Magistrat will Erdgeschoss von Marktplatz 15 kaufen
Seit mindestens 12 Jahren stehen die Räume des ehemaligen SPAR-Ladens am Marktplatz leer. Nachdem sich ein Käufer für das Grundstück gefunden hatte, musste die Stadt entscheiden, ob sie ihr Vorkaufsrecht ausübt.
Am 11. 6. 2015 beschloss die Mehrheit der Stadtverordneten, das Grundstück nicht zu kaufen.
Ankauf des Gebäudes mehrheitlich abgelehnt
Für eine Kaufentscheidung fehlten Unterlagen über die zukünftigen Kosten und der Nachweis der Wirtschaftlichkeit.
Bürgermeister Dr. Ritz setzte sich sehr für den Kauf ein. CDU, SPD, FWG und die FDP lehnten den Kauf ab.
Bürgermeister will weiterhin kaufen
Jetzt macht Dr. Ritz einen neuen Vorstoß und will das Erdgeschoss mit den Ladenfläche und dem Keller, zusammen 540 qm für 180.000 Euro kaufen. Für das gesamte Gebäude mit den zusätzlichen vier gut erhaltene Wohnungen soll der Käufer nicht einmal 200.000 Euro bezahlt haben.
Auch diesmal legt der Bürgermeister keine belastbaren Unterlagen vor.
In dem fensterlosen Bau sollen nach den Vorstellungen des Bürgermeister mindestens folgende Einrichtungen Räume nutzen:
die Volkshochschule, die Starthilfe, die Musikschule, das Familienzentrum, die Elternschule und der Tageselternverein.
Im jetzigen Zustand ist das Gebäude dazu nicht geeignet, es müsste umgebaut werden. Kosten nannte der Bürgermeister nicht.
Selbst nach einem Umbau ist es fraglich, ob es zu einem verträglichen Nutzungskonzept kommen kann.
Mindestens 140 qm liegen im Keller.
Bürgermeister baut Zeitdruck auf
Dr. Ritz will das mit Fördermitteln finanzieren. Er nennt das LEADER-Programm, daraus soll schon der Anbau an die Burgberggaststätte finanziert werden. Außerdem hofft er auf ein neues Bundesprogramm. Die Stadtverordneten sollen einer Bewerbung zustimmen. Die Bewerbungsfrist läuft am 13. November ab, die Bewerbung müsste mit Hochdruck geschrieben werden.
Ein Blick in das Förderprogramm zeigt, dass Homberg da kaum eine Chance hat, mit schneller Feder ein Entwurf hinzulegen und damit einen Zuschlag zu bekommen.
Das Bundesprogramm heißt "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen, Sport, Jugend und Kultur". Das Programm ist eilig angesichts der Flüchtlingsprobleme aufgelegt worden.
Gefördert werden sollen Projekte die hohe Bedingungen erfüllen müssen. Stichworte sind:
"überregionaler Bedeutung", "sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für die soziale Integration",
"Beitrag zum Klimaschutz", "überdurchschnittliches Investitionsvolumen", "hohes Innovationspotenzial"
Bei dem Förderprogramm verlockt die Förderquote von 90 Prozent für hochverschuldete Städte. Die Regelförderung beträgt nur 45 Prozent. Der begehrliche Blick aufs Geld macht blind, so übersieht man im Rathaus, dass es um die Sanierung kommunaler Einrichtungen geht. Bis jetzt ist das Gebäude aber in Privathand.
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1 ha Grundstück mit über 3.000 qm Geschossfläche für 18,00 Euro/qm.
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Auf der Baustelle nur Leihgeräte,