HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Vertrag mit unkalkulierbaren Risiken für die Stadt

AbgrenzungsplanDer Bürgermeister will mit den sogenannten "Investoren" für das Einkaufszentrum Marktplatz Ost einen Exklusiv-Vertrag abschlie- ßen. In der Arbeitsgruppe trug Bürgermeister Martin Wagner seinen Plan vor. Den Vertrag konnte er nicht vorlegen, er wurde am nächsten Tag an die Mitglieder der Arbeitsgruppe verschickt und soll in der Stadtverordnetenversammlung am 2. Februar beschlossen werden.

Ein harmloser Vertrag?
Der kurze Vertrag mit acht Punkten sieht auf den ersten Blick harmlos aus. So versuchte ihn der Bürgermeister auch schmackhaft zu machen. Es werde damit ja nichts entschieden. Es sei nur zum Schutz der Herren Georg Rüppel und Bernd Stiebing, die der Bürgermeister plötzlich als Makler bezeichnet und nicht mehr als Investoren. Lange führte Wagner aus, warum es notwendig sei, die Makler vor Wettbewerbern zu schützen. Der Vertrag sei jedes Jahr kündbar, deshalb bestehe kein Risiko, versuchte Bürgermeister Wagner in der Arbeitsgruppe zu beruhigen.

Vertragsinhalt
Beim erste Überblick fallen die schwammigen Formulierungen auf, die sehr auslegungsbedürftig sind. Vollständiger Vertrag hier.

1. Vorverträge zum Kauf von Grundstücken soll die Stadt mit den Eigentümern aushandeln.

"Die Stadt beabsichtigt die Sicherung der Grundstücke durch Vorverträge, notarielle Kaufangebote aufschiebend bedingt an das zu schaffende Baurecht oder den Ankauf."

2. Die Stadt verpflichtet sich, "die Resonanz potentieller Mieter" durch "formelle Bereitschaftserklärungen" zu ermitteln.

3. Stadt verpflichtet, sich Gespräche mit den "Trägern öffentlicher Belange" und Fördermittelgebern zu führen.

4. Jeder Vertragspartner trägt seine Kosten selbst.

5. Die Stadt verpflichtet sich, die notariell gesicherten Grundstücke nur an den Vertragspartner zu verkaufen.

6. Die Stadt verpflichtet sich, rechtskräftige Bebauungspläne aufzustellen.

7. Die Stadt verpflichtet sich, unrentierliche Kosten zu finanzieren, dabei wird sie Fördermittel und Zuschüsse nutzen.

8. Vertrag wird für ein Jahr geschlossen und verlängert sich automatisch. Kündigungsfrist 6 Monate zum Jahresende.

Objektgesellschaft
Als Vertragspartner der Stadt wird eine Objektgesellschaft EKZ Marktplatz-Ost Homberg genannt, die durch den Betriebswirt (FSBW) Georg Rüppel und den Dipl.-Ing. Architekten Bernd Stiebing, Kleine Industriestraße 7, 36251 Bad Hersfeld vertreten werden.
Eine solche juristische Gesellschaft gibt es nicht. Es ist ein Phantasiename. Allenfalls ist es ein Gesellschaft bürgerlichen Rechts von Einzelpersonen. Die angegebene Adresse gilt nur für Rüppel, für den Architekten ist keine korrekte Anschrift angegeben.
Allein diese formalen Details zeigen, wie schlampig hier vorgegangen wird.

Es kommt leider noch schlimmer, wenn man sich die einzelnen Punkte genauer anschaut. Zwei Punkte sollen beispielhaft herausgegriffen werden:

Bebaungspläne
Mit dem Vertrag würden sich die Stadtverordnetenversammlung vorab binden, Bebauungspläne auf eigene Kosten aufzustellen. Mit der Zustimmung zu diesem Vertragsentwurf würde sich die Stadtverordnetenversammlung für die Zukunft verpflichten, Bebauungspläne für ein Einkaufzentrum aufzustellen und zu beschließen, ohne dass sie die Inhalte kennt.. Eine Entscheidungsfreiheit wäre später nicht mehr gegeben, denn sie ist die Verpflichtung eingegangen. Wegen der vagen Formulierung wird es zwangsläufig zu Problemen bei der unterschiedlichen Auslegung und somit zu Rechtsstreitigkeiten kommen.

Unrentierliche Kosten trägt der Steuerzahler
Zuletzt war von 4 Millionen Euro unrentierlicher Kosten die Rede. In dem verquasten Vertragstext steht:

"Der Stadt Homberg (Efze) ist bekannt, das (Rechtschreibung des Vertragstextes) zur Realisierung des Einkaufszentrums Marktplatz Ost die unrentierlichen Kosten (wie Kontaminierung, Errichtung Tiefgarage, Sondergründung und Auflagen der Denkmalbehörde) über Förderzuschüsse bzw. -mittel finanziert werden müssen."

Bekannt ist auch, dass Fördermittel oder Zuschüsse immer nur zu einem bestimmten Anteil gezahlt wird, den Rest hat die Stadt zu übernehmen müssen. Das ist gemeint, wird aber nicht offen gesagt. Egal ob Fördermittel oder städtische Mittel, immer sind es Steuergelder, die Privaten zugeschoben werden sollen.

