5000 qm Spielhalle im gemeinsamen Zweckverband

3,3 ha sind an die Gauselmann-Gruppe im Gewerbegebiet Knüllwald-Remsfeld verkauft worden, dort sollen Spielhallen entstehen.
In der Verbandsversammlung des Zweckverbandes am 2. März war von einer Spielhalle nichts zu hören.
Nur eine kleine Notiz am 5. März in der HNA gab einen Hinweis auf das neue Vorhaben im gemeinsamen Gewerbegebiet. Auch in Homberg hat der Bürgermeister davon noch nichts verlauten lassen.
Dankenswerterweise machte ein Leserbrief auf die Problematik dieser Ansiedlung aufmerksam.
>>Hat der Vorstand des Zweckverbandes einmal eine Abwägung vorgenommenen zwischen den Arbeitsplätzen die da entstehen und den sozialen Folgen für die Region?
>>Will man mit einer solchen "Gewerbeansiedlung" die städtischen Einnahmen durch die fällige Vergnügungssteuer aufbessern?
>>Hat man sich überhaupt Gedanken gemacht, wie sich durch eine solche Ansiedlung das Suchtpotential mit allen dazugehörigen Begleiterscheinungen auswirken wird?
Ilona Füchtenschnieder, Verband Glücksspielsucht:
"Die Vergnügungssteuer wird ja pro Gerät auch erhoben und die Kommunen sind die
Nutznießer. Und je mehr Geräte und je mehr Spielhallen es in der Kommune gibt, desto
höher sind natürlich auch die Einnahmen aus dieser Quelle."
Siehe auch:
Fachverband Glücksspielsucht
Zocken leicht gemacht
Soziale Kosten des Glücksspiels
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung-Beratungstelefon
zur Glücksspielsucht 0800 – 1 37 27 00
Dokumentation
20090305 HNA FH
Spielothek-Bau
Eingetütet ist im bestehenden Knüllwälder Gewerbegebiet der Bau einer Spielothek. Die Gauselmann-Gruppe hat dafür ein 3,3 Hektar großes Grundstück gekauft. Spielautomaten, Spielgeräte, Billardtische, ein Café und Internetanschlüsse mit Spielmöglichkeiten sollen zunächst auf 5000 Quadratmetern entstehen, sagte Bürgermeister Jörg Müller. Andere Teile des Grundstücks wolle die Gruppe selbst vermarkten. Im Gespräch seien Fast-Food-Restaurants und Hotels. Der Verkaufspreis: knapp eine Million Euro. (zty)
20090314 HNA FH
Leserbrief
Thema: Spielhalle im neuen Gewerbegebiet
Gratulation dem Zweckverband Schwalm-Eder-Mitte, es geht voran, das Gewerbegebiet beginnt zu blühen. Oder sollte man eher sagen, es treibt zweifelhafte Blüten?
Eine Spielhalle soll auf 5000 Quadratmetern Fläche entstehen (das ist die Größe eines Fußballplatzes!). Auch mit Hilfe von Geldern der Allgemeinheit wird hier der Spielsucht neuer Raum verschafft, während andererseits – wieder mit Geldern der Allgemeinheit – immer mehr Menschen mit einigem Aufwand von der Krankheit Spielsucht geheilt werden müssen, mal ganz abgesehen von dem ebenfalls geplanten Junk-Food-Restaurant.
Das erinnert fatal an die Subventionen für den Tabakanbau und den Kosten der Behandlung kranker Raucher für die Gesellschaft.
Was ist von den Absichtserklärungen der Verantwortlichen, vorrangig sozial, regional und ökologisch verträgliche Unternehmen anzusiedeln, geblieben?
Muss man jetzt schon jeden Interessenten nehmen und die Autobahn-Un-Kultur mit ihren negativen Begleiterscheinungen immer weiter im (noch) lebens- und liebenswerten ländlichen Raum verbreiten?
Schön wäre es, wenn stattdessen mehr Phantasie und Ideen erblühten, dabei helfe ich auf Wunsch gerne mit.
Helmut Koch, Dipl.Ing.agr., Homberg
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Eine Aufhebung der Fußgängerzone würde dem Durchgangsverkehr über den Markt stark erhöhen.
Der Vorschlag, mit einem Mitgliederladen für ein attraktives Naturkost-Angebot auf dem Homberger Marktplatz zu sorgen, stößt auf großes Interesse.
Das Spielzeug auf dem Homberger Markt kostet nach Listenpreis über 10.000 Euro. Kosten für den Einbau kommen noch hinzu.
Neues Spielgerät auf dem Marktplatz installiert. Wer soll das bezahlen? Fast alle Gebühren werden zur Zeit angehoben, vor allem auch die Kindergartengebühren.
Diese Regelung gilt in Melsungen.
sortiert nach Steigerungsrate in Prozent und nach Kosten für die Kindergartenstunde.
Auf der Tagesordnung stehen:
Diesen Versuch des Anzeigenblattes zur Skandalisierung könnte man stillschweigend übergehen, wenn es nicht Methode hätte.
„Mit den zehn Hektar Fläche für 310 Lkw- und 124 Pkw-Stellplätze, Service-Bereich, Großtankstelle, Restaurant, Hotel, Kasino und Supermarkt läge die Anlage deutlich über der Durchschnittsgröße eines deutschen Autohofes“