brücke in Homberg sein, die schwer geschädigt ist. In den letzten Jahren wurden in den Haushaltsplänen keine nennenswerte Kosten für die Unterhaltung von Brücken eingestellt. 

2007 wurde der Zustand von den 81 Brücken der Stadt nur von 11 Brücken als gut bezeichnet.
47 Brücken wurden vor 14 Jahren noch als ausreichend bewertet, bei ihnen seien mittelfristig Baumaßnahmen erforderlich.  23 Brücken galten bereits vor 14 Jahren als schlecht und erforderten eigentlich kurzfristige Baumaßnahmen. 

Dabei hatte der Magistrat bereits 2013 festgestellt, dass 51 Brückenbauwerke in den folgenden Jahren noch zu prüfen sein werden. Von den Ergebnissen war nichts zu hören. Jetzt sei eine Brücke so schwer geschädigt, dass ein Landwirt nicht seine Ernte einholen kann.

Es wird drastisch deutlich, dass die Stadt den Unterhalt ihrer Brücken sträflich vernachlässigt hat. Statt die Pflichtaufgaben der Gemeinde zu erfüllen und die Werte der städtischen Bauwerke zu erhalten, tummelt sich Homberg lieber auf der Spielwiese, die ihr kurzfristige Publicity verschafft – wie Autokino im letzten Jahr, wie die Wohnungsbeschaffung für den sechsmonatigen Aufenthalt dier Pioneers und vieles andere. Die Stadt schafft es seit Jahren nicht einmal auf der Burg, die Fenster ihrer Burggaststätte zu streichen, sie verfallen weiter.
  

Aus der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses
   

An der Brücke im Ortsteil Lembach, Waberner Straße beeinträchtigen die vorhandenen Schäden die Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit des Bauwerkes (siehe Anlage Bauwerksbeurteilung). Die Brücke wird von der Kläranlage genutzt, um zu der neuen Pumpstation zu kommen. Ebenfalls wird diese von einem Landwirt genutzt, um seine Felder zu bewirtschaften.
Aufgrund der Unwirtschaftlichkeit einer Instandsetzung ist ein Ersatzneubau notwendig.

 

Vorübergehend musste ein Hinweisschild angebracht werden, welches eine Traglastbeschränkung des Bauwerkes auf max. 6 t ausweist und eine Begrenzung der Fahrbahnbreite. Aufgrund dieser Beschränkungen kann der Landwirt seine Felder nicht mehr bewirtschaften und die Ernte einfahren. Die Zufahrt für das Saugfahrzeug um den Primär- und Überschussschlamm von der Kläranlage zu holen, ist somit ebenfalls nicht mehr möglich. Die Brücke muss daher dringend erneuert werden
Quelle

  
Die Ersatzbrücke wird von der Firma Unger Ingenieure auf 150.000 Euro veranschlagt.

Der dringende Ersatzbau soll aus den Mitteln finanziert werden, die für die Erneuerung der Hersfelder Straße eingeplant waren. Einen Haushaltsposten Brückenunterhalt scheint es nicht zu geben. Die Hersfelder Straße ist ein kleiner Teil der 180 Straßenkilometer, für die die Stadt zuständig ist. Auch diese Straßen müssen von der Stadt unterhalten werden. Je länger der Unterhalt hinausgeschoben wird, desto teurer wird es für die Stadt, aber das scheint nicht zu kümmern. Auch die Mahnungen des Rechnungshofes gehen an Homberg vorbei.

 


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Maria Rosa, einer der letzten Überlebenden des Ot-Xavantes-Volkes im heutigen Brasilien.

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