Jeder Bauherr muss Stellplätze nachweisen oder sie durch Kostenübernahme ablösen. Laut diesem Vertragsentwurf soll die Stadt für die Parkplätze aufkommen (Errichtung Tiefgarage). Was als unrentierliche Kosten gilt, ist nicht genau formuliert, es ist eine Gummiregelung, die von der anderen Vertragsseite ausgedehnt werden kann.

4 Millionen Euro!
Was könnte mit diesem Geld in der Innenstadt alles bewegt werden? Seit einem Jahr wird jedoch nichts weiter von der Stadt zur Belebung der Innenstadt unternommen. Alles wird auf das Einkaufszentrum konzentriert.

Diese ist nur der Teil der Kritik, der am schnellsten ins Auge springt. Auch die anderen Regelungen müssen genau anlaysiert werden.
Der Vertrag belastet einseitig die Stadt. Die Vertragspartner gehen keine verbindlichen Pflichten ein.

Nach dem Urteil von Juristen darf einem solchen Vertrag wegen der massiven Mängel nicht zugetimmt werden. Er ist nicht nur vom Inhalt, sondern auch handwerklich laienhaft und unverantwortlich.

Grafik: Abgrenzungsplan, zum Vergrößern anklicken

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Architektenwettbewerb zum Einkaufszentrum: Abgebügelt

Der Vorschlag eines Architektenwettbewerbes für die Gestaltung eines Einkaufszentrums (wenn es dazu kommen sollte) wurde vom Bürgermeister mit falschen Zahlen abgelehnt. Er will die Planung einem Projektentwickler exklusiv zuschanzen, der nicht bereit war überhaupt Referenzen vorzulegen, sondern im März nur durch arrogantes und inhaltsleeres Auftreten auffiel.

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3 Standesbeamte für 73 Eheschließungen im Jahr

73 TrauungenDas sind alle 14 Tage eine Trauung durch.
Auch die anderen angegliederten Aufgaben sind auf den ersten Blick nicht so umfangreich.

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Solaranlagen: Auf Kosten der Bürger

„Wir erleben gerade eine Umverteilung von unten nach oben: Hartz-IV-Empfänger oder Mieter zahlen die Solaranlagen von wohlhabenden Hausbesitzern und all denen, die ein Dach haben, auf das sie eine Photovoltaik-Anlage setzen können.“
Stellvertretende Chef der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs (CDU).

Bürgermeister Wagner will noch größere Anlagen bauen. Die Bürger zahlen die Zeche doppelt, als Schulden der Stadt und als Subvention über ihre Stromrechnung.

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Investor, Investor, Investor

„Wir haben einen Investor.“
Dieses Mantra ersetzt das Denken und Prüfen.

Die Folgen sind verherend, wie an drei beliebigen Beispielen zu sehen ist.
Beberbeck, Sandershausen, Kirchmöser.

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Urteil gegen Homberger Hingucker aufgehoben

Der Forst- und Umweltdienst hatte gegen den Homberger Hingucker 2010 eine einstweilige Verfügung erwirkt. Das Urteil wurde jetzt aufgehoben.
Positive Klarstellung des Gerichts: Der Homberger Hingucker ist Teil der öffenlichen Presse.

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Kleine Schikane aus dem Rathaus

Dezember Protokoll rotWarum einfach, wenn es auch umständlich geht.
Protokolle sind so manipuliert worden, dass sie am PC nicht mehr durchsucht werden können.

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Sitzungsprotokolle noch immer nicht veröffentlicht

Sitzungsprotokolle noch immer nicht veröffentlicht Bürgermeister Martin Wagner setzt sich wiederholt über bindende Beschlüsse der Stadtverordneten hinweg.

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Freiflächensolaranlagen: Wenig Nutzen für die Region

Solarpark RemsfeldDie garantierte Gewinne fließen 20 Jahre lang aus der Region ab. Arbeitsplätze für die Menschen werden nicht geschaffen. Solche Anlagen nutzen den Investoren, die Stromkunden zahlen. Eine weitere Form der Umverteilung von unten nach oben.

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Projekt-Feuerwerk zum Jahresende: Mehr Schaden als Licht

Massive Verärgerung von Investoren, das ist Homberg. Die Ankündigung von neuen vagen Projekten kann das nicht ausgleichen. Hombergs Ruf wird vom Bürgermeister weiter ruiniert.

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Luther, Reformation, Lutherdekade

Katharina von BoraHomberg will auf den fahrenden Zug der Lutherdekade (2008-2017) aufspringen. 1517 veröffentliche Luther seine 95 Thesen in Wittenberg

In dem Konzept der kirchlichen Marketing-Veranstaltung anläßlich dieses Ereignisses kommt die Homberger Synode nicht vor.

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Hier wird Geschichte neu geschrieben

ohne Homber keine KlösterBürgermeister Wagner preist ein neues Projekt „Haus der Reformation“ und beweist erschreckende Geschichtsunkenntniss. Wenn er sich zur Reformation äußert, sollte er minimale Geschichtskenntnisse dazu mitbringen oder lieber schweigen. Hat denn niemand gemerkt, welchen geschichtlichen Unsinn der Bürgermeister von sich gegeben hat?

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Kein Verlass auf Gesetze und Behörden

Mutterboden nicht geschütztBehörden kümmern sich nicht um den Schutz des Mutterbodens, trotz gesetzlicher Verpflichtung.
Mutterboden ist für das Leben so wichtig wie Wasser.

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