HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Eine Tischvorlage, eine Frage und eine falsche Antwort

BildIn der letzen Stadtverordnetenversammlung wurde den Stadtverordneten zu Beginn eine Liste mit den Mehrausgaben 2012 mit gut 200 Positionen ausgehändigt. Nach der Sportlerehrung erklärte Bürgermeister Martin Wagner, diese Liste über die Mehrausgaben würde reichen, ein Nachtragshaushalt wäre nicht notwendig. Er lud ein Fragen zu den Mehrausgaben zu stellen. Wer hätte diese Liste lesen können, dazu war gar keine Zeit. Im Schnelldurchgang suchte ich lediglich die großen Abweichungen. Gleich auf der ersten Seite fiel ein Betrag von 21.890 Euro auf, der als Umlage an den Zeckverband Schwalm-Eder-Mitte zu zahlen ist. 14.800 Euro waren eingeplant, 36.690 Euro sind in dem Jahr zu zahlen.

"Fragen sie den Bürgermeister"
– Wie kommt es zu dieser großen außerplanmäßigen Abweichung?
– Wofür wurde das Geld gebraucht?

Die Antwort des Bürgermeisters:
Im Verband habe man beschlossen, dass der Haushalt des Zweckverbandes ausgeglichen werden soll, deshalb muss Homberg mit diesem Betrag daran beteiligen.
Die Kosten seien durch die Erd- und Kanalbauarbeiten auf dem Gelände entstanden.

Nachrechnen
Homberg ist mit einem Anteil von 30 Prozent am Zweckverband beteiligt. Die 36.690 Euro entsprechen damit 30 Prozent des Zweckverbandshaushaltes, der danach eine Höhe von 122.300 Euro beträgt.

Auf dem Gelände des gemeinsamen Gewerbegebietes sind gewaltige Erdarbeiten durchgeführt worden. Auch ein Laie kann erkennen, dass diese Erdmassen nicht für 122.300 Euro zu bewegen sind.
Wenn schon eine so einfache Überlegung Zweifel an der Aussage des Bürgermeisters begründet, muss man weiter recherieren und an anderer Stelle die Aussage prüfen.

Rechercheergebnis
1. Homberg war mit seinen Zahlungen an den Zweckverband im Verzug.
2. Die Gelder sind für die Verwaltungsarbeit des Zweckverbandes benötigt worden und nicht für Erdarbeiten.

Fazit
Die Antwort des Bürgermeisters war falsch. Die Stadtverordneten wurden hinters Licht geführt. Wieder einmal. Das ist leider schon Alltag in Homberg und wird weiterhin von den Stadtverordneten von CDU und SPD gedeckt.

Grafik: Zum Vergrößern anklicken

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DOKUMENTATION

aus dem Protokoll der Stadtverordnetenversammlung vom 27.9.2012

Zu Punkt 3:
Kenntnisnahme von Mehraufwendungen und Mehrerträgen im Haushaltsplan 2012 in einzelnen Teilhaushalten (Budgets)

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SPD: Bis 8.000 Euro für Umzug des Heimatarchivs

8.000 Euro für den Umzug des Archivs fordert die SPD. Auf der anderen Seite sollen die Bürger Vorschläge zum Sparen und zur Gebührenerhöhung machen. Der Bürgermeister schlägt schon einmal vor die Friedhofsgebühren im nächsten Jahr zu erhöhen, damit so 5.500 Euro in die Stadtkasse fließen.

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Kasernenkauf: Stadt schafft vollendete Tatsachen, obwohl die Fördermittel halbiert sind

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Schon 1,75 Mio. Euro Verlust in der Kasernen-Kalkuation

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PV-Park: 15 Mio. € Überschuss staatlich garantiert – wer macht Kasse ?

PV_Park Bau15 Mio.Euro Gewinne für Investoren gesichert.
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Förderquoten Lokale ÖkonomieDie Merkwürdigkeitn bei der Veröffentlichung der Zahlen macht neugierig, was dahinter steckt. Tatsächlich finden sich einige Merkwürdigkeiten bei genauer Betrachtung. Eine Erklärung der Vorsitzenden des Stadtmarketingvereins ist notwendig

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Ein SPD-Erfolg

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196.000 Euro Fördermittel noch nicht abgerufen

Fördergebiet lokale ÖkonomieGut die Hälfte der Fördermittel kann noch abgerufen werden.
Lezte Frist 30. November 2013

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