Partnerschaft mit Ubatuba, Partnerschaft mit Bolsonaro-Anhängern?
Während Bürgermeister Dr. Ritz mit der Schülergruppe in Ubatuba war, fanden in Brasilien auch der 2. Wahlgang zur Präsidentenwahl statt.
In Ubatuba erreichte Favier Bolsonaro knapp 60 Prozent der Stimmen, Lula 40 Prozent.
Das Wahlergebnis von Ubatuba steht im Gegensatz zum Ergebnis in ganz Brasilien, wo Lula die Mehrheit mit 51,8 Prozent gewann. Bolsonaro erhielt 48,2 Prozent.
Bei dieser Wahl gab es eine unerwartete hohe Wahlbeteiligung.
Abbildung: Wahlergebnisse in den Wahlbezirken von Ubatuba. Bolsonaro gewann in 31 Wahlbezirken, Lula in einem.
Favier Bolsonaro, der Sohn des vormaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, verlies nach der Wahl illegal Brasilien -er hatte seinen Pass abgeben müssen- und flog in die USA, auf Flucht vor der Justiz so die Tagesschau.
Er durfte nicht ausreisen, da gegen ihn wegen mutmaßlicher Korruption, Geldwäsche und Steuerhinterziehung ermittelt wird.
Sein Vater Jair Bolsonaro ist wegen eines Umsturzversuchs zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilt worden.
Auf Wikipedia heißt es:
vertritt gesellschaftspolitisch rechtspopulistische bis rechtsextreme und wirtschaftspolitisch neoliberale Positionen. Aufmerksamkeit erlangte er vor allem mit frauenfeindlichen, homophoben, rassistischen und antiwissenschaftlichen Äußerungen sowie seiner Verteidigung der brasilianischen Militärdiktatur (1964–1985).
Wie stellt sich Bürgermeister Dr. Ritz zu diesem Wahlergebnis in Ubatuba,
zu der die Stadtverordneten 2025 eine Städtepartnerschaft beschlossen haben?
Wie stellen sich die Homberger Parteivertreter, zu den Position von Bolsonaro
die in der Partnerstadt mehrheitlich geteilt werden, wie das Wahlergebnis deutlich zeigt?