HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Ehrlichkeit in die Politik

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Ob im Bundestag oder in der Stadtverordneten-Versammlung, mit Ehrlichkeit in der Politik gibt es die gleiche Erfahrung.

In Berlin hat der Bundestags-Abgeordnete Christian Ströbele angekündigt, nicht mehr zu kandidieren. Aus diesem Anlass beklagte er in einem Interview die fehlende Ehrlichkeit in der Politik: Fragen werden nicht beantwortet, oder die Antworten sind falsch.

"Das muss anders werden.", fordert er. Diese Forderung kann auch für Homberg übernommen werden.
Im Homberger Hingucker ist immer wieder auf falsche oder verweigerte Informationen hingewiesen worden.
Ohne Informationen gibt es keine demokratische Kultur der Beteiligung und Mitverantwortung.

Homberger Beispiele

     Auf die Frage nach fehlendem Rauchabzug im Treppenhaus des Ärztehauses antwortete der Magistrat, der wäre Brandbeschleunigung. Aber Rauchabzug ist ein wesentliches Element von vorbeugendem Brandschutz und von Personenschutz.
Nachträglich sind dann zahlreiche Brandschutzmaßnahmen im Ärztehaus eingebaut worden.

     Ein Bauherr spendete der Stadt 5.000 Euro. Die Stadt entfernte ihm daraufhin die im Bestand geschützten Bäume an seinem Grundstück – auf Kosten der Stadt. Auf die Frage, wer Eigentümer der Grundstücksteile sei, auf dem die Bäume standen, nannte der Bürgermeister für den schmalen Grundstücksstreifen drei verschiedene Eigentümer, was sehr unwahrscheinlich ist. Auf die Nachfrage, wer im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist, verweigerte der Bürgermeister die Auskunft. Warum?

     Der Bürgermeister argumentierte für den Ankauf des Erdgeschosses von Marktplatz 15, die Stadt müsse den Zugriff auf die Grundstücke in dem Gebiet Marktplatz Ost erhalten, um das Gebiet einmal als Gesamtes entwickeln zu können. Das ist richtig. Doch er setzte sich für den Kauf eines überteuerten Teileigentums ein, das jedoch keinen Zugriff auf die Grundstücke bietet. Als Jurist hätte er die rechtliche Situation darstellen und den Ankauf verhindern müssen, um die Stadt vor Schaden zu schützen. Er tat es nicht. Warum?

Wieviel Ehrlichkeit braucht die Politik?

Oft hatte ich in den vergangenen Jahren als Stadtverordneter in Diskussionen unter Kommunalpolitikern gehört: Das ist zwar richtig, das können wir aber so nicht sagen, das versteht der Bürger nicht. Mit Rücksicht auf Wählerstimmen wird entgegen der eigenen Einsicht gehandelt.

Sicherlich gibt es schwierige Sachzusammenhänge, zum Beispiel bei der Ermittlung der Abwassergebühren, den Kosten für das Ärztehauses oder dem Verkaufspreis von öffentlichen Grundstücken. Es macht schon Mühe, die Zusammenhänge zu verstehen und an die Bürger zu vermitteln. Warum soll das ein Bürger aber nicht verstehen können? Was unterscheidet die als Stadtverordneten tätigen Hobby-Politiker von den Bürgern der Stadt? Wie oft haben die Stadtverordneten zugestimmt, ohne verstanden zu haben, was sie da beschlossen haben.

Unter den Bürgern der Stadt gibt es mehr Fachleute für verschiedenste Gebiete als im Rathaus. Es gibt Bürger, die sehr viel besser Sachverhalte verstehen, als die, die darüber abstimmen. Dieses Potential der Bürger, diese Erfahrungen könnten genutzt werden. Es wird aber nicht gewollt. Selbst Hinweise auf einfachste Tatsachen werden abgewehrt, häufig auch noch diffamierend, wie zum Beispiel beim Hinweis auf schwere Fehler in einer Statik eines Bauvorhabens.

