HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Asbest und Aufsichtsbehörden

Eine Dokumentation über das Handeln der Behörden

Der Forst- und Umweltdienst e.V. versucht das Bild eines verantwortlichen Bauherrn zu zeichnen. Die Mittel, die dazu eingesetzt werden, zeugen von dem Gegenteil.
Es gibt aber Aufsichtsbehörden, zu deren Aufgaben gehört es, die Bürger vor Gefahren zu schützen. Ihre bisherige Tätigkeit lässt Zweifel an ihrer Aufgabenerfüllung aufkommen.

 

StyroporplattenhaufenBehörden-Ortstermin am 18. Juni 2010
Am 18. Juni 2010 kamen Vertreter verschiedener Behörden zu einem Ortstermin zusammen, nachdem in einer Probe Asbest nachgewiesen worden war. Als Fachbehörden das Bauaufsichtsamt und das Gesundheitsamt des Schwalm-Eder-Kreises. Der vorgelegte Laborbefund war ausreichend sich zu einem Ortstermin zu treffen. Es war an einem Freitag, kurz vor Mittag.
Am darauf folgenden Montag wurde eine Gefahrenlage nicht mehr gesehen. Allerdings waren über das Wochenende die noch ausgebauten Styroporplatten abtransportiert, ebenso Lagergut, dass einige Hallenmieter vor den Hallen abgestellt hatten. Wieso kam es zu diesen plötzlichen Wochenendaktivitäten? Warum war am Montag die Welt in Ordnung, während sie am Freitag doch Anlass genug gab, sich vor Ort zu treffen?

Gesundheitsamt
Am 22. Juni 2010 schreibt der Geschäftsführer des Forst- und Umeltdienstes e.V. Herr Möller-Sauter in einem Email:

Ich wurde am 21. 6. von Herrn Pfetzing, Gesundheitsamt Homberg, darüber informiert, dass keine unmittelbare Gefahr aus Sicht des Amtes besteht.
Nach Auskunft von Herrn Pfetzing ist Asbest "ubiquitär" in der Umwelt enthalten und war somit auch in der von Ihnen entnommenen Wischprobe enthalten."
[ubiquitär = allgegenwärtig, überall verbreitet]

Das Gesundheitsamt hat den Laborbefund nicht dazu genutzt, selbst eine fundierte Gefährdungseinschätzung vorzunehmen, sondern sich auf eine Erklärung zurückgezogen, ohne diese zu belegen oder ihre Plausibilität zu prüfen. Ein Anruf bei einem Asbestsachverständigen hätte das Gesundheitsamt eines anderen belehrt.

Kreisverwaltung
Die Kreisverwaltung hat selbst Hallensegmente gemietet. Wie zu hören war, hat ein Kreismitarbeiter diese Hallen fegen müssen. Auch im Lager des Frauenhauses hat man die Hallen gefegt. Bei einem Verdacht, der durch den Laborbefund gegeben war, hätte zumindest eine vorherige Prüfung stattfinden müssen. So wurden die Mitarbeiter einer Gefährdung ausgesetzt. Das Vorsorgeprinzip wurde nicht beachtet.

Landrat
Am 4. August 2010 wurde der Landrat auf die mögliche Gefahrenlage hingewiesen und gebeten die notwendigen Schritte zur Gefahrenabwehr einzuleiten.
Am 13. August 2010 antwortet der Landrat:

Bauaufsichsamt und Gesundheitsamt des Schwalm-Eder-Kreises haben sich mit dem von Ihnen dargestellten Sachverhalt befasst. Weder das Bauaufsichtsamt noch das Gesundheitsamt kommen zu dem Ergebnis, dass ein behördliches Einschreiten erforderlich ist. Der Eigentümer der Hallen hat zwischenzeitlich eine weitere Beprobung vorgenommen. Hiernach sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Die Selbstauskunft des Vermieters reicht dem Landrat für die Gefahrenabschätzung aus, ein behördliches Einschreiten sei nicht erforderlich. Es geht immerhin um einen hoch gefährlich eingestuften Gefahrstoff.

Am 15. Dezember 2010 wird der Landrat schriftlich über den Befund des Instituts Fresenius informiert, bei denen in alle fünf Proben Asbest (Chrysotil) nachgewiesen wurde.
In dem Antwortschreiben vom 22. Dezember 2010 schreibt Landrat Frank-Martin Neupärtl:

Dem Schwalm-Eder-Kreis liegt ein ausführliches validiertes Gutachten mit offizieller Probennahme vom Sommer dieses Jahres vor, in dem der TÜV Rheinland feststellt, dass in den dort untersuchten Proben keine Asbestfasern und keine künstliche Mineralfasern nachgewiesen wurden.
Eine konkrete Gesundheitsgefährdung für die Gebäudenutzer wurde ausdrücklich verneint. (…)
Auf der Grundlage des hier vorliegenden Gutachtes sehen wir keinen Anlass für weitergehende Maßnahmen.
Es bleibt Ihnen unbenommen, die Ergebnisse Ihrer Proben hier vorzulegen.

Das Labor des TÜV Rheinland hat nur die Filter untersucht, die eingereicht wurden. Es hat auf Nachfrage ausdrücklich betont, dass es über die Probeentnahme keine Aussagen machen kann. Die Feststellung, es läge keine Gesundheitsgefährdung vor, stammt nicht von dem akkreditieren Labor von TÜV Rheinland, sondern von der Baubiologin Frau Dr. Jaqueline Ebert aus Emstal.

