Schilderwald am Burgberg oder wie sich Homberg lächerlich macht
Am Burgberg ist ein neuer Schilderwald entstanden. Hier neben der Bank ein Schild über die Efze. Eine touristische Werbetafel mit vielen falschen Informationen.
Ein Beispiel: Die Fischtreppe
"Die Efze ist eigentlich kein Fluss, sondern ein Bach. Ihre Quelle liegt 550 Meter hoch am Wilsberg bei Schwarzenborn. Vor dort fließt sie bis in die Schwalm. Auf einer Länge von rund 40 Kilometer überwindet sie gewaltige 400 Meter Höhenunterschied. Da darf die eine oder andere Fischtreppe nicht fehlen."
Brauchen Fische Treppen?
Die Efze stürzt manchmal so sehr in die Tiefe, dass die Fische nicht mehr überall flussaufwärts schwimmen können. Menschen haben deshalb Fischtreppen erfunden. Hast du eine Idee, wie das funktionieren könnte?
Wer auch immer diesen Text im Auftrag des Magistrats verfasst haben mag, ein vorheriger Blick bei Wikipedia hätte geholfen. Dort steht:
Wikipedia: Fischtreppe
"
Fischtreppen sind nur dort notwendig, wo Menschen eine Barriere in den Fluss oder den Bach gebaut haben. Das wird unterschlagen.
Die Kinder, die bereits lesen können, erfahren auch: "Deshalb haben wir die Nistkästen erfunden." Wer sind denn die Erfinder der Nistkästen, die hier von "wir" sprechen? Vermutlich die, die die Schilder verfasst haben. Welch einen Schwachsinn sollen die Kinder lernen?
Als Pfadfinder können die Kinder auch noch mehr lernen, wenn sie ihr Handy zücken und den QR-Code einscannen, sie brauchen sich dann am Berg gar nicht mehr umzusehen, ihr Handy erzählt ihnen alles. So erhalten sie Einblick und Durchblick.
Foto: Tafel "Das Zuckertal" mit Blick in die Baumkronen.
NACHTRAG 19. 12. 2025
Die Gesamtkosten liegen nach Angaben der Stadt bei rund 1 Mio. EUR. Davon entfallen etwa 40.000 EUR auf Gutachten und Grundlagen, rund 85.000 EUR auf die Planung, circa 823.000 EUR auf Baukosten und etwa 56.000 EUR auf das Beschilderungssystem. Rund 66 Prozent der Gesamtkosten wurden demnach durch Fördermittel von Bund und Land gedeckt. (
