Von Kompass bis Kiosk – der Eiertanz geht weiter
Zeichnung mit den "Ergebnissen" der Jugendbefragung
Von Kompass, über Familiencafé, Mensa, Veranstaltungsräume bis Kiosk erzählte Bürgermeister Dr. Nico Ritz den Hombergern, was im Stadtpark "Alter Friedhof" geschehen soll.
Bei der Sicherheitsbefragung Kompass verweigert der Bürgermeister und auch das Innenministerium die Veröffentlichung der Ergebnisse. Der Bürgermeister legte nach wiederholten Nachfragen zwei DIN-A4 Seiten vor, ohne Briefkopf ohne Unterschrift, in denen behauptet wird, es gäbe ein Sicherheitsproblem im Stadtpark. In den Fragebogen ist an keiner Stelle nach dem Stadtpark gefragt worden. Das Papier ist offensichtlich eine Erfindung, die Dr. Ritz den Bürgern vorsetzt.
Dann wurden Jugendliche befragt, was sie sich im Stadtpark wünschen. Die Wünsche wurden den Teilnehmenden in den Mund gelegt. Das ist die Homberger Art der Beteiligung.
Im Sommer 2022 ist es dann still geworden um das Familiencafé.
Keine angekündigte Wirtschaftlichkeitsberechnung, kein Betreiberkonzept, keine Kostenaufstellung.
Planlose Planung
Schon im Sommer 2022 sei ein Auftrag an ein Architekturbüro für die Planung des Familiencafés vergeben worden.
Kann ein Familiencafé im Stadtpark wirtschaftlich betrieben werden?
Am 20. Februar 2022 beschlossen die Stadtverordneten, dass eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung in Auftrag gegeben werden soll, mit 30 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen. Diesen Beschluss ignorierte Dr. Ritz, er setzte sich über die den Beschluss hinweg. Diese Frage wurde nie beantwortet.
– Einmal wurde von einer Studie gesprochen,
– dann hieß es, es bedürfe keiner solchen Untersuchung
– dann sollte das Gasthaus Krone und das Familiencafè gemeinsam bewirtschaftet werden
– dann sollte es auch gleichzeitig eine Mensa für die Beschäftigten der Kreisverwaltung werden, sie sollten in ihrer Mittagspause nicht mehr zu den Anbietern im Einkaufszentrum gehen
– dann sollte es kulturelle Veranstaltungsräume bieten.
Auch Bürgermeister Dr. Nico Ritz ist das Problem bekannt.
Er hofft,dass es mit dem geplanten Kiosk im Stadtpark gelöst werden kann.
„Das Vermüllungsproblem zeigt, wie wichtig die soziale Kontrolle für diesen Ort ist.“
Mit dem Kiosk sei ein Lösungsansatz zu einer dauerhaften sozialen Kontrolle definiert.
HNA 26.06.2026
Diesen Eiertanz machen die Stadtverordneten mit. Sie verlangen nicht einmal, dass ihre Beschlüsse befolgt werden. Kein Wunder das Dr. Ritz dadurch ermuntert wurde, sich über die Stadtverordnetenbeschlüsse hinwegzusetzen.
Seit 9 Jahren werden Steuergelder für immer neue Planungen und sogenannte Beteiligungen in Homberg verschleudert. Jetzt, wo die "Kommunen am Limit" sind, eiert der Bürgermeister weiter.
Nachdem die Verwahrlosung des neu angelegten Stadtparks sichtbar wird, soll Videoüberwachung und das Café die Vermüllung und der Drogenhandel verhindern. Bekanntlich sind Cafés am Abend und in der Nacht geschlossen. Der Drogenhandel hat bereits zahlreiche andere Standorte in der Innenstadt gefunden. Es trägt zur "Belebung" der Altstadt, Pardon es heißt doch jetzt "5-Minuten-Stadt" mit einem Markt-Campus und was derlei Luftnummern in den letzten Jahren finanziert wurden – mit dem Geld der Bürger.


