Homberg wieder im Schwarzbuch für Steuerverschwendung
Homberg war mit seinem Kauf einer Schrottimmobilie in der Hauptstraße in Wernswig
bereits 2024 im Hingucker und im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler.
Da seitdem nichts passiert ist, bekam Homberg auch im neuen Schwarzbuch 2026 wieder einen Platz.
Was ist passiert?
Homberg (Efze) (HE). Im Schwarzbuch 2024/25 monierte der BdSt, dass das nordhessische Homberg (Efze) eine Schrottimmobilie für 125.000 Euro gekauft hatte. Das Haus stand damals angeblich der Gestaltung eines neuen Ortsmittelpunkts in Wernswig im Weg. Außerdem gab die Stadt an, dass am Gebäude eine Engstelle bestehe, die ein erhöhtes Risiko für Fußgänger und Radfahrer darstelle. Weil die Homberger Verantwortlichen den Immobilienkauf überstürzten, lag der Kaufpreis deutlich über dem tatsächlichen Wert. Bei einer vorangegangenen Zwangsversteigerung ging die Immobilie noch für 27.500 Euro an einen anderen Bieter. Die Stadt zog den Kürzeren, weil sie sich mit einer Satzungsvorgabe beim Bieten selbst beschränkt hatte. Der BdSt kritisierte im Schwarzbuch, dass Homberg (Efze) vor der Zwangsversteigerung hätte sicherstellen müssen, auch bei einem höheren Gebot mitsteigern zu können.
Mit der Entscheidung, was konkret mit dem Haus geschehen soll, ließ sich die Stadt schon 2024 Zeit. Sehr viel Zeit, wie sich jetzt zeigt: Knapp zwei Jahre nach der ersten Erwähnung im Schwarzbuch hat der BdSt nachgefragt, was aus der Immobilie geworden ist. Die Aussage der Stadt im Februar 2026: Das Haus sei zwar noch städtisches Eigentum, bisher aber weder abgerissen noch saniert oder umgenutzt. Ähnlich ernüchternd fiel die Antwort auf die Frage eines Stadtverordneten nach dem Sachstand bei der Immobilie während einer Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Stadtentwicklung im November 2025 aus. Damals erklärte der Bürgermeister, „dass die Verwaltung sich aktuell mit den umliegenden Flächen befasse, um eine ganzheitliche Flächenordnung zu erreichen“.
Weil nach wie vor kein Elan in Homberg (Efze) festzustellen ist, findet sich der Fall in diesem Jahr erneut im Schwarzbuch. Leider nicht im Kapitel „Erfolge“.
Foto: Jochen Kilp
siehe auch Beitrag von 2017: https://homberger-hingucker.de/homberg-hat-immer-noch-keinen-platz-im-schwarzbuch/
