Lokaljournalismus und Blogs
Schon seit längerem wird über den Lokaljournalismus der Zeitungen und der Lokalberichterstattung in Blogs diskutiert. Den Lokalzeitungen wird keine lange Frist mehr gegeben. Andere Formen, wie auch der "Homberger Hingucker" übernehmen die Funktion.
Der Westdeutsche Rundfunk widmete dem Thema heute einen Beitrag. Er kann hier aufgerufen und gehört werden.
Ergänzung
Weitere Sendungen auf WDR 5:
– Wie Zeitungen im Digitalen Zeitalter überleben wollen. Was kosten die Nachrichten?
– Operation am offenen Herzen. Wie Zeitungshäuser ums Überleben kämpfen.
Manuskript der Sendung
… keine Online Strategie haben ?
Ob Print oder online:
Die HNA hat doch eine.
FrĂŒher hieĂ es mal :
ĂŒberregional – unabhĂ€ngig – nicht Parteien gebunden
Das sucht man heute vergeblich. Nicht nur in der Ăberschrift.
Leserbriefe werden nicht veröffentlicht wenn der Autor nicht passt, das Geschriebene nicht passt usw
Online BeitrĂ€ge durch die Netiquette oder gar komplett „offline “ geschaltet; der Verfasser erhĂ€lt keine RĂŒckmeldung warum.
Die Hitliste der Kommentare soll angeblich nach der Zahl der Kommentare entstehen.
Schaut man sie sich an ergibt sich ein wirres Durcheinander.
FrĂŒher konnte man alle Kommentare aufrufen – heute praktisch nur die Hitliste direkt – den Rest der Kommentare muss man suchen gehen.
Im Print und online Bereich werden bestimmte Bereiche der Ereignisse in der Region faktisch „ausgeblendet“.
Man berichtet einfach nicht darĂŒber und wenn, dann meist nicht vollstĂ€ndig, nicht korrekt oder sogar falsch.
Siehe Teil II – Beispiel :
Teil II Beispiel
Dies kann man fast schon vollstÀndig an einem einzigen Bericht vom 27.1.2010 erkennen:
https://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/homberg/name-steht-fest-homberg-einen-stadtpark-alter-friedhof-606277.html
Dutzende von VorschlĂ€gen – es werden nur 23 gebracht.
Wer den Ausschuss bestimmt hat und warum dieser Personenkreis der die BĂŒrger ausschlieĂt wird nicht erklĂ€rt.
Die Namensfindung fand unter Ausschluss der Ăffentlichkeit statt.
Es werden 2 Schreibweisen dargestellt.
Fragen nach weiteren VorschlÀgen wurden einfach durch die Redaktion nicht beantwortet.
Online Kommentare wurden durch die Netiquette unterdrĂŒckt – der Kommentator weiĂ bis heute nicht, warum.
ErklĂ€rung eines schlauen Redakteurs nach angeblicher RĂŒcksprache mit dem angeblich technisch Verantwortlichen:
Es lÀge ein technischer Fehler vor.
Anmerkung: Der ist dann bis heute immer noch nicht beseitigt.
Noch schlimmer : Ganze Kommentare werden einfach wieder gelöscht:
siehe Kommnetar 16 bei :
https://www.homberger-hingucker.de/?p=2538
Dazu kommt hĂ€ufig auch noch, dass man Berichte und Pressemitteilungen ungeprĂŒft ĂŒbernimmt.
Z. B. Meldungen der BA und ARGE, Landkreisen, kommunalen VerbÀnden oder TouristikverbÀnden.
Auch hier in Kombination mit einem weiteren beliebten „Spielchen“, der Doppelmeldung zum Abfischen von Kommentaren,zu beobachten:
https://www.hna.de/nachrichten/landkreis-northeim/northeim/daten-sonne-taeglich-spielfilme-628052.html
Da hat man dann schnell einen weiteren Artikel mit praktisch dem gleichen Inhalt nachgeschoben und schon waren kritische Berichte verschwunden:
https://www.hna.de/nachrichten/landkreis-northeim/northeim/spielfilme-direkt-628956.html
Fazit:
Und jetzt wird klar , wie wichtig ein Blog wie der „HOMBERGER HINGUCKER “ fĂŒr uns alle ist.
Denn ohne eine funktionierende Presse Medien werden wir wie zu den unseligen Zeiten des Dritten Reiches manipuliert und wir laufen Gefahr wieder Unrecht zur Maxime zu machen.
Einziger fĂŒr mich erkennbarer Unterschied:
Damals wurde es durch das „Reichspresseamt“ gleichgeschaltet vorgeschrieben.
Heute machen sich die Redaktionen freiwillig ans Werk.
Da frage ich mich :
Warum lese ich eine Zeitung, wenn man mir vieles von dem verschweigt was sich in meiner Heimatstadt und ihrer Region ereignet. Oder man nicht vollstÀndig oder korrekt berichtet?
Weil es eben FRĂHER mal so hieĂ:
ĂŒberregional- unabhĂ€ngig- nicht Parteien gebunden.
Heute jedoch sieht so wohl freier Journalismus aus. Wie gut das es da den “ Homberger-Hingucker“ gibt.
DANKE!!!
@Anette
Ăberregional scheint die Gazette aus Kassel wohl noch zu sein, doch die UnabhĂ€ngigkeit und Ungebundenheit an die Parteien ist ihr schon lĂ€nger abhanden gekommen. Seit hier im Homberger Rathaus ein ehemaliger HNA-Redakteur seine Zeit absitzt und Geld fĂŒr etwas bekommt, bei dem man nicht weiĂ, fĂŒr was er eigentlich bezahlt wird, erscheint die Berichterstattung ĂŒber Homberg nur noch kruemelweise und – so kommt es mir persönlich vor- nur nach Korrekturlesung durch den BĂŒrgermeister und seine getreuen Vasallen.
