Herbst-Begang des Bürgermeisters
Der Bürgermeister lädt auf der Titelseite von "Homberg aktuell " zu einem "Herbst-Begang in der Kernstadt ein.
"…ich möchte in diesem Jahr wieder…"
"…mit Ihnen ins Gespräch kommen…"
"…Ihre Anregungen hören."
Das hört sich gut an, wenn da nicht Erfahrungen aus der Vergangenheit wären.
Auffällig sind die Uhrzeiten.
Welche Bürger
haben schon am Vormittag in der Woche Zeit, um sich beteiligen zu können? Die meisten Berufstätigen fallen damit schon als Gesprächspartner aus. Es bleibt die kleine Gruppe der Menschen, die sich am Vormittag ihre Zeit einteilen können. Damit ist schon eine Auswahl der Beteiligten getroffen.
Es erinnert an die Bürgerbeteiligung zum Stadtumbau, wo nur handverlesene Bürger zu Arbeitsgruppen eingeladen wurden und das in den Sommerferien. Es kamen nur sehr wenige. Daraus zog man in der Verwaltung den den Schluss, die Bürger hätten kein Interesse.
Um Anregungen zu hören gab es schon mehrfach Gelegenheit. Zuletzt wurde mit großem Aufwand geworben für "Ihre Ideen für ein neues Homberg". Das war im Februar, die Arbeitsergebnisse sollten bis zum Sommer vorgelegt werden. Nichts ist geschehen, es blieben leere Versprechungen.
Vielleicht geht es dem Bürgermeister auch gar nicht um Anregungen sondern viel mehr um eigene Selbstdarstellung. Zumindest die grafische Gestaltung lässt darauf schließen: Für den Schriftzug "Der Bürgermeister" ist die größte Schrift gewählt, für die Ansprache der Bürger die kleinste. Auch die Sprache verrät es, es beginnt mit: "ich möchte …" – jeder Werbefachmann würde ein kundenorientierte Anrede wählen.
Vielleicht finden diejenigen Leser Zeit zum Treffen mit dem Bürgermeister, die bisher auf Antwort ihrer Schreiben warten mussten.
Was man den Bürgermeister fragen könnte:
Im Osterbach könnte man nach den rufschädigenden Behauptungen im Handlungskonzept über den Zustand der Häusder im Viertel fragen.
Auf dem Marktplatz zur Zukunft des "Haus Wicke" das einmal Tourismusbüro werden sollte und ganz schnell gekauft wurde.
Am Sudetenweg nach den Plänen für ein neues Einkaufsgebiet.
In der Holzhäuser Str. nach den vergeudeten 100.000 Euro Planungskosten für ein Parkdeck.
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… die die Bigband der Bundeswehr der Russlandhilfe Homberg und dem Partnerschaftsverein Homberg-Stolin zur Verügung gestellt hat.
Zur Aufklärung der plötzlichen Schließung der städtischen Alten- und Krankenpflegestation beatragte und beschloss die CDU/FDP im Akteneinsichtsausschuss die Vorlage der Personalakten und darauf aufbauend den Auschluss der Öffentlichkeit. Dieser Beschluss ist rechtswidrig, da der Auschuss kein Recht zur Einsicht in die Akten der Mitarbeiter hat.
Wird das in der Stadt realisiert? Welche Folgen ergeben sich für alle Homberger daraus? Über diese dramatische Entwicklung hört man nichts von den Verantwortlichen.
Statt Schutz für die Fußgänger stellen die Betonelemente selbst eine Gefahr für die Gehwegbenutzer dar. Für dieses Provisorium wurden kurz vor der Bürgermeisterwahl 2008 noch 1000-ende Euro ausgegeben. Zum Glück ging niemand auf dem Gehweg, als es zu der Karambolage kam.
Nicht einmal die Stadtverordneten sind informiert.
Diese Einnahmen hätte Homberg gut gebrauchen können, doch CDU und FDP verhinderten es über die Landesverbände.
Ulrich
Die Auflösung der Alten- und Krankenpflegestation durch den Bürgermeister Ende Juni 2009 stellt eine Privatisierung bisheriger öffentlicher Leistungen dar.
Die meisten Wähler entschieden sich für die „Partei der Nichtwähler“, auch das ist eine politische Aussage.
Das ist die drohende Perspektive.