Die Stadtverordneten konnten vier Tage lang die Bauakten für den Anbau an der Burgberggaststätte einsehen. Wegen der schon während der Bauzeit zu beobachtenden Mängel bei der Gründung des Bauwerkes wurde die Statik genauer durchgesehen.
Statik auch für Burgbergverein Als Erstes fiel der Titel der Statik auf, sie wurde für den Anbau an das Wirtschaftsgebäuden und für ein Seminar- und Ausstellungsgebäude erstellt – Wurde sie auch so der Stadt in Rechnung gestellt, obwohl es bisher hieß, die Burgberggemeinde baut auf eigene Kosten?
Keine Angaben zur Bodenfestigkeit Zu einer Statik gehören Vorbemerkungen, in denen die wichtigsten Rechenannahmen aufgelistet sind, so auch in diesem Fall. Auffällig war, dass ein entscheidender Punkt fehlt: Die standardmäßige Angabe zur Tragfähigkeit des Bodens.
Dies ist umso mehr verwunderlich, da bekannt ist, dass an einem sehr abschüssigen Hang – auf dem Abraumboden der Burgfreilegung – gebaut weren soll.
Berechnung für Bodendruck und Verankerung fehlt Die Berechnungen der Kräfte, Gewichte und die notwendigen Abmessungen sind ordentlich durchgeführt, enden aber bei der Berechnung der Streifen- und Punktfundamente. Über den Bodendruck gibt es wieder keine Angaben. Das kann kein Versehen sein.
Eine seitliche Verankerung der Fundamente mit dem vorhanden Mauerwerk ist nicht vorgesehen.
Auffüllbeton statt solider frostfreier Gründung Auch die Leistungsausschreibung folgt dem Schema, es wird einfach so getan, als würde das Bauwerk auf einem ebenen, gewachsenem Boden aufgestellt. Im Ausschreibungstext wird der Beton zwischen Streifenfundament und Erdreich beschrieben „zu Auffüllarbeiten unter der Betonplatte“. Dieser „Auffüllbeton“ liegt auf dem Boden auf. Es gibt somit keine frostfreies Fundament – gerade an der Stelle, bei der der Hang am stärksten abfällt.
Trotzdem genehmigt Ein Testat eines Prüfingenieurs war nicht zu finden.
Die Statik trug den grünen Genehmigungstempel des Kreisbauamtes.
Nachdem die Büroräume im ehemaligen Amtsgericht für viel Geld unzweckmäßig umgebaut und bis heute noch nicht endgültig fertiggestellt sind, kommt das nächste Projekt auf den Tisch. Jetzt sollen Büroräume geschaffen werden, barrierefrei.
Wo und zu welchen Kosten, dazu schweigt der Magistrat.
2000 Bürger verlangten, dass die Bürger über den Kauf der Kaserne und die Folgekosten entscheiden. Das war 2012.
Das Verwaltungsgericht tut nichts.
Wie soll es weitergehen?
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