Die HNA hat mit einer seriösen regionalen Tageszeitung, die sie einmal war, heute eigentlich keine Ăhnlichkeit mehr. Das drĂŒckt sich auch im Online-Teil aus, da werden Kommentare unter fadenscheinigen Argumenten gelöscht und verschoben, um damit die Meinung zu beeinflussen.
Die groĂen drei Buchstaben (HNA) der Gazette aus Kassel sprechen darum auch eher fĂŒr die Bezeichnung „Hesslich- NebensĂ€chliche-Allgemeine.“
Ich schĂ€tze den Informationsgehalt des Kasseler Blattes derart dĂŒrftig und sportlastig ein, dass man schon zweimal ĂŒberlegen sollte, sich fĂŒr 26,60 Euro im Monat tĂ€glich den Stress anzutun, das Blatt auf dem FrĂŒhstĂŒckstisch haben zu wollen.
Ronneberg
Also ich bekomme diese Zeitung nicht mehr.
Sie lag lange Jahre auf meinem FrĂŒhstĂŒckstisch. Bis mir mein FrĂŒchstĂŒck nicht mehr schmecken wollte, weil ich vergeblich im Lokalteil nach greifbaren Berichten suchen muĂte.
Tip: bestell sie einfach ab!!!
Sehr interessant, wenn hier immer wieder die QualitÀt der Berichterstattung der HNA erwÀhnt wird.
Gerade die klugen Menschen in diesem Blog verwundern mich. Warum haben Sie die Chefredaktion in Kassel hierzu nicht befragt?
Klar. DMS. Barolle und alle anderen haben die HNA befragt!
Wo ist die Antwort?
Ich gebe sie. Weder DMS noch Barolle haben gefragt.
Die HNA schreibt das, was die Leser hören und lesen wollen. GröĂter KĂŒrbis, schönste Rose, 25 Jahre Noten aufgestellt und B-Rohr gehalten. Mit Bild. GroĂes Bild. Genau so will es der Leser haben.
Ergebnis. Marktwirtschaft lebt durch den Willen des KĂ€ufers/Lesers.
Ăber Hombergs Polit- und VerwaltungsaktivitĂ€ten findet man bei den nachstehenden Medien wenig bis nichts:
Homberger Anzeiger ( auch Print )
https://www.hombergeranzeiger.de/
Nur im Internet:
SEK News
https://www.seknews.de/
Nordhessen News (nh24)
https://www.nordhessennews.de/
Nordhessische
https://nordhessische.de/uebersicht.php?p=34&c=34&PHPSESSID=11637afa5f6e18484129012d1d2324df
Auszug:
Die GrĂŒndung der Zeitung erfolgte vor dem Hintergrund der Monopolstellung der örtlichen Lokalzeitung Hessische/NiedersĂ€chsische Allgemeine (HNA). GrĂŒnder war der Journalist RĂŒdiger Kreissl, der zuvor viele Jahre fĂŒr die HNA gearbeitet hatte (u.a. als Chefreporter). “
HNA Watchblog
https://nordhessische.de/uebersicht.php?p=52&c=52&PHPSESSID=11637afa5f6e18484129012d1d2324df
zu 7:
Ich kann Ihnen versichern, dass ich meine Erfahrungen mit der Chefredaktion und der in Fritzlar gemacht habe. Mein Fazit: Von da ist nichts zu erwarten.
Das muss gar nicht einmal die persönliche Meinung der Menschen dort sein, sie machen ihren Job im Rahmen der Vorgaben der Verleger. Lesen Sie das Manuskript zu der Sendung des WDR und sie sehen, dass es um den Leser ĂŒberhaupt nicht geht oder nur in soweit, das er als EmpfĂ€nger der Werbebotschaften geneigt gehalten werden muss.
Um hier die Marktwirtschaft zu bemĂŒhen, dazu bedarf es schon einer gehörigen Portion NaivitĂ€t oder gezielter Absicht.
Vielleicht behaupten Sie auch, die Weltwirtschaftskrise ist das Ergebnis der KundenwĂŒnsche? So hat Ludwig Erhard 1943 auch argumentiert, das Volk habe den Krieg gewollt, deshalb sind seine Ersparnisse verloren gegangen, Produktionsanlagen dagegen werden fĂŒr den Wiederaufbau gebraucht. Aber das auszufĂŒhren ist ein anderes Thema.
@Robin
„Warum haben Sie die Chefredaktion in Kassel hierzu nicht befragt?“
Warum sollte man fragen?
Meinst Du Herr Seidenfaden wĂŒsste nicht was in seiner Zeitung vorgeht?
„Die HNA schreibt das, was die Leser hören und lesen wollen. GröĂter KĂŒrbis, schönste Rose, 25 Jahre Noten aufgestellt und B-Rohr gehalten. Mit Bild. GroĂes Bild. Genau so will es der Leser haben.“
Und was hindert sie daran, bei ihrer Berichterstattung Fakten zu liefern die korrekt sind ?
Das was du anfĂŒhrst liefern Extra Tip, Heimatnachrichten, Linus Wittich etc auch. Kostenlos. Frei Haus.
Was machen eigentlich die mit groĂem Getöse installierten LeserbeirĂ€te?
Vielleicht könnte sich ja Herr Siegfried Richter aus Homberg mal dazu Ă€uĂern?
Ein (wie ich finde) hoch aktuelles Lied von Reinhard Mey :
„Was in der Zeitung steht“
https://www.youtube.com/watch?v=KM2G7HY6_Ys
Hier der Text:
https://www.lyricspedia.com/reinhard-mey/was-in-der-zeitung-steht-lyrics/