Bauaufsichtsamt
Am 26. Dezember 2010 erhält der Landrat die Ergebnisse des Instituts Fresenius. Darauf ruft Herr Neupärtel bei mir an und versichert, die Hallen würden für die Nutzung gesperrt. Bis zum Jahresende ging der Betrieb in dem Brennholzhof weiter.
Zwar erhielt der Mieter, der auf die Asbestgefährdung hingewiesen hatte ein Schreiben, mit dem die Sperrung angekündigt wurde und am 11. 1. 2011 auch eine schriftliche Anordnung. Doch im Brennholzhof mit seinen regulären Arbeitsplätzen ging die Arbeit ununterbrochen weiter. Auf meinen schriftlichen Hinweis über diesen fortbestehenden Zustand vom 19. Januar 2011 antwortete der Leiter der Bauaufsicht Herr Thomas Horn am 24. Januar 2011:

Das im Bereich der Hallen des Brennholzhofes bauaufsichtlich angesprochene Nutzungsverbot wird nach unserem Kenntnisstand beachtet.

Bis heute ist dieses Nutzungsverbot nicht durchgesetzt worden, weder im Brennholzhof noch bei den andern Hallen.
Selbst nachdem durch die erneuten bestätigten Asbestbefunde, die der Forst- und Umweltdienst bei einer Bauplanungsfirma in Auftrag gegeben hat, sind ist keine Einschränkung in der Hallennutzung zu beobachten gewesen.
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Hombergs Ruf wieder herstellen

HH Feb 2011Homberg ist bundesweit in die Schlagzeilen geraden, sein Ruf beschädigt.
Wir Homberger haben es in der Hand wieder eine demokratische Kultur entstehen zu lassen. Die bisher noch Verantwortlichen versuchen mit Stimmungsmache von ihren Fehlern abzulenken. Die Fakten sind jedoch dokumentiert und nachzuprüfen in über 1.000 Beiträgen des Homberger Hinguckers aus den letzten drei Jahren.

Wenn sie möchten, drucken sie das Informationsblatt aus und geben es weiter.

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Immer mehr Lokalblogs, jetzt vernetzt

IstLOKALJe weniger sich die Medien für das Lokale und die Interessen der Menschen vor Ort interessieren, desto mehr übernehmen Blogs diese Funktion, die sich bewußt auf das lokale Umfeld beziehen.

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Die verlorene Glaubwürdigkeit des Forst- und Umweltdienstes

BildWer einmal lügt….
das weiß der Volksmund.
Von falschen Gutachten, falschen eidesstattlichen Versicherungen und sonstigen Ausreden angesichts des Gefahrstoffes Asbest.

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Finanzsituation der Stadt

Homberger Finanzsituation53,581 Millionen Euro Schulden bei
20,279 Millionen Euro Einnahmen

Pro-Kopf-Verschuldung
3.750 Euro in Homberg
1.544 Euro in Hessen

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Beratungsleistungen für was?

Solarflächen36.140 Euro für „Beratungsleistungen zur Prüfung für eventuelle Photovoltaikanlagen ehemaliges Bundeswehrgelände“
Wie passt das zu einer überschuldeten Stadt?

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Asbestnachweis wird bestätigt

Betrieb geht weiterForst- und Umweltdienst e.V. hat mit zwei „Gutachten“ versucht nachzuweisen, es gäbe keine Asbestfasern in der Halle. Jetzt bestätigt ihr drittes Gutachten die Faserbelastung, doch der Betrieb geht weiter, obwohl die Hallen gesperrt wurden. Für den Schutz der Beschäftigten scheint sich niemand zu interessieren.

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Autohof Nr. 2 in Remsfeld

Wieder wird hoffnungsfroh von einem neuen Autohof in Remsfeld geschrieben. Im Frühjahr 2009 wurde der Mega-Autohof zu den Akten gelegt.
Autohof, Spielhallen und Logistikunternehmen schaffen keine Zukunftsperspektiven für die Region.

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Die beliebtesten, schönsten Kirchen im hr

MarienkircheBeim Hessische Rundfunk können Sie abstimmen, welche hessichen Kirchen sie am schönsten finden. Die Homberger Marienkirche steht auch auf der Auswahlliste. Das Ergebnis wird Osern bekannt gegeben.

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Noch immer! Träume vom Magnetbetrieb

Bild Die FDP träumt noch immer vom Magnetgeschäft in der Innenstadt.
2003 wurde das „Marktzentrum Ost“ verkündet und es verschand in der Versenkung. Mittlerweile haben ander Städte ihre Erfahrungen gemacht.
In Frankenberg wurde zuletzt ein Projekt gestoppt. Die orstansässigen Einzelhändler waren erleichtert.

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HNA schweigt

FR NeonazisDie Frankfurter Rundschau berichtet über einen braunen Wehrführer in Homberg. In der HNA ist dazu nichts zu lesen.

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Das Letzte…

…Mal tagten die Stadtverordnete vor der Wahl.
Der Vorsteher schritt nicht gegen Ausfälle der CDU und FDP Vertreter ein.
So sorgte er selbst für ein Klima, dass er zum Neujahrsempfang anklagte.

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Bürgermeister Wagner erteilt eine Lektion…

…über Patientenakten, deren Verbleib aus der Alten- und Krankenpflegestation nach der Schließung Ende Juni 209 nicht aus den vorglegten Unterlagen ersichtlich war.

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