688.000 Euro aus dem Landesausgleichsstock
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ZuschĂŒsse aus dem Landesausgleichsstock fĂŒr Homberg in Höhe von 688.000 Euro. Diese Information gab der BĂŒrgermeister am Ende der Stadtverordnetensitzung.
Auf der Homepage des Ministeriums heiĂt es zum Landesausgleichsstock:
Die Mittel des Landesausgleichsstocks verwendet das Ministerium des Innern und fĂŒr Sport in Abstimmung mit dem Ministerium der Finanzen insbesondere zur UnterstĂŒtzung finanzschwacher Kommunen, die nicht in der Lage sind, ihren Haushalt auszugleichen.
Eine Zuweisung kommt nur in Betracht, wenn eine Kommune trotz Ausnutzung aller zumutbaren Sparmöglichkeiten und Ausschöpfung aller zumutbaren Einnahmemöglichkeiten nicht in der Lage ist, Haushaltsdefizite aus eigener Kraft zu vermeiden.
Der Landesausgleichsstock ist ein Instrument, landesweit annĂ€hernd gleichwertige Lebensbedingungen fĂŒr die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zu schaffen.
Der Landeausgleichsstock soll Hilfe zur Selbsthilfe sein. Ziel ist es, mit seinen Mitteln die LeistungsempfÀnger in die Lage zu versetzen, in absehbarer Zukunft ohne Zuweisungen auskommen zu können.
Damit ist gesagt, dass Homberg in 2007, also bereits vor dem Hessentag
> eine finanzschwache Kommunen geworden war,
> seinen Haushalt schon damals nicht mehr aus eigener Kraft ausgleichen konnte.
> alle zumutbaren Sparmöglichkeiten und Einnahmemöglichkeiten ausgeschöpft hatte
> Hilfe bedarf, damit annÀhernd gleichwertige Lebensbedingungen zu den anderen Landesteilen hergestellt werden.
Im Haushaltssicherungskonzept fĂŒr 2008, das im FrĂŒhjahr 2008 vom Magistrat vorgelegt worden ist, wurden ein Antrag auf diese Mittel gestellt. Beantragt wurden 1.122.174,00 Euro, bewilligt wurden 61%. Damit ist das Haushaltssicherungskonzept um 434.174 Euro nicht erfĂŒllt worden.
Im Haushaltssicherungskonzept heiĂt es weiterhin:
Falls ein positiver Bescheid ergehen sollte, werden fĂŒr die weiteren Fehlbetragsjahre jeweils AntrĂ€ge gestellt.

„Eine Zuweisung kommt nur in Betracht, wenn eine Kommune trotz Ausnutzung aller zumutbaren Sparmöglichkeiten..“
Wer hat da geprĂŒft was in Homberg so alles gespart wurde ?
Sieht eher nach einem kleinen “ Zuschuss“ aus.
Oder gibt es eine Liste der Einsparungen ???
Zu Post 1:
Ja es gibt eine Liste der Einsparungen, es ist das Haushaltssicherungskonzept:
Stelleneinsparung in der Bauverwaltung = 14.000 Euro in 2008
Stelleneinsparung und Stundenreduzierung im Kindergartenbereich = 67.500 Euro
MaĂnahmen im Bereich Reinigungsdienst = 10.000 Euro
Ersparnis durch Abbau eines Containers im Kindergarten Wernswig zum 1.9.2007 = 4.000 Euro in 2008
Neuer Hauskopierer und neue Telefonanlage = 4.000 Euro in 2008
Weitere Zinsoptimierung u.a. durch PrĂŒfung des Einsatzes von Zinsderivaten = wurde verworfen (ein GlĂŒck!)
EinfĂŒhrung eines gebĂŒhrenpflichtigen Parkens, Bewohnerparken = 3.000 Euro
Hundesteuer = 10.000 Euro in 2008
Dies sind einige Beispiele aus dem Haushaltssicherungskonzept 2008
Homberg geht am Stock, am Landesausgleichsstock.
Gibts eigentlich eine Tafel fĂŒr finanzschwache Kommunen?