HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Ein Euro für ein großes Vermögen

Krankenhaus VerkaufHNA Fritzlar-Homberg 21. 12. 2006

"Das war’s für Homberg
500 demonstrierten für Krankenhaus in der Kreisstadt – Asklepios übernimmt Kliniken

Von Reinhard Berger und Damai D. Dewert

Schwalm-Eder. Um 12.42 sind gestern im Borkener Bürgerhaus die Schwalm-Eder-Kliniken verkauft worden. Unter den Pfiffen von 500 Besuchern stimmten 38 Kreistagsabgeordnete für die Übergabe an Asklepios, 28 waren dagegen, eine Abgeordnete enthielt sich. Damit ist das Aus fürs Homberger Krankenhaus besiegelt.

Nach dem Vertragsentwurf erhält der Kreis den Kaufpreis von einem Euro und zahlt einen Sanierungszuschuss von 15,9 Millionen Euro. Außerdem verzichtet der Kreis als Noch-Eigentümer auf die Rückzahlung von 28 Millionen Euro, die der Klinik-GmbH im Laufe der Jahre als Darlehen zur Verfügung gestellt worden waren. Der Notlagentarifvertrag für die 900 Beschäftigten gilt bis Ende 2008. In den nächsten zwei Jahren sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen."

Für dieses Geschenk bedankt sich der Asklepios-Konzern mit der Schließung des Homberger Krankenhauses.

Abstimmungsverhalten nach HNA-Bericht von 2006

"- SPD: 32 dafür, zwei dagegen (Marga Fischer, Heinz Marx, beide Homberg),
– FWG: vier dafür,
– CDU: 20 dagegen,
– Grüne: einer dafür, drei dagegen,
– FDP: einer dafür, eine Enthaltung,
– Linke: zwei dagegen,
– Bürgerliste: eine dagegen. "

Das Abstimmungsverhalten der CDU sollte nicht täuschen, dies war nur dazu da, die Oppositionsrolle zu unterstreichen. Inhaltlich war und ist die Privatisierung das Ziel auch der CDU-Politik. Wer erinnert sich noch an die gebetsmühlenartigen Satz: "Private können es besser"?

Jetz haben wir in Homberg gesehen, wohin Privatisierung führt.

Schließung des Homberger Klinikums

 

 

Korrektur(29. 8.2010):

Der Text : " Die Schließung des Standortes Hombert sei Bestandteil des medizinischen Konzepts des Anbieterkonsoriums" stammt nicht aus der HNA vom 21. 12. 2006, wie hier irrtümlich angegeben war, sondern aus der Pressemitteilung von Asklepios, die sie am 21. 12. 2006 auf ihrer Homepage veröffentlichte. Ich bitte diese Verwechselung in der Quellenangabe zu entschuldigen.

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Von den über 43 Millionen Euro, die Homberg an Schulden vor sich herschiebt, stammt immerhin knapp zwei Drittel aus der achtjährigen Ära Wagner. Quelle: Haushaltsplan 2010

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