2016 Asklepios und Wohnbebauung
Im September 2016 berichtete die HNA über die Zukunft des Krankenhauses unter der Überschrift:
"Asklepios: Wohngebiet auf Ex-Krankenhaus-Gelände ist einzig realistische Nutzung"
Jetzt gibt es Pläne, das Gebäude abzureißen und dort ein Wohngebiet entstehen zu lassen. Bevor der Konzern den Abriss in die Tat umsetzt, müsste die Stadt planungsrechtlich aktiv werden. Grund: Das Krankenhaus steht in einem „Sondergebiet Krankenhaus“. Eine andere Nutzung ist nicht zugelassen.
Nach dieser Darstellung wollte Asklepios das Gelände an einen Wohnungsbauträger verkaufen. Damit dort Wohnungsbau überhaupt rechtlich möglich ist, sollte der Bebauungsplan geändert werden. Statt bisher "Sondergebiet Krankenhaus" sollte dort Wohnbauflächen ausgewiesen werden. Die Stadt hat die Planungshoheit und kann die Art der Bebauung festlegen.
Das Gelände ist auch heute noch "Sondergebiet Krankenhaus". Die Stadt hat lediglich einen Aufstellungsbeschluss für einen neuen Bebauungsplan beschlossen, der seitdem ruht, und in der Sache nichts weiter unternommen.
Weiter heißt es in den HNA-Beitrag von 2016:
Zunächst sollen die Abrisskosten ermittelt werden. „Wir suchen nach möglichen Altlasten. Wer weiß, was 1960 verbaut wurde“, so Rong. Die Abrisskosten trage Asklepios – frühere Schätzungen gingen von einer Million Euro aus. Einen mittleren fünfstelligen Betrag kostet den Konzern die Unterhaltung der Gebäude derzeit pro Jahr.
Kein großes Geschäft, Erschließung teuer
Ein großes Geschäft werde man mit einem möglichen Wohngebiet nicht machen. Rong sprach davon, dass die Erschließung teuer sei. Sollte Geld übrig bleiben, werde das in den Ausbau der Krankenhausstruktur in Melsungen und Schwalmstadt fließen.
