HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Persönliche Erklärung des Stadtverordneten Dirk Pfalz

 

In der Stadtverordnetenversammlung am 22. 08.2019  gab der Stadtverordnete Dirk-H. Pfalz (Bürgerliste) vor Sitzungbeginn die folgende persönliche Erklärung ab.   Die Regelungen zu persönlichen Erklärungen finden sich in der Geschäftsordnung § 24.

 

Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren,

mir wurde von einem Stadtverordneten in der letzten Sitzung des Ausschuss für Stadtmarketing und Kultur in einem Wortbeitrag vorgehalten, ich würde mit meinen Fragen und Wortmeldungen die Stadtverordneten und insbesondere ihn „terrorisieren“. Diese Äußerung habe ich als ungehörig zurückgewiesen, sie wurde jedoch nicht vom Ausschussvorsitzenden gerügt.

Der Gebrauch des Wortes „terrorisieren“ ist für mich Grund und Anlass für diese Erklärung.

Ich möchte die Wortwahl nicht mit körperlicher Gewalt in Verbindung bringen, da es sie vorliegend nicht gab. So gilt für mich zur Beurteilung die übliche Definition für Wortbeiträge, nämlich: mit hartnäckiger Aufdringlichkeit belästigen, unter Druck setzen.

Dieser Wortbedeutung will ich die Bedeutung des Stadtverordneten in unserem politischen System, besonders in der Kommune gegenüberstellen: Der Stadtverordnete ist im Rahmen der kommunalen Rechtsetzungshoheit das wichtigste Organ der kommunalen Selbstverwaltung.

Jetzt möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf dir Entscheidungsprozesse in der Gemeinde lenken. Diese sind in den Kommunalverfassungen der Länder unterschiedlich ausgestaltet. Sie im Detail mit ihren Unterschieden darzustellen, nähme zu viel Zeit in Anspruch. Deshalb möchte ich, gestützt auf Art. 28 Abs. 1 S. 2 GG „das freie Mandat“ und Art. 20 Abs. 2 Satz 2 GG „Demokratieprinzip“ sowie letztlich das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum parlamentarischen Fragerecht vom 22.11.2017, folgende Aussage treffen:

Es gibt den ungeschriebenen verfassungsunmittelbaren Informationsanspruch eines jeden Stadtverordneten gegenüber dem Bürgermeister und dem Magistrat.

Dieser Anspruch rechtfertigt regelmäßig meine Fragestellungen in Ausschüssen und in dieser Versammlung. Schließlich sollen die mir gegebenen Antworten mir helfen, meiner in § 50 Abs. 2 Hess. Gemeindeordnung normierten Pflicht nachzukommen: Die Gemeindevertretung überwacht die gesamte Verwaltung, ausgenommen Auftragsangelegenheiten, und die Geschäftsführung des Gemeindevorstandes.

Überwachen heißt für mich „durch ständiges Beobachten zu kontrollieren“. Das Mittel hierzu ist für mich, mir durch Präzisierungsfragen die nötigen Informationen zu beschaffen. Es ist somit meine persönliche Entscheidung, wann ich die mir gegebenen Informationen als für mich ausreichend ansehe oder mich für Nachfragen entscheide. Dritten steht nicht das Recht zu, diesen Informationsanspruch zu beschneiden oder zu verunglimpfen.

Als Homberger Stadtverordneter habe ich wiederholt gerügt, dass mir seitens des Magistrates und des Bürgermeisters Informationen zu Entscheidungsvorgängen zu spät und unzureichend gegeben worden sind. Sachverhalte stellen sich im Nachhinein und Einzelfall oft anders dar, als vorgestellt. Dies erschwert meine ehrenamtliche Tätigkeit für diese Stadt und meine gesetzlich vorgegebene Kontrollpflicht.

Um dieser für mich und auch Dritte gerecht zu werden, bedarf es Fragen und auch wiederholten Nachfragen. Für diese lasse ich mich nicht durch missachtendes Verhalten und Titulierungen abqualifizieren.

Ich habe ein Demokratieverständnis, das ich aus dem Grundgesetz ableite. Und ich habe eine Verpflichtung gegenüber wahlberechtigten Bürgern dieser Stadt. Ihnen möchte ich Informationen über Entscheidungen in diesem Parlament und unserer Stadtverwaltung geben können.

Dieser Anspruch ist mit ein Grund dafür, dass ich über die Fraktion der Bürgerliste einen Antrag vorbereite, eine „Bürgerfragestunde“ und eine „Pflicht des Bürgermeisters zur Information der Stadtverordneten“ zum regelmäßigen Gegenstand der Stadtverordnetenversammlung zu machen.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Homberg, 22.08.2019

Druckansicht

 


Tourismus in Homberg

Keine Infos im Touristbüro aber Millionen für einen außerschulischen Lernort.

weiterlesen »


Journalismus: Realität abbilden wie sie ist

  Die Bundeszentrale für politische Bildung erklärt über den Beruf des Journalisten: Journalisten wollen möglichst schnell informieren, und die Realität so abbilden, wie sie ist.   (Vor)schnelle Information Die HNA berichtete am Dienstag, dem 20. August 2019 in zwei Beträgen über die Beschlüsse der Stadtverordneten. Dabei wurde auch Bürgermeister Dr. Nico Ritz zitiert. Am Folgetag […]

weiterlesen »


Das Mardorfer Grundstücksgeschäft

Ein Grundstückkauf mit Klauseln zum Schaden der Stadt.

weiterlesen »


Entsteht hier ein neues Mahnmal?

