Schöne neue Phantom-Welt: Wachstum, Windkraft, Investoren
Phantom:
Wachstum
Im Sparkonzept der Stadt wird mittelfristig ein Wirtschaftswachstum von 1,5% im Jahr bis 2016 angenommen. "Das nominale Wachstum liegt weiterhin mit rund 3% deutlich darüber." Das sind sehr optimistische Annahmen, auf dieser Basis rechnet sich die Stadt auch die steuerlichen Einnahmen hoch.
Im Gegensatz dazu heißt es in der Financial Times Deutschland vom 27.11.2012:
"Die Bundesregierung erwartet 2013 ein Plus von 1,0 Prozent, im zu Ende gehenden Jahr sollen es 0,8 Prozent sein."
Diese Annahmen scheinen realistischer zu sein, da das Wirtschaftswachstum in der EU seit Jahrzehnten immer mehr abnimmt. Hinzu kommt die aktuelle Wirtschaftskrise, bei der Milliardenbeträge für die Banken ausgegeben wurden, die in den nächsten Jahren von den Bürgen zu zahlen sind.
Phantom: Windkraft
Windkraftanlagen sollen ab 2015 der Stadt Pachteinnahmen in Höhe von 200.000 Euro in 2015 und danach jährlich 400.000 Euro einbringen. Wo diese Windräder auf städtischem Grund in Homberg stehen sollen ist unbekannt. Es ist überhaupt fraglich, ob es Windstandorte in Homberg geben kann. Die laufenden Untersuchungen zeigen, dass potentielle Standorte auscheiden, weil andere Faktoren dagegen sprechen. Viele mögliche Standorte scheiden aus, weil es dort geschützte Rotmilane gibt. Das hindert aber die Stadt nicht, trotzdem die Einnahmen in ihrem Sparkonzept einzustellen.
Die rötlichen Flächen sind potenielle Windstandorte.
Die Windkarte des Schwalm-Eder-Kreises in gößerer Auflösung hier.
Phantom: Investor
Den Stadtverordneten wurde im Juni vorgemacht, es gäbe für einen großen Teil der Grundstücke in den Kasernen verbindliche Kaufangebote. Zum Teil stimmt das, zum anderen Teil handelte es sich um solche Angebote wie die des Stadtverordneten Reinhard Fröde und der Firma Rauter. Obwohl sie verbindlich zugesichert hatten, sie würden drei Hallen kaufen, soll jetzt ein anderer Investor diese übernehmen.
Dieser Investor wurde in der Arbeitsgruppe Konversion Ende November nur geheimnisvoll umschrieben. Er solle sich noch im Dezember vorstellen und selbst sagen was er vor habe. Mittlerweile wurden die Mitglieder der Arbeitsgruppe informiert, dass der Investor unfallbedingt nicht kommen könne. Das erinnert an das Investorspiel des Bürgermeister vom Anfang des Jahres. Damals hatte er in der Arbeitsgruppe wiederholt einen Großinvestor angekündigt, der "leider" zu jedem Termin verhindert war und am Ende von der Bildfläche verschwand.
Keine Antwort ist auch eine Antwort
In der Stadtverordnetenversammlung am 14. 12. 2012 verweigerte der Bürgermeister die Antwort auf die Frage, wann sich der angekündigte Investor vorstellen werde.


Großer Schuldner will kleinen Schuldner kontrollieren und lockt ihn mit einer teilweisen Schuldenübernahme.
Zu den bisherigen 450 Plätzen kommen in Gießen 1000 neue Plätze für die Erstaufnahme hinzu. Weitere 300 Plätze in Homberg wäre eine teure Lösung, denn die Menschen müssten für die Asylanträge wiederholt nach Gießen und zurück fahren.
Ein Anteil von 0,06 Prozent an der Gesamtbevölkerung wird „dramatisch“ genannt.
Gegen 400 Asylbewerber im ehemaligen Krankenhaus protestierten Homberger, zu 400 Plätzen in der Kaserne wird geschwiegen.
Es soll über eine Planung für die Unterbringung von Asylbewerbern beschlossen werden. Informationen über zu erwartende Kapazität, Mieten, Herstellungskosten fehlen. Wirtschaftlichkeitsberechnungen sind deshalb nicht möglich. So ist eine Planung unverantwortlich und entspricht auch nicht den Haushaltsvorschriften.
Am Beispiel innenstadtnaher Wohnmobilparkplatz ist zu erkennen, warum es nicht zur Zusammenarbeit kommt sondern sie verhindert wird.
Die Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetenversammlung ist sehr lang. Über gewichtige Themen soll entschieden werden, die das Leben der Stadt langfristig prägen werden, hier vor allem die Entscheidung zum sogenannten kommunalen Schutzschirm.
Das online-portal nh24 hat erfahren, dass vorerst keine Asylbewerber nach Homberg kommen.
Seit Jahren werden Sparkonzepte beschlossen. Seit Jahren steigen die Schulden ungebremst an.