Bürgerbus: Kosten und Nutzen
Der neue Bürgerbus soll das Mobilitätsangebot in der Stadt verbessern. Das erste Mal wurde die Idee des Bürgerbusses propagiert, als der städtische Linienbus 2011 aus Kostengründen eingestellt wurde.
Ab 20. Oktober 2016 ist es möglich, sich nach Voranmeldung zwei Mal in der Woche fahren zu lassen.
Einsatz-Möglichkeiten des Bürgerbusses
Jemand aus Berge möchte das Bewegungsbad in Hülsa nutzen. Nach der bisher vorliegenden Beschreibung werden am Dienstag nur die nördlichen Ortsteil und die Kernstadt angefahren, am Donnerstag die südlichen Ortsteile. Berge liegt im nördlichen Teil, Hülsa im südlichen. Ist diese Fahrt möglich?
Im Januar kommt das Moskauer Bolschoi-Ballett mit Schwanensee nach Homberg. Kann da der Bürgerbus fahren? Das geht nicht, der Bürgerbus fährt nur bis 17:30. Es wäre auch schwierig, gleichzeitig Besucher aus verschiedenen Ortsteilen hin und zurück zu fahren.
Jemand möchte ins Wellnessbad an den Silbersee. Das geht nicht, es ist außerhalb der Homberger Gemeindegrenzen.
Die Nutzung des Bürgerbusses ist stark eingeschränkt. Es wird zu beobachten sein, wer den Bus wie und zu welchen Zwecken nutzten kann.
Wirtschaftlichkeit
Dank Förderung von 30.000 Euro konnte ein Bus angeschafft werden. Anfänglich wurden 60.000 Euro Förderung angekündigt.
Der Bus kann an zwei Tagen in der Woche für jeweils 9 Stunden eingesetzt werden.
Insgesamt wird der Bus 18 Stunden in der Woche benötigt. Eine Woche hat 168 Stunden. Wenn man nur die Tages- und Abendstunden rechnet sind das immer noch 112 Stunden, in denen Bedarf besteht. Der Bürgerbus ist aber nur 18 Stunden im Einsatz. 94 Stunden in der Woche steht er unbenutzt. Bei einer wirtschaftlichen Betrachtung ist das Verschwendung.
Gleichzeitig besitzt die Stadt einen weiteren Kleinbus, der für das Jugendzentrum eingesetzt wird. Wieviele Stunden ist er genutzt, wieviele Stunden steht er?
Auch die Katholische Gemeinde besitzt einen Kleinbus, auch dieser dürfte nicht voll ausgelastet sein.
Es geht auch anders – Jesberg machts vor
In Jesberg wird mit einem anderen Grundverständnis über Mobilität nachgedacht. Dort ist mit Michael Schramek ein Fachmann beteiligt, der auch Mobilitätsberatung macht.
Er fragt nicht, wie kann ein neues Fahrzeug angeschafft werden. Er schaut: Wo sind Fahrzeuge zeitlich nicht ausgelastet, und wie können diese auch für andere Zwecke eingesetzt werden. Genau das hätte in Homberg geschehen können.
Geht es nicht auch mit geringeren Kosten?
Der Bus wird nur in einem kleinen Radius und zeitlich begrenzt eingesetzt. Hätte es da nicht auch ein gebrauchtes Fahrzeug getan? In einem Jahr ist auch der neu angeschaffte Bus ein Gebrauchtfahrzeug mit hohem Wertverlust.
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Was sich der Askleöios-Konzert vorstellt.

270.000 Euro kostet der Abbruch. Grundstücke sollen dann für 15,00 Euro/qm verkauft werden. Tatsächlich verkauft die Stadt wertvolle Hallen für knapp 13 Euro/qm.
Im neuen Einkaufszentrum in Frankenberg hat der ersten Laden geschlossen.