HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Pioneers , die Jugendwerkstatt und die Schlagworte

Bildschirmfoto: Homepage der Stadt Homberg

Werkzeugsammlung für eine Jugendwerkstatt in der Untergasse

Eines der letzten Projekte, die der "Summer of Pioneers" mit seinen vielen Ideen nach Homberg bringen wollte: Der Plan, in einem ehemaligen Ladengeschäft in der Untergasse eine Jugendwerkstatt einzurichten. Dort sollen Dinge des Alltags repariert werden können. Doch vorher werden Werkzeuge und Werkbänke benötigt, die Handwerker zur Verfügung stellen sollen. Das Projekt soll mit der Stadt Homberg realisiert werden.

Seit Jahren gibt es in Homberg im Davidsweg ein Jugendzentrum. In dem kleineren Gebäude des Jugendzentrums ist schon lange eine Werkstatt eingerichtet worden. Von einer Fahrradwerkstatt war einmal die Rede. Aktuell wirbt das Jugendzentrum mit dem Angebot, in der Werkstatt aktiv zu werden.

Ist der Stadt Homberg nicht bekannt, dass sie selbst ein Jugendzentrum mit einer Werkstatt betreibt? Hat keiner aus der Stadtverwaltung den Pioneers gesagt, dass es dieses Angebot im Jugendzentrum bereits gibt?
 

Wie der "Summer of Pioneers" schön geredet wird

Als Erfolg des Experiments des "Summer of Pioneers" muss nicht nur der Plan einer Jugendwerkstatt herhalten. Angefangen hat es mit der "tollen Idee", eine Bank am Burgberg zu reparieren. Ein weitere tolle Idee, auf die die Homberger wohl schon lange gewartet haben: Ein kleines Hochbeet auf dem Marktplatz, in dem die  reifen gelben Zucchini teil angefressen, teils angefault ungeerntet liegen. Wer wird den Gemeinschaftsgarten am Burgberg jetzt nutzen und pflegen, nachdem die Teilnehmer wieder in ihre Städte zurückgekehrt sind? Dort haben sie ihre Wohnungen und ihren Freundeskreis behalten.

Was wird aus den Wohnungen, für die Büros der Stadtverwaltung geräumt und neu für die Pioneers eingerichtet  wurden? Wie viele Stunden werden die Mitarbeiter des Bauhofs wieder im Einsatz sein, um alles wieder umzurüsten? Wie sollen die Räume jetzt genutzt werden? Was wird aus dem ehemals als Tourismusbüro sanierten Fachwerkhauses am Marktplatz, in das extra ein Bad eingebaut wurde?

Die Stadt wertet es als Erfolg, dass zehn Personen die Absicht hätten, in Homberg bleiben zu wollen. Mal sehen, wie viele es wirklich in einem Jahr sein werden. Ein Paar der Pioneers war schon im Mai nach Homberg gezogen, vor dem Beginn des "Summer of Pioneers". Es hatte sich bereits eine private Wohnung gesucht und gemietet, weil sie aus dem Ballungsraum Rhein-Main wieder zurück nach Nordhessen wollten, woher die Frau stammt.

So wie dieses Paar gibt es deutschlandweit eine Bewegung aus den Ballungszentren in den ländlichen Raum. Man schaue nur einmal, wie viele Beiträge sich in den Medien mit diesem Thema befassen. Dazu brauchte es gar nicht das Experiment "Summer of Pioneers".

 
Bleibt am Ende des Projekts eine Bilanz aufzustellen: Was hat dieses Experiment für die  Stadt gekostet? Im Haushalt wurde keine Kostenstelle  eingerichtet, aus der die tatsächlichen Kosten ersichtlich sind. Aus welchem Topf ist alles von der Stadt finanziert worden? Mit Haushalts-Klarheit und Haushalts-Wahrheit hat das nichts zu tun. Wie viele andere, notwendige Aufgaben konnten nicht durchgeführt werden?

Mittlerweile scheinen auch der HNA etwas Zweifel zu kommen. Sie fragt, ob alle Homberger das als Gewinn für Homberg sehen.

 

Nachtrag

  
Ein Leser verwies auf die Bedeutung des Wortes "Machwerk" laut Wikipedia.

 

 

 

 

 

 

 

 


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