HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Mobilitätszentrale in Welferode – und der Busbahnhof?

  
Ein Welferoder Bürger stellte in der ersten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses den Entwurf eines Mobilitätszentrums im Ort vor, um ein Förderprogramm nutzen zu können.
Der Nordhessische Verkehrs Verbund (NVV) hat in seinem Haltestellen-Konzept bereits Vorgaben gemacht, die aber in Homberg weitgehend ignoriert werden. Siehe Busbahnhof.

  
Welferorder Bürgerkonzept

In eine handelsübliche Garage mit Eingangstor sollte ein sicherer Fahrradabstellraum abgetrennt werden. Hier sollte man vom Fahrrad auf ein Auto (Car-Sharing)  umsteigen können, das im vorderen Teil der Garage bereitsteht. Auch Elektrofahrräder und ein Lastenfahrrad sollt ausleihbar sein. Dazu eine Ladestation für Elektroautos.

Dieses Bürgerkonzept sollte in einem Ortsteil mit 311 Wählern realisiert werden. Der Ausschuss stimmte dem Projekt zu, damit ein Förderantrag eingereicht werden kann. Sollte der Erfolg haben, müsste die Stadt 24.678,00 Euro Eigenmittel bereitstellen. Die Gesamtkosten wurden mit 82.260,00 Euro angegeben.

Ein schönes Projekt. Doch es stellt sich die Frage: Warum wird ein geschützter Fahrradunterstand und eine Ladestation nicht am zentralen Busbahnof eingerichtet, wo ein viel größeres Verkehrsaufkommen herrscht? 

  
NVV: Zukunftsfähige Haltestellen

Die Ausstattung des Busbahnhofs hinkt weit hinter dem Standard anderer vergleichbarer Ort hinterher. Man sehe sich nur einmal Fritzlar an.
Der NVV hat für die Haltestellen ein durchdachtes Konzept entwickelt, das die Städte umsetzten sollten, damit das nordhessische Verkehrsnetz gleichbleibende Qualität hat. Homberg fällt schon jetzt zurück. 

  
Die Mängel des Homberger Busbahnhofs – seit Jahren bleiben sie unbearbeitet.

Wegweiser zu den Bussteigen in die verschiedenen Richtungen fehlen. Es gibt nur die Bezeichnung der Haltestellen von A bis D. Wo die einzelnen Busse abgehen, wird an vergleichbaren Bushaltestellen durch eine elektronische Anzeige geregelt, Abfahrtzeit, Wartezeit und Bussteig werden immer aktuell angezeigt. Das haben bereits die Schüler vorgeschlagen, als sie sich mit viel publizistischen Aufwand um die Verbesserung am Busbahnhof Gedanken machen sollten. Sie taten es, doch die Stadt ließ es in der Schublade verschwinden.

 

  
Sichere Fahrradunterstände
gibt es in Homberg nicht, nicht einmal Abstellplätze für Fahrräder, wo sie angeschlossen werden können.

Beleuchtete Informationskästen – in Homberg ist er unbeleuchtet.

Wetterschutzhallen bieten nur wenig Platz, weniger als im NVV-Konzept vorgegeben.

Viel zu schmale Bussteige in Homberg, ein Begegnungsverkehr von zwei Kinderwagen ist schon schwierig.

Homberg drückt sich davor, die Pflichtaufgaben zu erfüllen, lieber finanziert die Stadt irgendwelche Spielereien. Wer erinnert sich noch an die großen Phrasen des Summer of Pioneers?

 


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