Letzte Chance vor der Wahl verpasst
In der letzten Stadtverordnetenversammlung ging es um den Haushaltsplan 2026.
Alle Parteien stimmten dem Plan zu. Es gab keine Opposition.
Alle Parteien qualifizierten sich als Mitläufer.
Das alles geschah angesichts der bevorstehenden Kommunalwahl im März.
Die Ergebnisse der Europawahl vom Juni haben die Homberger Parteien nicht aufgeweckt.
Homberg war die hessische Kreisstadt, in der die AfD den höchsten Anteil an Wählerstimmen erhielt.
An welche Partei können sich Bürger wenden, die mit der Politik in der Stadt nicht einverstanden sind? Die in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien haben sich vollständig hinter Bürgermeister und Magistrat eingereiht und schweigen zu allen Maßnahmen.
Damit verschaffen sie der AFD ein Alleinstellungsmerkmal, sie kann leicht die Stellung der Opposition einnehmen. Diesen Platzvorteil gewähren ihnen die Homberger Stadtverordneten.
Noch ist nicht bekannt, ob die AFD in Homberg zur Wahl antritt. Noch ist der letzte Abgabetermin für die Wahlanmeldung nicht erreicht, der auf den 8. Januar 2026 festgesetzt ist.
Am Freitag, 9. Januar 2026 wird man sich vielleicht die Augen reiben, wenn sich die AFD in letzter Minute angemeldet hat. Dann ist sie die einzige mögliche Opposition.
Angesichts der bundesweiten Umfrageergebnisse kann es sogar so weit kommen, dass die AFD die stärkste Fraktion bildet. Nach dem aktuellen Wahltrend würde die AFD die meisten Wählerstimmen bei einer Bundestagswahl erhalten.
Im aktuellen Wahltrend zur Bundestagswahl führt AfD mit 25.6%.
Es folgen CDU/CSU mit 25.4%, SPD mit 14%, Grüne mit 12%,
Die Linke mit 10.4%, BSW mit 3.8% und FDP mit 3.6%.
Sonstige Parteien erreichen 5.2%. Quelle
