Sind es detaillierte Angebote oder nur Interessenbekundungen? Den Firmen bleiben nur zwei Arbeitstage Zeit, ein Angebot abzugeben. Die sogenannten Angebote, die Bürgermeister Martin Wagner im Ausschuss auf Nachfrage vorlegte, waren jeweils nur Schreiben von der Länge einer Seite.
Kein Bürgersolarpark auf den 18 Hektar
Auf der Informationsveranstaltung am 2. April wurde auch vom Bürgermeister deutlich gesagt, dass es für diese Fläche keinen Bürgersolarpark geben wird. Wagner will ermöglichen, dass der Investor die Anlage bis Juni dort bauen und in Betrieb nehemen kann. Das ist sein einziges Ziel. Für einen Bürgersolarpark in Form einer Genossenschaft braucht es mehr Zeit allein für die Grünndung der Organisation. Vorab braucht es Zeit das Vorhaben bekannt zu machen und zu erläutern. Außerdem braucht es für ein solches Vorhaben Vertrauen, und in Homberg ist das nicht mehr vorhanden. Die geringe Teilnahme an der Informationsveranstaltung zeigte es deutlich.
Zum 2.April lud Bürgermeister Martin Wagner zu einem Vortrag zu dem Thema "Strategien zur Umsetzung einer Energiewende vor Ort" ein. Andreas Bauer von der Agrokraft GmbH aus Neustadt/Saale sprach von den Erfahrungen aus Nordbayern wo Bürgergenossenschaften in den Dörfern gegründet wurden und erfolgreich arbeiten. So bleibt das Geld im Dorf. Bürgergenossenschaft Der Vorteil der Organisationsform: […]
Wenn eine Fläche nicht vorbe- lastet ist, kann auch kein Solar- park darauf errichtet werden.
Für Strom aus solchen Anlagen wird keine erhöhte Einspeise- vergütung bezahlt.
Trotz dieser klaren Regelung wird seit Monaten die Planung vorangetrieben.
Die bisher von dem Magistrat vorgelegten Entscheidungsunterlagen sind nicht vollständig, wichtige Faktoren fehlen. Die Diskussion über das Für und Wider einer PV-Anlage auf der Freifläche oberhalb der alten Bahntrasse stehen nur die Pachteinnahmen im Fokus, ander Zusammenhänge wurden nicht diskutiert. Ein verantworliche politische Entscheidung muss alle Faktoren abwägen und darf sich nicht einseitig auf einen einzigen Punkt versteifen.
Sollte sich in der Stadtverordnetenversammlung eine Mehrheit für die Umwandlung der Flächen neben dem alten Bahndamm zu einer Solarfläche finden, bleibt ein großes Risiko für den Investor. Wird die Clearingstelle die „Belastungen“, die von diesem Gleis ausgehend so werten wie der Bürgermeister?
Für Hombergs Bürger oder für Fremde, die eine gute Kapitalanlage suchen?
Den Betrieb einer eigenen PV-Anlage zusammen mit der KBG ist nie als Alternative ausgearbeitet und diskutiert worden.
So entsteht kein kommunales Energiekonzept, wie es parteiübergreifend beschlossen wurde.
Die Flächen, auf denen Bürgermeister Wagner das Planungsrecht für 40 ha Solar-Freiflächenanlagen schaffen will, erfüllen nicht die notwendigen Voraussetzungen.
Die Flächen sind weder durch die vormalige Bundeswehrnutzung vorbelastet, noch geht von dem Bahndamm, auf dem kein Zug mehr rollt, eine Vorbelastung aus. Wieder wird die Stadt mit unnützen Planungskosten belastet.
Bündnis90/Die Grünen Homberg haben auf die Information über notwendige Aufstockung der Kassenkredite auf 17 Mllionen die folgende Presseerklärung abgegeben.
Ihre Forderung:
Hohe Verschuldung macht Homberg handlungsunfähig, Risikoprojekte sofort stoppen.
21. September 2008 Die Fundamente für eine Halle sind ohne Baugenehmigung hergestellt worden. Es gab bisher noch keinen Beschluss über Bebauungs- und Flächennutzungsplan. Mit der begonnen Baumaßnahme wird deutlich, dass nicht eine Photo- voltaik-Freiflächenanlage sondern ein Gebäude im Außenbereich errichtet werden soll. Dazu ist der Bauherr nicht berechtigt, da er kein Landwirt ist. […]
Voreilig setzte der Bürgermeister die Einladung ins Veröffentlichungsblättchen. Doch der Ausschussvorsitzende unterschrieb nur eine Tagesorndung ohne PV-Anlagen.
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