  Zwischen dem Gebäude der Kreissparkasse und der Bundespräsident Theodor Heuss Schule entsteht kein neues Mahnmal. Offizielle Informationen über das Bauwerk sind nicht bekannt. Es soll ein Wasserspeicher entstehen, in dem Löschwasser für die automatische Feuerlöschung (Sprinkleranlage) im Einkaufszentrums gespeichert werden soll. Auf dem Foto ist die Innenschalung der Betonwand zu erkennen. Aus der Bodenplatte […]

weiterlesen »


Kita-Neubau Mardorf: Was stimmt da nicht?

Link zur Erläuterung des Kaufbeschlusses Die Stadtverordneten beschlossen, das Grundstück Flur 8, Flurstück 246/54 (Eigentümer Cord Kroeschell) zu kaufen.    Welches Flurstück hat die Stadt gekauft? In der Flurstück-Karte des Geo-Informationsdienstes ist ein Flurstück mit dieser Nummer nicht zu finden. Dort, wo der Kindergarten gebaut wurde, trägt das Flurstück die Nummer 54/7, die neue Nummerierung […]

weiterlesen »


Zukunfts-Investitionen in den Wald sind notwendig

   Zum HNA-Artikel: Wald kämpft ums Überleben: Dr. Klaus Lambrecht Zur Zeit ist der Zustand unserer Wälder in aller Munde. Tagtäglich kommen neue erschütternde Berichte über die katastrophale Lage des Waldes für das Klima, aber auch als Wirtschaftsfaktor. Umso mehr verwundert es, dass die HNA zwar von einem Waldbegang berichtete, an dem auch Stadtverordnete teilgenommen […]

weiterlesen »


Wirtschaftliches Handeln?

  Bürgermeister und Magistrat sind verpflichtet wirtschaftlich zu handeln. So steht es in der Hessischen Gemeindeordnung. In den Unterlagen für die nächste Stadtverordnetenversammlung am 22. August 2019 ist zu lesen, dass die Stadt die Burgberggaststätte für 450 Euro im Monat verpachtet. In den Küchenanbau von nur 28 qm sind 240.000 Euro geflossen, und weiter 85.000 […]

weiterlesen »


Was steht auf der Tagesordnung?

Am Donnerstag dem 22. August 2019 findet die nächste Stadtverordneten-Versammlung in der Stadthalle statt.

weiterlesen »


FC Homberg setzt sich für einen Kunstrasenplatz ein

  Mit der Schlagzeile auf der HNA Titelseite "FC Homberg setzt sich für einen Kunstrasenplatz ein" wird ein Loblied auf die Vorzüge eines Kunstrasenplatzes angestimmt. Auf dem Foto ist auch Christian Marx zu sehen, der Jugendwart des FC, der gleichzeitig SPD-Stadtverordneter ist. Wie bekommt er den Spagat hin, einerseits für Kunstrasen einzutreten und gleichzeitig Homberg […]

weiterlesen »


Ausschuss soll ohne Unterlagen beraten

  In zwei Tagen soll der Ausschuss für Stadtmarketing und Kultur beraten. Es gibt eine Tagesordnung, aber keine Unterlagen dazu. Wie wird man da wohl beraten?  

weiterlesen »


Nachgerechnet: Einkaufszentrum

   Foto von der Ziegenhainer Straße nach Westen. Steile Böschung am Bindeweg.   2015 Aussagen über das Einkaufszentrum 15 Millionen Euro Bausumme. 184 Millionen Euro Kaufkraft. 2017 Eröffnung zum Weihnachtsgeschäft.   Die Realität Kaufkraft nur halb so hoch: 85 Mio. Euro. Die Planer hatten nicht berücksichtigt, dass sie mit dem Anlieferverkehr in Konflikt mit der […]

weiterlesen »


Nachgerechnet: Wohnungen Engelapotheke

  Bisher sind als Baukosten für die ehemalige Engelapotheke 4 Mio. Euro bekannt. Diese Angabe wurde nicht dementiert. Unbekannt ist, ob am Ende der Bau noch teurer geworden ist. Bei vier nutzbaren Geschossen enfällt auf jede Etage ein Kostenanteil von 1 Mio. Euro. Die zur Vermietung anstehenden Wohnungen mit 160 qm Wohnfläche haben also je […]

weiterlesen »


Druckansicht

Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt Mediendesign • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA. Impressum Impressum