In einem solchen Klima ziehen sich auch die gutwilligsten Bürger zurück und sehen sich in der langsam gewachsenen Politikerverachtung bestärkt.
In der Folge können die, die am wenigsten davon verstehen, unbedarft Entscheidungen treffen. Eigentlich treffen sie persönlich keine Entscheidungen, sondern sie folgen nur den Vorgaben des Fraktionsvorsitzenden, der Gefolgschaft einfordert. Die Handhabe dazu ist der sogenannte Fraktionszwang. Das ist ein Konstrukt der Machtausübung und des Machterhaltes. Abgeordnete haben aber nur ihrem Gewissen zu folgen, aber keinen Aufträgen und keinen Weisungen. Das gilt auf Bundesebene wie in einer Stadt.

Zu dem Fraktionszwang hat Christian Ströbele sich einmal sehr differenziert geäußert. Hier kann es gehört werden.

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Kindergarten-Baukosten mit Extremen

BildDie Baukosten für die neuen Kindergärten liegen extrem weit auseinander. Hinweise auf reale preiswerte Lösungen wurden vom Bürgermeister auf unverantwortliche Weise lächerlich gemacht.

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„Änderungen auf dem Klinikgelände erwünscht“

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Außer den Wunschvorstellungen des Bürgermeisters gibt es keine konkreten Wünsche der Homberger zum Klinikgelände.
Sollen die Bürger beeinflusst werden?

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Umbau Ziegenhainer Straße: Was war das? Was sollte das?

BildDie Pläne für den Straßenumbau vom Oktober wurden noch einmal vorgestellt. Soll die geplante 1 Mio. Euro dafür ausgegeben werden?

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81 Brücken und 180 km Gemeindestraßen müssen unterhalten werden

BildAuch städtisches Eigentum muss gepflegt und instandgehalten werden, sonst verliert es an Wert.
Der Hessische Rechnungshof hat deshalb in seinem aktuellen Kommunalbericht 2016 einen Schwerpunkt auf die Instandhaltung und das Erhaltungsmanagement in den Kommunen gelegt.
Bundesweit wird der zunehmende Verfall der Infrastruktur beklagt. Das gefährdet die Gesamtwirtschaft.

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Internationaler Anti-Korruptionstag

BildTransparency International ruft am 9. Dezember zum internationalen Anti-Korruptionstag auf.
Auch in Homberg konnte der bisherige Verdacht auf Korruption noch nicht ausgeräumt werden.

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Ziegenhainer Straße schon bald umbauen?

Im Bauausschuss soll über den vorzeitigen Umbau der Ziegenhainer Straße duch das Ingenieurbüro Unger berichtete werden.
Mo. 12. 12., 18:30 Uhr im Rathaus. Die Sitzung ist öffentlich.

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Lkw-Verkehr wächst und damit die Probleme

Immer mehr Güterverkehr rollt über die Straße und nicht über die Schiene. Die Autobahnen sind überlastet. Die Fahrer der LKWs müssen Ruhepausen einlegen, dazu müssen sie den LkW irgendwo parken, doch dafür fehlen die Stellplätze und es kommt zu gefährlichen Situationen.

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Täuschungsmanöver Mardorfer Kita-Neubau

BildDer Mardorfer Kindergarten sollte für eine zusätzliche Gruppe erweitert werden, beschlossen die Stadtverordneten im Februar. Tatsächlich ist ein Neubau für zwei Gruppen geplant.

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Protest bei der Bettenwelt

BildGleichen Lohn für gleiche Arbeit fordern die Beschäftigen bei der Bettenwelt. Der erstreikte Tariflohn von 2009 wird vom Unternehmen schrittweise unterlaufen.

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Probleme rund um den Kreisel

BildFördermittel vom Land nicht vor 2018.
Kein Baugeginn vor Bewilligung.
Verkehrsanbindung muss 2018 fertig sein, sofern Einkaufszentrum kommt.
Wie geht es mit dem Minikreisel weiter?

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Rechnungshof Kommunalbericht 2015

BildHomberg hat den höchsten Konsolidierungsbedarf beim Haushalt, so der Rechnungshof im Kommunalbericht 2015.
Der Bürgermeister sieht dagegen Homberg „wirtschaftlich auf vernünftigen Füßen“

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Mühlhäuser Feld: Bürgermeister rechnet mit 300.000 Euro Verlust

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Beim Verkauf der Grundstücke im Mühlhäuser Feld wird ein Verlust von 300.000 Euro erwartet. Unklar ist, wie sich diese Summe zusammensetzt, und ob nicht noch noch weitere Kosten hinzukommen. Eine transparente Kostenaufstellung fehlt bisher.

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